FTX-Hack: Zusammenfassung

  • FTX wird laut eigenen Aussagen Opfer eines Hacks. Verschiedene Kryptos im Wert von rund 600 Millionen US-Dollar verschwinden aus den Wallets von FTX und FTX.US.
  • Betroffen sind vor allem die Smart Contract Plattformen Ethereum, Avalanche, BNB und Solana. Verschiedenste Token verschwinden.
  • FTX warnt ausdrücklich vor der Nutzung sämtlicher seiner Dienste. Nutzer könnten durch Schadsoftware weitere Verluste erleiden.
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FTX-Hack: Weitere 600 Millionen US-Dollar fließen ab

Das Drama um die vormals zweitgrößte Krypto-Börse nimmt kein Ende. Der FTX-Hack sorgt für weitere 600 Millionen US-Dollar Schaden, wie aus Blockchain-Daten hervorgeht. Im offiziellen Telegram-Kanal warnt das Unternehmen inzwischen vor der Nutzung seiner eigenen Dienste.

FTX ist gehackt worden. FTX-Anwendungen sind Malware. Löscht sie. (...) Geht nicht auf die FTX-Website, da dort Trojaner heruntergeladen werden könnten.

Durch den Hack seien sowohl die App als auch der Zugang zur Webseite der Handelsplattform möglicherweise infiziert. Um weitere Schäden zu vermeiden, sollen Nutzer darauf verzichten, sich einzuloggen oder die App zu aktualisieren.

Nach Konflikten mit Konkurrent Binance ging FTX bankrott. Dass auf dieses Debakel nun auch noch ein Hack folgen soll, wirft in der Szene Fragen auf. Justiziar Ryne Miller bestätigt auf Twitter, dass es zu Unregelmäßigkeiten bei den Wallets des Unternehmens kommt.

Miller war es auch, der gestern frühzeitig Informationen über die Anmeldung eines offiziellen Insolvenzverfahrens durch FTX verbreitete. Über 130 Firmen der FTX Group sind betroffen. Gleichzeitig tritt der Gründer Sam Bankman-Fried von seinem Posten als Geschäftsführer zurück.

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Blockchain-Analysten vermuten aktuell, dass durch den augenscheinlichen Hack rund 600 Millionen US-Dollar entwendet werden konnten. Miller gab zwar bekannt, dass FTX in Hot Wallets befindliche Anlegen in Cold Storage verschoben habe, offenbar sind diese Tätigkeiten jedoch nicht mit dem sogenannten Hack deckungsgleich.
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Welche Anlagen sind vom FTX-Hack betroffen?

Sowohl FTX als auch FTX.US wurden massiv Kryptowährungen entwendet. Letzteres Unternehmen dient als Zweig für US-amerikanische Kunden. Dort muss die Krypto-Börse besondere gesetzliche Vorgaben beachten.

Das ungewöhnliche Ereignis befeuert die Gerüchteküche. Die Krypto-Szene stellt aktuell die unterschiedlichsten Vermutungen zu den Hintergründen auf. Einige Personen glauben an den absichtlichen Diebstahl eines aktiven oder ehemaligen Mitarbeiters, der über den direkten Zugang zu den Anlagen verfügt.

FTX Hack Details
Die durch den FTX-Hack betroffenen Coins, Ziel-Wallets und die Anzahl der Kryptos.
Mehrere Kryptos sind betroffen. Aktuell zeichnet sich ein Schwerpunkt bei DeFi-Blockchains ab. So verschwinden etwa Coins der Smart Contract Plattform Ethereum sowie unzählige ERC-20 Token wie Tether, LINK, SHIB, Wrapped Bitcoin oder UNI.

Betroffen sind außerdem die BNB-Chain, Avalanche und Solana. Auch hier verschwinden unterschiedliche Token, wie aus Analysen seitens SlowMist hervorgeht.

Um seine Spuren zu verwischen, kam es bereits zu mehreren Chain-Hops. Der Verantwortliche tauschte die verschiedenen Token hauptsächlich in Ether und DAI um. Auch Polygon verwendet er.

Als Werkzeug dienen die Plattformen 1inch, Curve Finance, CoWSwap, Pancake Swap, Multichain, Stargate Finance und KyberSwap.

Tether friert erneut Token ein

Im Zuge von Ermittlungen kontaktierten Strafbehörden der Bahamas und USA Tether und ließen USDT im Besitz von FTX einfrieren. Erneut reagiert der Herausgeber des größten Stablecoins geschwind und kann die entwendeten USDT auf der Avalanche- und Solana-Blockchain einfrieren.

Weitere 33.184,98 Pax Gold auf Ethereum könnten technisch von Herausgeber Paxos eingefroren werden. Laut SlowMist kam es dazu bislang nicht.

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