Krypto-Lending Plattform Celsius überrascht durch die Kredit-Rückzahlung an Maker in Höhe von 143 Millionen und vermeidet dadurch die Liquidierung seiner hinterlegten Wertanlagen. Für das Unternehmen mit Sitz in New Jersey markiert das Ereignis während seiner aktuellen Liquiditätskrise eine positive Entwicklung.

Celsius zahlt Schulden zurück

An Celsius’ Situation änderte sich über die letzten Tage augenscheinlich wenig. Kunden des Dienstes gestattet man immer noch nicht die Auszahlung ihrer Gelder. Doch dem Unternehmen gelingen womöglich erste Schritte bei der Stabilisierung.

Seit dem 1. Juli konnte das Celsius Network Schulden in Höhe von 142,8 Millionen US-Dollar begleichen. Die letzten Rückzahlungen erfolgten Mitte Juni, als Celsius die Auszahlung für Kunden stoppte.

Zugleich hinterlegte man Tausende Wrapped Bitcoin, wie Daten von Defiexplore belegen. All das unternimmt Celsius, um einer drohenden Liquidierung des Collaterals zu entgehen.

Celsius' Position ist laut Defiexplore zumindest gegenüber Maker wieder stabil.

Auf eine aktuelle Sicherheit von 23.962 WBTC, entfallen nur noch 82 Millionen DAI an Schulden. Die von Maker geforderte Übersicherung von mindestens 145 Prozent beträgt dadurch inzwischen ganze 589,62 Prozent.

Damit Celsius’ Position liquidiert wird, müsste der Preis des Bitcoin von aktuell 20.000 auf rund 5.000 US-Dollar fallen. Nachdem der Kryptomarkt im November 2021 sein Allzeithoch erreichte, verschlechterte sich die Situation und man rückte einer Liquidierung bedrohlich nahe.

Noch schlimmer machte es der seit Mai einsetzende Krypto-Crash, durch den Celsius am 12. Mai nur noch vier Prozent von der Auflösung eines Kredits entfernt war.

Celsius steht bei Aave und Compound tief in der Schuld

Laut Defiexplore schuldet Celsius Maker noch immer 82 Millionen DAI, während es laut Zapper nur noch rund 77 Millionen DAI sind. Sicher ist, dass Celsius immer noch tief in der Schuld steht – auch bei den Krypto-Lendern Aave und Compound.

Aaves Kredite enthalten noch rund 178 Millionen US-Dollar an verschiedenen Wertanlagen – hauptsächlich USD Coin und DAI, aber auch eine geringe Position an REN ist vertreten.

Gegenüber Compound sind weitere Hundert Millionen des Stablecoins DAI früher oder später fällig. Verschwindend gering wirkt demgegenüber ein Kredit in Höhe von drei Millionen USDC seitens Notional Finance.

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Alex Mashinsky verkleinert Celsius-Belegschaft

Dass es bei Celsius insgesamt nicht rosig läuft, belegt die jüngste Nachricht über die Verkleinerung der Belegschaft. Demnach traf Geschäftsführer Alex Mashinsky die Entscheidung, 150 Personen zu entlassen, die mehr als ein Fünftel der gesamten Angestellten ausmachen.

In Anbetracht der kritischen Lage verhandelt man mit Anwälten und Wirtschaftsberatern aktuell über die mögliche formelle Erklärung der Insolvenz.

Welchen Wertverlust Anlagen von Celsius verzeichneten, lässt sich auf Defiexplore gut erkennen. In einer zusammenfassenden Statistik schreibt man dem Vault 25977 Verluste von 655 Millionen US-Dollar zu, obwohl es augenscheinlich nie zu einer Liquidierung kam.

Schuld ist demnach allein der sinkende Marktwert des Bitcoin. Celsius äußerte nie offiziell, dass es sich hierbei um den eigenen Vault handelt. In der Krypto-Szene gilt das jedoch als offenes Geheimnis.

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