• Durchschnitt statt Index entscheidet:
    Laut Michael Ippolito notiert der durchschnittliche Coin nur leicht über 2020 und rund 50 Prozent unter 2021, die meisten Token liegen etwa 80 Prozent unter ihren Hochs.
  • Konzentration statt Breite:
    Bitcoin und Ethereum stabilisieren die Gesamtmarktkapitalisierung, während der Großteil des Marktes strukturell an Wert verliert.
  • Fehlendes Value Capture:
    Steigende Protokollumsätze führen nicht automatisch zu höheren Tokenpreisen, wenn kein direkter Preismechanismus für Halter existiert.
  • 80 Prozent unter TGE:
    Laut DWF Labs handeln über 80 Prozent der Projekte unter ihrem Launch-Preis, typische Verluste liegen bei 50 bis 70 Prozent binnen drei Monaten.
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Krypto unter Druck

Der Gesamtmarkt kann in der Welt der Kryptowährungen stabil aussehen, obwohl viele Einzelcharts im Minus feststecken. Der Grund ist banal: Indizes und Gesamtmarktkapitalisierung werden von wenigen großen Assets wie Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) dominiert, während daneben ständig neue Token entstehen.

In einer Serie von X-Posts beschreibt Michael Ippolito, Mitgründer von Blockworks, genau dieses Auseinanderlaufen als strukturelles Problem, weil das stetig wachsende Token-Universum um nahezu dieselben Liquiditätsreserven konkurriert. Trotzdem bleibt die gesamte Marktkapitalisierung laut ihm insgesamt relativ stark.

Die Anzahl der Token auf dem Markt stieg seit Januar 2025 deutlich an, während die Marktkapitalisierung aktuell sogar eher fällt
Die Anzahl der Token auf dem Markt stieg seit Januar 2025 deutlich an, während die Marktkapitalisierung aktuell sogar eher fällt. Quelle: X/@MikeIppolito

Der Median bricht ein

Ippolito schaut allerdings nicht auf die Marktkapitalisierung, sondern auf den Durchschnitt. Und genau dort wird es laut ihm unangenehm. „Der durchschnittliche Coin liegt nur leicht über dem Niveau von 2020 und rund 50 Prozent unter 2021“. Gleichzeitig notierten die meisten Token rund 80 Prozent unter ihren Hochs.

Das heißt konkret: Das Kapital ist nicht verschwunden, es hat sich konzentriert. Ein paar große Assets stabilisieren die Gesamtbewertung, während die Breite des Marktes strukturell abschmiert. Wenn immer neue Token gelistet werden, aber die Gesamtmarktkapitalisierung nicht proportional wächst, sinkt der rechnerische Wert pro Asset.

Verwässerung sei hier keine Metapher, sondern Mathematik.

Krypto und die verlorene Korrelation

Das zentrale Problem liege laut Ippolito im fehlenden Value Capture, denn Protokoll-Revenue sei nicht automatisch Token-Revenue. Selbst wenn Gebühreneinnahmen steigen, bedeute das nicht, dass Tokenhalter ökonomisch profitieren.

Durchschnittliche Protokollumsätze steigen phasenweise deutlich an, doch die durchschnittlichen Token-Preisrenditen folgen nicht im gleichen Maß
Durchschnittliche Protokollumsätze steigen phasenweise deutlich an, doch die durchschnittlichen Token-Preisrenditen folgen nicht im gleichen Maß. Quelle: X/@MikeIppolito

Wenn Gebühren nicht an Tokenhalter weitergeleitet würden, keine Rückkäufe stattfänden oder das Angebot nicht aktiv reduziert werde, bleibe Umsatz eine operative Kennzahl ohne direkten Preismechanismus.

Genau hier sieht Ippolito die strukturelle Schwäche vieler Modelle. Die Verbindung zwischen Nutzung und Bewertung sei schwächer geworden und das sei ein "existenzielles Problem für die ganze Industrie".

Dauerangebot statt Nachfrageimpuls im Kryptobereich

Auch auf der Angebotsseite zeichnet sich ein klares Muster ab. Eine Auswertung von DWF Labs zeigt, dass über 80 Prozent der Projekte unter ihrem Token Generation Event (TGE) Preis handeln. Typisch sind demnach Verluste von 50 bis 70 Prozent innerhalb von rund drei Monaten.

Laut des Berichts erreichen viele Token ihren Höchststand im ersten Monat nach dem Start und geraten anschließend unter anhaltenden Verkaufsdruck. Als zentrale Faktoren nennt die Auswertung Crypto Airdrops sowie Token Unlocks früher Investoren, die das zirkulierende Angebot ausweiten.

Dieses Muster beschreibt DWF als strukturell und nicht nur zyklisch. Auch bei Projekten mit aktiven Produkten bleibt der Preisdruck bestehen, wenn zusätzliche Token in den Umlauf gelangen.

Fazit: Krypto-Angebot entscheidet

Die Daten zeigen klar: Nicht Wachstum allein treibt Krypto, sondern die Struktur dahinter. Wenn neue Token schneller emittiert werden als Kapital nachfließt, verwässert sich die Rendite zwangsläufig.

Ippolitos Hinweis auf die schwache Durchschnittsperformance und die DWF-Zahlen zu TGE-Verlusten führen zur gleichen Schlussfolgerung: Angebot und Unlock-Dynamik sind aktuell wichtiger als Narrative. Wer Token bewertet, muss Emissionsrate, Umlaufmenge und Value-Capture-Mechanik genauso ernst nehmen wie Umsatz oder Nutzerzahlen.


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