- Tom Lee sieht keinen Krypto-Winter:
Der Fundstrat-Stratege bewertet den rund 50-prozentigen Rückgang von Bitcoin nicht als strukturellen Crash, sondern als makrogetriebenen Sturm. - Handelszölle belasten Risikoassets:
Die erneute Eskalation der US-Zollpolitik sorgte für Kapitalabflüsse aus Aktien und Kryptowährungen, während Gold und Silber stark zulegten. - Makro statt Netzwerk-Schwäche:
Laut Lee liegen die Ursachen im geopolitischen Umfeld und nicht in fundamentalen Problemen der Blockchain-Netzwerke. - Zinssenkungen als möglicher Impulsgeber:
Sollte die wirtschaftliche Dynamik nachlassen, könnte eine lockerere Geldpolitik das Umfeld für Bitcoin und Krypto wieder verbessern. - Jetzt in Bitcoin und Edelmetalle investieren:
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Bitcoin-Kurs im Rücksetzer: Lee sieht Chance
Der Krypto-Markt steht nach wie vor unter Druck. Bitcoin notiert derzeit bei 63.000 US-Dollar, der Gesamtmarkt verlor innerhalb von 24 Stunden mehr als 100 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung. Während viele bereits von einem neuen Krypto-Winter sprechen, widerspricht Fundstrat-Stratege Tom Lee deutlich. Für ihn handelt es sich nicht um einen strukturellen Einbruch, sondern um einen makroökonomischen Sturm.

Handelszölle erschüttern Risikoassets
Auslöser der jüngsten Turbulenzen war eine Entscheidung des Supreme Court of the United States, der einen Großteil der Notfallzölle von Donald Trump aufgehoben hatte. Die erste Marktreaktion fiel positiv aus, da Investoren eine Begrenzung exekutiver Macht begrüßten und mit mehr Stabilität rechneten.
Doch die Erleichterung hielt nur kurz. Trump reagierte mit alternativen Zöllen nach Abschnitt 122 des Handelsgesetzes und erhöhte diese auf 15 %. Die Folge war eine erneute Flucht aus Risikoassets. Technologieaktien, Wachstumswerte und Kryptowährungen gerieten unter Druck, während sichere Anlagen deutlich zulegten.
🚨Trump raises new global tariffs to 15% from 10% after the Supreme Court overturned his prior tariffs.
— Jesse Cohen (@JesseCohenInv) February 21, 2026
Monday morning selloff? pic.twitter.com/HPKTBLzCes
Gold überschritt die Marke von 5.200 US-Dollar pro Unze, Silber näherte sich 88 US-Dollar. Kapital floss sichtbar in Edelmetalle, während der Bitcoin-Kurs und der Kryptomarkt abgaben. Für Lee ist diese Entwicklung jedoch kein spezifisches Krypto-Problem, sondern Ausdruck einer generellen Risiko-Reduktion.
„Kein Winter, sondern ein Sturm“
In einem Interview bei CNBC erklärte Lee, dass der rund 50-% Rückgang vom Allzeithoch nicht als struktureller Kollaps gewertet werden dürfe. Historisch habe Bitcoin bereits siebenmal etwa 50 % verloren. In einigen Fällen folgten schwere Bärenmärkte, doch die aktuelle Dynamik unterscheide sich deutlich.
Statt eines plötzlichen Einbruchs sieht Lee ein langsames, psychologisch belastendes Abwärtsdrücken. Die letzte Hochphase sei nicht von übertriebener Euphorie geprägt gewesen. Deshalb fehle auch die klassische Überhitzung, die oft in steile 70-Prozent-Abstürze mündet. Der Markt durchlaufe eher einen typischen Bärenmarkt-Blues als eine systemische Krise.
Während kurzfristig Kapital in Gold und Silber fließt, verweist Lee auf strukturelle Fortschritte im Kryptosektor. Die täglichen Transaktionen im Ethereum Netzwerk wachsen weiter, die Tokenisierung realer Vermögenswerte nimmt zu, und auch institutionelles Interesse an der Wall Street bleibt bestehen.
Nach seiner Einschätzung leidet Krypto derzeit vor allem darunter, dass Edelmetalle attraktiver erscheinen. Wer kurzfristig Hebel und schnelle Bewegungen sucht, weiche derzeit auf Gold und Silber aus. Das bedeute jedoch nicht, dass die Blockchain-Netzwerke strukturelle Schwächen zeigen.
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Fazit zum aktuellen Bitcoin-Kurs
Der jüngste Rückgang im Bitcoin-Kurs ist laut Tom Lee kein struktureller Zusammenbruch, sondern eine Reaktion auf geopolitische und handelspolitische Schocks. Die Kapitalströme in Gold und Silber spiegeln Risikoaversion wider, nicht zwingend ein Versagen der Blockchain-Technologie.
Ob sich diese Phase als klassische Zwischenkorrektur oder als längere Schwächeperiode erweist, hängt maßgeblich vom makroökonomischen Umfeld ab. Für Lee steht jedoch fest: Die grundlegenden Wachstumstreiber im Kryptomarkt bleiben bestehen. Wer vergangene Zyklen kennt, sieht im aktuellen Sturm eher eine Belastungsprobe als einen Winter.
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