- US-Arbeitsmarkt enttäuscht deutlich:
Im Juli gingen außerhalb der Landwirtschaft 23.000 Stellen verloren, obwohl Ökonomen mit rund 80.000 neuen Jobs gerechnet hatten. Auch die Zahlen für Mai und Juni wurden zusammen um 103.000 Stellen nach unten korrigiert. - Zinshoffnungen bekommen neuen Rückenwind:
Der schwächere Arbeitsmarkt nimmt Druck von der Fed, die Zinsen weiter hoch zu halten. Nach den Daten gingen die Renditen von US-Staatsanleihen zurück und auch der US-Dollar verlor an Stärke – beides hilft Risikoanlagen. - Bitcoin reagiert direkt auf die Daten:
Nach der Veröffentlichung sprang Bitcoin wieder über 65.000 US-Dollar. Hält die Abkühlung am Arbeitsmarkt an, ohne dass daraus größere Rezessionssorgen entstehen, könnte das den Krypto-Markt weiter stützen. - 💰 100.000 US-Dollar im Blick, aber noch keine BTC?
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US-Arbeitsmarkt verliert überraschend an Dynamik
Der US-Arbeitsmarkt hat im Juli deutlich schwächer abgeschnitten als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft gingen 23.000 Arbeitsplätze verloren, während Volkswirte im Vorfeld noch mit einem Stellenaufbau von rund 80.000 Jobs gerechnet hatten. Auch wenn die Arbeitslosenquote überraschend leicht auf 4,1 Prozent zurückging, zeichnet der Arbeitsmarktbericht insgesamt ein deutlich schwächeres Bild als noch in den vergangenen Monaten.
Besonders deutlich wird das bei den Revisionen. Die Beschäftigungszahlen für Mai und Juni wurden nachträglich um insgesamt 103.000 Stellen nach unten korrigiert. Gleichzeitig ließ auch der Lohndruck weiter nach. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen im Jahresvergleich nur noch um 3,2 Prozent. Das spricht dafür, dass sich der US-Arbeitsmarkt weiter abkühlt und der Druck auf die Unternehmen langsam zunimmt.
Darum reagiert Bitcoin positiv
Auf den ersten Blick wirken schwächere Arbeitsmarktdaten negativ. An den Finanzmärkten ist das allerdings oft etwas komplizierter. Ein nachlassender Arbeitsmarkt nimmt der US-Notenbank einen Teil des Drucks, die Geldpolitik weiter zu straffen. Damit steigen die Hoffnungen, dass die Fed die Zinsen in den kommenden Monaten senken könnte.
Das kam nach der Veröffentlichung der Daten auch an den Märkten zum Ausdruck. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen gaben nach und auch der US-Dollar geriet unter Druck. Beides gilt als positives Umfeld für Bitcoin oder andere Kryptowährungen. Anleger rechnen dann häufig damit, dass wieder mehr Liquidität in den Markt fließen könnte.
Der Bitcoin-Kurs reagierte entsprechend und stieg nach den Zahlen wieder über die Marke von 65.000 US-Dollar. Auch zahlreiche Altcoins legten im Anschluss zu und konnten ihre zuvor gestartete Erholung zunächst fortsetzen.
BREAKING: The odds of a September rate hike fall to 40% after the US economy unexpectedly posts its 3rd biggest monthly job loss since the pandemic in 2020.
— The Kobeissi Letter (@KobeissiLetter) August 7, 2026
Just days ago, markets saw at 70%+ chance of a September rate hike.
Gold prices are surging above $4,400/oz on the news. https://t.co/4zGaqMwgU8 pic.twitter.com/6YWWqmmEJV
Die nächsten Wochen bleiben entscheidend
Trotz der positiven ersten Marktreaktion ist das Thema damit noch nicht abgeschlossen. Entscheidend wird nun sein, ob sich die Schwäche am Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten bestätigt oder ob es sich nur um einen einzelnen Ausreißer handelt. Die Fed wird ihre Entscheidung nicht von einem einzigen Arbeitsmarktbericht abhängig machen, sondern weiterhin alle wichtigen Konjunktur- und Inflationsdaten berücksichtigen.
Für Bitcoin und den gesamten Kryptomarkt bleibt das Umfeld damit spannend. Setzt sich die Abschwächung der US-Wirtschaft fort, ohne dass die Inflation wieder anzieht, könnten die Erwartungen an Zinssenkungen weiter zunehmen. Sollte sich daraus dagegen eine stärkere Konjunkturschwäche entwickeln, könnte die Stimmung an den Finanzmärkten auch wieder kippen und Risikoanlagen unter Druck geraten.
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