Bereits Ende Februar bestätigte IOHK, also das Entwicklungsunternehmen hinter Cardano, dass der geplante Startschuss für die Ära Goguen mit dem Update „Mary“ zum 01. März 2021 kommen soll. Eine gute Gelegenheit also, sich die Chancen und Risiken von Cardano und ADA nochmal näher anzusehen.

Afrikastrategie, Kooperationen mit zahllosen, potenziellen Partnern und jetzt auch noch DeFi. Es ist relativ schnell ersichtlich, warum Cardano (ADA) jüngst viel Aufmerksamkeit in der Krypto-Medienlandschaft und sozialen Medien bekommt. Das neue Allzeithoch bei ADA vom 27. Februar 2021 bei 1,48 USDT kommt hier noch als „Sahnehäubchen“ hinzu.

Während an allen Ecken und Enden also vom Wettbewerb rundum DeFi und den „Ethereum Killern“ namens Polkadot und Binance Smart Chain gesprochen wird, haben wir mal nachgesehen, was Cardano von anderen Projekten abhebt. Aber eben auch, wo die Risiken liegen. Denn das bietet sich zum Startschuss von Goguen am heutigen 01. März 2021 an.

Mary-Update legt Grundstein für Ära Goguen

Der 01. März 2021 wird ein Tag der Geschichte und des Meilensteins für Cardano (ADA). Denn wie IOHK schon am 24. Februar via Twitter bekannt gegeben hatte, wird der Grundstein für die Ära Goguen mit dem Update Mary am heutigen Tag gelegt werden.

Wir werden den Vorschlag für das Mary-Update auf dem Mainnet bald vorlegen und sind bereit eine Hardfork am Übergang zu Epoche 251 am 01. März 2021 um 21:44 UTC durchzuführen.

Das Mary-Update legt dabei weitere, wichtige Grundsteine für die dritte Ära bei Cardano, genannt Goguen. Mit Mary soll dann bereits die Multi-Asset-Funktionalität mit weiteren interessanten Änderungen kommen. Startschuss für Decentralized Finance (DeFi) auf Cardano und für neue Chancen und Risiken.

Cardano: Skalierung, Interoperabilität und Nachhaltigkeit?

Wie aus dem obigen Tweet hervorgeht, startet mit der Ära Goguen nun also die dritte von insgesamt fünf Phasen, welche Cardano als Ganzes weiterentwickeln soll. Mit den Toren zu DeFi offen, gelingt IOHK somit der Zugriff auf einen Sektor mit massivem Wachstumszahlen und ebenfalls massiven Wachstumspotenzial. Das alleine schon könnte eine große Chance für Cardano sein.

Die Skalierungsprobleme von Ethereum (ETH) umgeht Cardano dabei mit einem soliden und schnellen Netzwerk, welches scheinbar problemlos die Transaktionen pro Sekunde weiter nach oben skalieren könnte. Dabei ist Cardano, laut IOHK, ebenso interoperabel wie manch andere Netzwerke und vor allem nachhaltig in seiner Gesamtperformance.

Das sind aber bisweilen alles nur Aussagen. Die Netzwerklast von ETH beispielsweise ist auf den „Wettbewerbern“ bisweilen nicht gegeben. Wir wissen also nur theoretisch, wie sich andere Netzwerke im Vergleich zu ETH verhalten könnten, würde die Netzwerklast entsprechend gleich ausfallen. Selbiges gilt für die Zunahme der Transaktionsgebühren.

Afrika, DeFi, Partner, die Vereinten Nationen und Zentralbanken

In Sachen Adoption und Anwendbarkeit scheint IOHK in Afrika eine Nische gefunden zu haben. Der afrikanische Kryptomarkt ist bereits groß und tendenziell wachsend. Eine gute Gelegenheit also, sich auf diesem Kontinent zu etablieren.

Bei der Afrikastrategie für Cardano geht es u.a. um Kooperationen mit Zentralbanken bzgl. Central Bank Digital Currency (CBDC), als auch um die Adoption von ADA in einem aufstrebenden Kryptomarkt.

Aber das ist bei Weitem nicht alles. Laut IOHK sollen zahllose, potenzielle (und kommerzielle) Partner mehr oder minder bereits in der Warteschlange stehen. Hinzu kommen bestätigte Partnerschaften, u.a. sogar mit den Vereinten Nationen (UN).

Weiterhin gaben bereits DeFi-Projekte an, dass sie zu Cardano migrieren werden. Sowohl von Ethereum, als auch von Polkadot. Es handelt sich dabei zwar nicht um die etablierten Protokolle, aber die migrierenden Projekte müssen ja scheinbar auf Cardano entsprechende Vorteile gegenüber Ethereum und Polkadot sehen.

Die großen Herausforderungen für Cardano

Wo viele Chancen zu finden sind, warten auch Risiken. Und in Bezug auf Cardano (ADA) ist hier zunächst die vergleichsweise langsame Entwicklung zu nennen. IOHK setzt auf Qualität und Sicherheit bei Weiterentwicklungen, ohne dabei die eigene Zeitplanung als in Stein gemeißelt zu erachten. Das bedeutet aber auch, dass größere Upgrades sitzen müssen.

Denn Cardano (und auch ADA) sind von der Teilnahme durch die Community rundum das Projekt abhängig. Mehr sogar, als manch andere Projekte. Deswegen ist IOHK gut geraten die Sichtbarkeit von Cardano und ADA auszubauen. Denn die Erwartungen der Community in diesen kritischen Zeiten nicht zu erfüllen, könnte fatale Folgen haben.

Lesetipp: Cardano Prognose 2021: Welches Kurs Potenzial hat ADA?

Schlusswort: 2021, das Jahr von Cardano?

Cardano ist ein durchaus etabliertes Projekt und ADA eine durchaus etablierte Kryptowährung. Die Zukunftspläne von IOHK sehen dabei positiv aus, sofern den vielen Ankündigungen und Worten auch Taten folgen. Sollte all das tatsächlich eintreten und die Erwartungen der Community erfüllt werden, steht Cardano (ADA) eine prächtige Zeit bevor.

Prächtig genug, um sich gegen Ethereum, Polkadot und die Binance Smart Chain durchzusetzen? Nichts ist unmöglich, aber in gesunden Branchen können Konkurrenten durchaus koexistieren. Cardano muss also nicht den Platz irgendeines anderen Projektes einnehmen, um als erfolgreich zu gelten.