MicroStrategy will mehr Bitcoin. Nicht nur regelmäßig für 15 Mio. USD. Nicht nur für 500 Mio. USD durch die erneute Herausgabe von Schuldverschreibungen. Sondern auch durch den Verkauf von eigenen Aktien (Tickersymbol: MSTR) im Wert von 1 Mrd. USD. CEO Michael Saylor scheint nicht nur überzeugt von BTC, sondern geht All-in.

Als MicroStrategy im August 2020 ankündigte, dass die Rücklagenbildung der Aktiengesellschaft künftig auf Bitcoin (BTC) beruhen werde, löste dies einen verständlichen Hype aus. Bitcoin Standard bei der Rücklagenbildung börsennotierter Unternehmen klingt aber auch einfach nur gut. Dass CEO Michael Saylor (ehemals BTC-Skeptiker) aber mehr oder minder All-in gehen würde, das vermuteten damals zumindest wohl nur die Wenigsten.

Doch genau das passiert! Nachdem MicroStrategy abermals Schuldverschreibungen für insgesamt 500 Mio. USD herausgegeben hatte, sollen nun Unternehmensaktien im Wert von 1 Mrd. USD veräußert werden. Natürlich für die Akkumulation von mehr Bitcoin. Wenngleich nicht „All-in“, empfiehlt aber auch der Wall Street Veteran Paul Tudor Jones mehr BTC fürs eigene Portfolio. Er will deshalb mit gutem Beispiel vorangehen und 5 % seines Portfolios investieren.

MicroStrategy will eine weitere Milliarde USD in Bitcoin investieren

MicroStrategy und CEO Michael Saylor stehen hinter Bitcoin. Und die Aktiengesellschaft steht zu ihrem Wort. Das sahen wir zuletzt am regelmäßigen Dollar Cost Averaging (DCA) in Höhe von 15 Mio. USD und der erneuten Herausgabe von Schuldverschreibungen in Höhe von insgesamt 500 Mio. USD. In beiden Fällen wurde und soll mehr Bitcoin erworben werden. Doch die Aussicht auf insgesamt rund 100.000 BTC ist Michael Saylor nicht genug. Er will mehr, viel mehr!

Doch für mehr und mehr BTC braucht es auch mehr und mehr Kapital. Deswegen greift MicroStrategy jetzt zur Veräußerung von eigenen Aktien (Tickersymbol: MSTR) im Gegenwert von 1 Mrd. USD. Das könnte zwar dem Aktienkurs des Unternehmens zunächst nicht so gut bekommen, doch am Ende bewies Michael Saylor den Investoren in seinem Unternehmen, dass der Aktienkurs durch die Akkumulation von Bitcoin in der Vergangenheit stark ansteigen konnte.

Quelle: Tradingview

Ob dieser Effekt wieder eintritt? Vermutlich schon. Denn durch mehr und mehr BTC korreliert der Preis der MSTR-Aktien auch immer mehr mit dem Bitcoin Kurs. Das ist schön zu sehen am Verlauf des Aktienkurses von MicroStrategy (in Blau) im Vergleich zum Verlauf des Preises der ersten und größten dezentralen Kryptowährung der Welt (in Orange).

Lesetipp: Bitcoin On-Chain Analyse: Glassnode Report KW 24/2021

Auch Wall Street Veteran Paul Tudor Jones ist bullisch

Neben MicroStrategy ist auch Wall Street Veteran Paul Tudor Jones bullisch auf Bitcoin. Der milliardenschwere Investor sieht BTC als Inflationsschutz und Diversifizierer für Portfolios. Er selbst würde dabei 5 % seines Portfolios in die größte Kryptowährung investieren.

Ich möchte 5 % in Gold, 5 % in Bitcoin, 5 % in Cash und 5 % in Rohstoffe.

80 % seines Portfolios würde Paul Tudor Jones gegenwärtig aber zurückhalten und abwarten, was die US-amerikanische Zentralbank Federal Reserve (Fed) mache. Denn deren Aktionen wären maßgeblich für die weiteren Aussichten in den USA, u.a. auch die Inflation.

Bitcoin Kurs in der Erholung? News-Sentiment dreht schon mal

Für den Bitcoin Kurs bricht eine neue Welle an positiven Nachrichten an, nachdem zuletzt negative Schlagzeilen die Krypto-Medienlandschaft beherrscht hatten. Zum Zeitpunkt dieses Artikels befand sich der BTC Preis bei rund 40.000 USD und damit in einer größeren Widerstandszone von ca. 39.550 bis etwa 43.000 USD. Ein bullischer Ausbruch über diese Preiszone würde eine Fortsetzung auf 45.000 bis 50.000 USD nach sich ziehen können.