Polkadot (DOT) wird mehr und mehr zum aufsteigenden Stern am Krypto-Himmel. Der Preis von DOT zeigte dabei zuletzt erneut technische Stärke, während die dApp Entwicklungsplattform mit mehr und mehr Funktionalität, Skalierbarkeit und Interoperabilität glänzen kann.

Polkadot entstand bereits 2016, während das Mainnet erst 2020 an den Start ging. An sich war es bisweilen eher ruhig um das Blockchain Netzwerk und der zugehörigen Kryptowährung. Doch der Preis von DOT zeigte zuletzt technische Stärke und das Netzwerk scheint nun eine echte Konkurrenz für Ethereum (ETH) zu werden. Kein Wunder, denn initial wurde das Projekt durch Gavin Wood geleitet. Wood ist seines Zeichens einer der Mitgründer von Ethereum.

Ethereum vs. Polkadot – Token Sale spült frisches Geld in die Kassen

Polkadot ist an sich ein Blockchain Protokoll, das für Interoperabilität steht. Das Argument für Polkadot ist dabei, dass angeblich die Probleme bei der Skalierbarkeit und Interoperabilität von Ethereum selbst gelöst wurden. Bisweilen konnten diese Probleme in der Tat von Ethereum selbst nicht gelöst werden. Ein weiterer Lösungsversuch und die Hoffnung eines Großteils der Ethereum Community ist Ethereum 2.0. Zudem kam es zuletzt zu einer Funding-Runde durch den Verkauf des nativen Tokens DOT mit dem Ergebnis von 43,7 Mio. USD für Polkadot.

Der Verkauf fand dabei vom 24. Juli bis 27. Juli 2020 statt. Teilgenommen hatten mehrere Investoren, welche insgesamt 3.982 BTC in 1.059 Transaktionen investierten. Der Token DOT wurde beim Verkauf zu 125 USD angeboten.

Gegen Polkadot spricht der Kampf David gegen Goliath. Ethereum befindet sich mit mehreren anderen Netzwerken im Wettbewerb, doch beherrscht wie kein zweites Netzwerk den Markt rund um Smart Contracts und DeFi. Ohne Ethereum gäbe es viele dezentralisierte Apps (dApps) gar nicht und die meisten DeFi-Token auch nicht. Denn die überwiegende Mehrheit setzt dabei auf den ERC20 Tokenstandart. Keine andere dApp Entwicklungsplattform kann so viele Teilnehmer aufweisen, wie Ethereum. Und mit der steigenden Anzahl an immer neuen DeFi-Token scheint es fast so, als wäre diese Position unanfechtbar.

Technische Stärke von Polkadot (DOT)

Polkadot gewann also durch den Tokenverkauf neuen Aufwind und vor allem Kapital. Die Nachfrage kann dabei als solide eingeschätzt werden. Auch scheint das Netzwerk als Entwicklungsplattform an Fahrt aufzunehmen. Die offizielle Webseite listet jedenfalls über 40 Projekte, die auf Polkadot setzen.

Darunter auch bekannte Namen wie z.B. Chainlink (LINK), Ocean Protocol (OCEAN), und 0x Protocol (ZRX). Zudem zeigte das DOT/USDT Währungspaar zuletzt Stärke. Zu einer sich positiv entwickelnden fundamentalen Situation gesellt sich nun also ein entsprechend bullisch verlaufender Preis.

Wir im 1-Stunden-Chart sehen können entwickelte sich der Preis seit dem Listing bei der Kryptobörse Binance positiv und fand am 23. August 2020 sein vorläufiges Hoch bei 4,55 USDT. Dies entspricht einem Anstieg von über 100 % binnen weniger Tage. Seither ging es für den Preis von DOT zwar bis auf zeitweise 3,70 USDT runter, allerdings konnte sich der Preisverlauf erholen. Zum Zeitpunkt dieses Artikels wurde DOT bei über 4 USDT gehandelt.

Schwindendes Momentum im Kurs?

Polkadot konnte sich mit der positiven fundamentalen Situation und der technischen Stärke nun auch einen Platz unter den Top 10 der größten Kryptowährungen gemessen an der Marktkapitalisierung sichern. Laut CoinGecko befindet sich das Projekt demnach auf Platz 9, direkt vor Bitcoin SV und hinter Cardano. Krypto-Trader auf Twitter merken derweilen an, dass DOT eventuell schwindendem Momentum entgegensieht.

Den Kurs nochmals genauer betrachtet sehen wir, dass der Preis eine Unterstützung bei knapp über 4 und bei 3,80 USDT aufgebaut hat. Dies sind Kursmarken, an welchen Käufer (Bullen) gerne nach Einstiegspunkten in eine Handelsposition suchen oder aber bereits sog. Limit Orders gesetzt haben. Solange der Preis oberhalb dieser Linien verläuft, gilt DOT weiterhin als bullisch. Ein Fall unter diese Preisniveaus könnte eine Korrekturbewegung hervorrufen, also nach unten verlaufende Preisbewegungen.

Disclaimer: An dieser Stelle sei erwähnt, dass sämtliche, gemachte Angaben ausdrückliche keine Finanzberatung oder Ermutigung zu irgendwelchen Investitionen darstellen. Vor dem Kauf von Kryptowährungen bzw. der Eröffnung von Handelspositionen ist immer eigene Recherche zu betreiben. Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein hohes Verlustrisiko und es sollte daher nie mehr Kapital eingesetzt werden, als beim Verlust verschmerzt werden kann.

Fazit – Polkadot stellt sich auf

Zusammengefasst können wir festhalten, dass der jüngste Token Sale, gepaart mit der aktuellen Chart-Situation durchaus gut bei Polkadot und seinen Investoren ankam. Auch die Verwässerung der Tokens um den Faktor 100 lässt die Preise der DOTs nun deutlich attraktiver erscheinen.

Die Kassen sind also gefüllt und Polkadot stellt sich weiter auf, das Thema Interoperabilität von Blockchains voranzutreiben. Immer mehr Projekte schließen sich diesem Vorhaben an und zeigen eine mögliche Zukunft der Krypto-Welt. Der Weg ist allerdings noch sehr weit.

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[Bildquelle: Shutterstock]