- Überraschender Bitcoin-Verkauf:
Empery Digital hat fast die Hälfte seiner BTC-Reserven veräußert und damit rund 87,1 Millionen US-Dollar eingenommen. - KI statt Bitcoin:
Der Erlös fließt in ein KI-Rechenzentrumsprojekt sowie in den Schuldenabbau. Weitere BTC-Käufe sind aktuell nicht geplant. - Aktie legt zu:
Trotz des Verkaufs reagierten Anleger positiv. Die Empery-Aktie schloss am Freitag 1,58 Prozent im Plus. - Strategiewechsel mit Signalwirkung:
Empery stellt seine Kapitalallokation neu auf und könnte künftig weitere Bitcoin verkaufen, um zusätzliche KI-Projekte zu finanzieren. - Baue jetzt Deine eigene BTC-Treasury auf:
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Bitcoin-Verkauf bei Empery
Empery Digital (EMPD) hat am Freitag in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC offengelegt, fast die Hälfte seiner in Bitcoin (BTC) gehaltenen Reserven verkauft zu haben. Das frühere Elektrofahrzeugunternehmen setzt seit Mitte 2025 auf eine Bitcoin-Treasury-Strategie.
Während Treasury-Unternehmen ihre Bestände in der Regel ausbauen, trennt sich Empery nun von einem erheblichen Teil seines Vermögens.
Das Unternehmen verkaufte 1.400 BTC zu einem durchschnittlichen Preis von 62.200 US-Dollar je Coin und erzielte damit rund 87,1 Millionen US-Dollar. Die Verkäufe liefen über die vergangenen zwei Monate. Nach der Transaktion hält Empery noch 1.514 Bitcoin, deren Wert zuletzt bei rund 97 Millionen US-Dollar lag.
BTC für KI
Das Kapital fließt nicht einfach zurück in die Bilanz. Empery nutzt die Erlöse, um den Einstieg in ein KI-Rechenzentrumsprojekt zu finanzieren. Konkret geht es um eine 25-Prozent-Beteiligung an einem von Hunt Properties verbundenen Vorhaben, bei dem ein Industrieareal im Mittleren Westen der USA zu einem AI Data Center umgebaut werden soll.
Bereits Anfang Juli hatte Empery in einer Pressemitteilung erklärt, dafür 65 Millionen US-Dollar zu benötigen. Zusätzlich wurden 10 Millionen US-Dollar eingesetzt, um ausstehende Schulden zu tilgen.
Aktie reagiert positiv
Die Börse nahm den Bitcoin-Verkauf zunächst erstaunlich konstruktiv auf. Die Empery-Aktie stieg am Freitag in den ersten 35 Handelsminuten um 4,2 Prozent auf 3,95 US-Dollar. Später gab der Kurs einen Teil der Gewinne wieder ab und schloss bei 3,86 US-Dollar, blieb damit aber 1,58 Prozent im Plus.
Für Anleger wirkte offenbar nicht nur der Verkauf selbst relevant, sondern vor allem der Wechsel der Kapitalallokation: raus aus einem passiven BTC-Bestand, hinein in ein KI-Infrastrukturprojekt.

Druck auf BTC-Treasury-Strategie wächst
Empery war früher ein Hersteller elektrischer Powersport-Fahrzeuge und wechselte Mitte 2025 auf eine Bitcoin-zentrierte Treasury-Strategie, als der BTC-Kurs in Richtung seines späteren Rekordhochs von 126.080 US-Dollar lief. Auf dem Höhepunkt hielt das Unternehmen 4.081 Bitcoin, bevor im März und April erste Verkäufe folgten.
Nach dem Verkauf hält das Unternehmen noch 1.514 Bitcoin, plant nach eigenen Angaben jedoch keine weiteren Zukäufe. Stattdessen könnten künftig weitere BTC verkauft werden, um zusätzliche Investitionen zu finanzieren.
Co-CEO Ryan Lane erklärte in der Pressemitteilung, Empery wolle künftig weiteres Kapital in vergleichbare, von Hyperscalern unterstützte KI-Infrastrukturprojekte investieren.
Die Bitcoin-Treasury-Strategie war bereits zuvor intern umstritten. Der Großaktionär Tice P. Brown, der knapp 10 Prozent an Empery hält, hatte zuvor gefordert, die Bitcoin-Kaufstrategie aufzugeben und den CEO sowie den gesamten Vorstand zum Rücktritt zu bewegen.
✅ Verified accurate @TheMoonShow!
— BitcoinWorld Media (@ItsBitcoinWorld) February 24, 2026
Tice P. Brown (9.8% holder) is escalating hard at $EMPD: demands CEO Ryan Lane’s immediate resignation, full board replacement, AND liquidation of ALL 4,081 BTC (~$258M) to return cash to shareholders.
Classic BTC treasury tension - HODL for…
Fazit: Bitcoin Treasury verliert Exklusivität
Empery ist kein Beweis für das Ende des Bitcoin-Treasury-Modells, aber ein sauberer Bruch mit dessen einfachster Erzählung. BTC wird hier nicht mehr als dauerhaft unantastbarer Bilanzanker behandelt, sondern als liquidierbarer Kapitalbaustein für einen anderen Wachstumstrend.
Marktmechanisch ist das relevant, weil der Wettbewerb um Anlegerkapital nicht nur zwischen Coins, Aktien und ETFs stattfindet, sondern auch innerhalb von Unternehmensbilanzen. Wenn KI-Infrastruktur höhere Bewertungschancen verspricht als ein passiver Bitcoin-Bestand, kann selbst ein Treasury-Unternehmen zum Verkäufer werden.