- Klage im Terra-Luna-Fall
Der Abwicklungsadministrator von Terraform wirft Jane Street vor, kurz vor dem UST-Kollaps von nicht-öffentlichen Informationen profitiert zu haben. - Verdacht auf mögliche Insider-Vorteile
Im Fokus stehen Liquiditätsbewegungen am 7. Mai 2022 sowie mutmaßliche Short-Positionen auf UST und Luna in einer kritischen Marktphase. - Jane Street weist Vorwürfe zurück
Das Unternehmen bestreitet die Anschuldigungen und sieht die Verantwortung für den Zusammenbruch ausschließlich beim Terraform-Management. - Debatte über institutionellen Einfluss
Im Zuge der Klage flammt erneut die Diskussion auf, ob große Handelsfirmen strukturellen Einfluss auf die Preisbildung im Kryptomarkt ausüben könnten. - 🔒 Sicherheit geht vor: Deine Krypto gehört dir!
Schütze Bitcoin, ETH & Co. mit einer Ledger-Hardware-Wallet vor Hacks, Betrug und Risiken zentraler Plattformen. 👉 Jetzt Ledger sichern & Bonus-Bitcoin erhalten
Der Kollaps von Terra und seine Folgen
Im Mai 2022 verlor der algorithmische Stablecoin UST seine Bindung an den US-Dollar. Innerhalb weniger Tage entwickelte sich daraus eine Abwärtsspirale, die nicht nur den Terra-Token Luna nahezu wertlos machte, sondern das gesamte Kryptomarktgefüge erschütterte.
UST war nicht klassisch durch Dollarreserven gedeckt. Das System basierte auf einem algorithmischen Mechanismus zwischen UST und Luna. Solange Vertrauen und Nachfrage stabil waren, funktionierte das Modell. Als jedoch große Kapitalbewegungen einsetzten und die Marktstimmung kippte, brach die Konstruktion in sich zusammen.
Die Luna Foundation Guard versuchte noch, mit einer erheblichen Bitcoin-Reserve gegenzusteuern. Die Verkäufe dieser Bestände verstärkten jedoch den Druck auf den Gesamtmarkt. Der Terra-Kollaps war ein zentraler Auslöser des Bärenmarktes 2022 und leitete eine Kettenreaktion ein, die später auch Three Arrows Capital und schließlich FTX erfasste.
Die Vorwürfe gegen Jane Street
Die nun eingereichte Klage wirft Jane Street vor, über enge Kommunikationskanäle Zugang zu sensiblen Informationen aus dem Terraform-Umfeld gehabt zu haben. In der Klageschrift wird behauptet, ein ehemaliger Terraform-Mitarbeiter habe den Austausch zwischen beiden Seiten erleichtert.
Besonders brisant ist der zeitliche Ablauf vom 7. Mai 2022. Terraform zog damals eine erhebliche Menge UST aus einem Liquiditätspool ab. Wenige Minuten später soll eine Wallet, die laut Analysten mit Jane Street in Verbindung gebracht wird, ebenfalls große UST-Beträge aus demselben Pool entnommen haben.
Die Kläger vertreten die Auffassung, dass Jane Street dadurch potenzielles Risiko rechtzeitig reduziert und später von Short-Positionen auf UST und Luna profitiert haben könnte.
Jane Street weist die Vorwürfe entschieden zurück. Ein Sprecher bezeichnete die Klage als unbegründet und erklärte, die Verluste der Anleger seien allein auf das Management von Terraform zurückzuführen. Bis zu einer gerichtlichen Entscheidung gilt die Unschuldsvermutung.
Neue Spekulationen um Bitcoin und ETF-Strukturen
Parallel zur Klage gegen Jane Street kursieren in sozialen Netzwerken weitere Vorwürfe. Einige Stimmen behaupten, große Handelsfirmen könnten über ETF-Mechanismen und Derivatestrukturen systematisch Einfluss auf die Preisbildung von Bitcoin nehmen.
Als Indiz wird unter anderem auf erhöhte Volatilität nach US-Börsenöffnung verwiesen. Doch die Vereinigten Staaten stellen den größten und liquidesten Kapitalmarkt der Welt. Dass sich Preisbewegungen rund um den Handelsstart verstärken, ist marktmechanisch plausibel und kein Beleg für gezielte Manipulation.
Zudem zeigen regulatorische Meldungen, dass Jane Street selbst signifikante Bitcoin-ETF-Positionen hält. Auch wenn solche Einreichungen kein vollständiges Bild aller Strategien liefern, widerspricht ein umfangreiches Long-Exposure der Annahme, ein Unternehmen habe ein grundsätzliches Interesse an dauerhaft fallenden Kursen.
Bitcoin-Manipulation aufgeflogen? - Die Antwort wird dir die Augen öffnen!