Die Tradingapp „RobinHood“ hat bekannt gegeben, dass Dogecoin im ersten Quartal 2021 für etwa 34 % des Gewinns aus Kryptowährungen verantwortlich ist. Die E-Trading-Plattform plant noch in diesem Jahr den Börsengang an der NASDAQ. Besonders unter Millennials in den USA ist der Broker im letzten Jahr populär geworden.

RobinHood macht es seinen Nutzern einfach, in Aktien, ETFs und Kryptowährungen zu investieren. Transaktionen wie Käufe oder Verkäufe sind mit einem Preis von 1 USD pro Order dabei sehr günstig. In offiziellen Papieren zum Börsengang, die RobinHood im Voraus an die US-Börsenaufsicht SEC geschickt hatte, stehen die Angaben zum Anteil von Dogecoin (DOGE) am Gewinn der Firma.

Laut dem Antrag haben Nutzer über die Plattform so viel Handel mit DOGE betrieben, dass dies 34 % des Gesamtgewinns aus Kryptowährungen im ersten Quartal 2021 ausmachte. Wenn man sich vorstellt, dass bei RobinHood über 5.000 US-amerikanische und 650 ausländische Aktien und ETFs handelbar sind, sowie sieben verschiedene Kryptowährungen, ist dieser Anteil am Umsatz und Gewinn schon sehr bemerkenswert.

RobinHood ist Vorbild für den deutschen Broker TradeRepublic

Dogecoin machte auf den Gesamtgewinn bezogen dann immer noch so um die 6 % Prozent aus. Auch das ist keine unerhebliche Summe. Die Plattform bietet seinen User nur sieben verschiedene Kryptowährungen an: Nutzer können Bitcoin, Bitcoin Cash, Bitcoin SV, Dogecoin, Ethereum, Ethereum Classic und Litecoin handeln.

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Der große Anteil von Dogecoin am Gewinn der Firma verdeutlicht zudem auch, wie groß der Hype um Dogecoin in den ersten Monaten von 2021 war. Getrieben von stark steigenden Kursen und fragwürdigen Tweets von Elon Musk erreichte der Memecoin mit dem süßen Hund zwischenzeitlich sein Allzeithoch Anfang Mai.

Da stand der Kurs bei etwa 0,73 USD. Allein im Januar 2021 stieg der Kurs des Hundecoins um sagenhafte 1.800 %.

Dogecoin Zukunftsaussichten?

Investoren waren bei diesen unglaublichen Wachstumsraten natürlich schnell dabei und trieben den Kurs. Dass hinter der Währung jedoch kein wirklicher Anwendungsfall steht und sie von Anfang an nur als „Spaßcoin“ gedacht war, interessierte da schon lange niemanden mehr.

Für RobinHood war das anscheinend aber trotzdem ein gutes Geschäft. Über 6 Millionen neue Accounts wurden bei dem Broker allein in den ersten beiden Monaten des Jahres registriert. Es ist anzunehmen, dass viele von den neuen Usern sich Hoffnungen auf schnelle Gewinne mit Kryptowährungen wie DOGE gemacht haben.

Jedoch war der Bullenmarkt Anfang des Jahres auch getrieben vom klassischen Aktiensektor, sowie anderen Kryptowährungen. Die Kapriolen rund um die GameStop-Aktie verdeutlichen dies ebenfalls: Aufgrund höchster Volatilität im Markt sperrte RobinHood zwischenzeitlich die Aktie von Gamestop für Transaktionen auf seiner Plattform.

RobinHood sperrte zwischenzeitlich Transaktionen für GameStop Aktie

Bei RobinHood hat das erste Quartal ebenfalls zu einer gewaltigen Steigerung der Gesamtsumme der getätigten Investitionen in den Kryptomarkt geführt. Laut einem Report bei CNBC ist die Summe der Investitionen in Kryptowährungen im Jahresvergleich von 480 Millionen USD auf 11,6 Milliarden USD gestiegen.

Die Gesamteinnahmen von RobinHood sind so ebenfalls um 300 %, nämlich von 128 Millionen USD auf 522 Millionen USD angestiegen. Jedoch war das Jahr 2021 für RobinHood nicht nur Zuckerschlecken. Die Regulierungsbehörde FIRNA verdonnerte die Brokerplattform zu einer Rekordstrafe von 70 Millionen USD, da Kunden unter Systemausfällen im März zu leiden hatten und so Gelder verloren.

Als nächster Schritt ist nun der IPO an der NASDAQ geplant. Ein Termin steht zwar noch nicht fest, allerdings ist die Marktlage 2021 ungewiss für Fintech Unternehmen.

Viel billiges Geld im Markt könnte einen Börsengang beflügeln, allgemeine Unsicherheit und Angst vor Inflation könnte allerdings auch das Gegenteil bewirken. Das Gleiche gilt dabei für Dogecoin: Er steht momentan bei etwa 0,24 USD und damit 67 % günstiger als noch im Mai. Ein lohnendes Invest? Fraglich. Lasst euch nicht von den Hunden beißen!

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