• Krypto im Depot statt Wallet:
    BNP Paribas bringt Bitcoin- und Ethereum-ETNs in das reguläre Wertpapierangebot für französische Privatanleger.
  • Sechs ETNs für Retail-Kunden:
    Die Produkte sind über Standarddepots handelbar und richten sich an Privatanleger, Unternehmer und Private-Banking-Kunden.
  • Exposure mit Emittentenrisiko:
    Anleger halten keine Coins, sondern Schuldverschreibungen und tragen damit das Risiko des Emittenten statt Verwahrungsrisiken.
  • Teil einer größeren Krypto-Strategie:
    Nach digitaler Staatsanleihe, Canton-Engagement und 135 Millionen US-Dollar Investment baut BNP ihre Tokenisierungs-Offensive weiter aus.
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Krypto landet im Standarddepot

Für französische Anleger wird Krypto ab sofort Teil des regulären Börsenangebots. BNP Paribas erweitert sein Portfolio ab Montag um börsengehandelte Schuldverschreibungen, die an Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) gekoppelt sind.

Für Privatanleger bedeutet das vor allem eins: Exposure auf die großen Krypto Assets, ohne Coins selbst zu kaufen oder zu verwahren, sondern über das gewohnte Depot-Setup einer Universalbank.

BNP Paribas gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass ab sofort auch Krypto-Assets für Privatanleger zugänglich sein werden
BNP Paribas gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass ab sofort auch Krypto-Assets für Privatanleger zugänglich sein werden. Quelle: BNP Paribas

Sechs ETNs auf Bitcoin und Ethereum

Konkret geht es um sechs Krypto-ETNs, die an die Preisentwicklung von Bitcoin und Ethereum indexiert sind. Die Produkte sollen ab kommender Woche verfügbar sein und über reguläre Wertpapierkonten handelbar werden.

Laut Unternehmensmitteilung richtet sich das Angebot an Privatanleger, Unternehmer, Private-Banking-Kunden sowie Nutzer der digitalen Plattform Hello bank!. Außerdem ist eine spätere Ausweitung auf Vermögensverwaltungskunden außerhalb Frankreichs vorgesehen.

Krypto-Mechanik: Zugang gegen Emittentenrisiko

ETNs liefern Krypto-Exposure über eine Schuldverschreibung. Anleger halten damit keinen Coin, sondern einen Anspruch gegen den Emittenten, der die Wertentwicklung vertraglich abbildet. Das macht das Produkt für viele Depotkunden operativ simpel, weil Handel, Reporting und Verwahrung über die bestehende Wertpapierinfrastruktur laufen.

Gleichzeitig bleibt der zentrale Trade-off: ETNs tragen ein Emittentenrisiko, bei einer Insolvenz des Emittenten kann Kapital verloren gehen. Genau dieses Profil unterscheidet sie von dem direkten Besitz von Kryptowährungen, bei dem die Verwahrung beim Anleger liegt, aber dafür Wallet- und Schlüsselmanagement notwendig wird.

BNP Paribas und Krypto via Tokenisierung

Die ETNs passen in eine bereits seit Längerem laufende Digital-Asset-Schiene der Gruppe. BNP Paribas arrangierte und platzierte 2024 Sloweniens erste digitale Staatsanleihe und damit die erste Emission einer blockchainbasierten Staatsanleihe in der Europäischen Union.

Im September des Vorjahres traten BNP Paribas und HSBC der Canton Foundation bei, die die Canton Network Governance für institutionelle Finanzanwendungen und Real-World-Asset-Tokenisierung verantwortet.

Zuvor unterstützte BNP Paribas zudem die 135 Millionen US-Dollar Finanzierungsrunde von Digital Asset, dem Unternehmen hinter Canton.

Zusätzlich brachte BNP Paribas Asset Management eigenen Angaben zufolge zuletzt eine tokenisierte Anteilsklasse eines Geldmarktfonds auf Ethereum heraus, aufbauend auf einer früheren privaten Blockchain-Emission in Luxemburg.

Fazit: Krypto wird zum Bankprodukt

BNP Paribas verpackt Krypto in ein Format, das dem klassischen Wertpapierdenken entspricht. Für Privatanleger sinkt damit die operative Hürde, da Handel, Reporting und Verwahrung über das bestehende Depot laufen. Gleichzeitig entsteht eine Verschiebung im Risikoprofil: Statt technischer Eigenverantwortung tragen Anleger das Emittentenrisiko des ETN.

Entscheidend ist die strukturelle Wirkung. Integrieren große Universalbanken Krypto-Exposure standardisiert in ihre Produktpalette, wird der Zugang weniger zur Technologiefrage und mehr zur Allokationsentscheidung im Portfolio. Krypto wandert damit von der Wallet in die Vermögensverwaltung und wird Teil regulierter Kapitalmarktinfrastruktur.


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