• Miner verkaufen so viel wie seit 9 Monaten nicht mehr:
    Zwischen dem 11. und 23. August liquidierten Bitcoin-Miner 4.207 BTC im Wert von rund 485 Mio. US-Dollar. Ihre Reserven belaufen sich nun auf 63.736 BTC im Gegenwert von 7,1 Mrd. US-Dollar.
  • Profitabilität unter Druck, Fundamentaldaten stark:
    Trotz eines 18-%-Kursanstiegs in den letzten 9 Monaten ist die Miner-Profitabilität um 10 % gesunken. Gleichzeitig liegt die Hashrate mit 960 Mio. TH/s nahe einem Allzeithoch, was die Stabilität des Netzwerks unterstreicht.
  • Strategische Verkäufe statt Notverkäufe:
    Daten deuten darauf hin, dass Miner vor allem Gewinne realisieren und Liquidität sichern. Selbst ältere Geräte wie Bitmains S19 XP bleiben bei Strompreisen von 0,09 US$/kWh profitabel. Von einer strukturellen Krise kann keine Rede sein.
  • KI als Konkurrenz und Diversifikation:
    Unternehmen wie TeraWulf, Iren und Hive investieren massiv in KI-Infrastruktur. Der Sektor zieht Kapital ab, eröffnet Minern aber auch neue Einnahmequellen, was mittelfristig Druck von Bitcoin-Verkäufen nehmen könnte.
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Bitcoin-Kurs fällt unter 110.000 US-Dollar: Miner liquidieren Millionen

Der Bitcoin-Kurs ist in dieser Woche erneut unter Druck geraten. Zwischenzeitlich fiel er unter die Marke von 110.000 US-Dollar, bevor eine leichte Erholung einsetzte und Bitcoin am Donnerstag wieder über 112.000 US-Dollar notierte. Die Unsicherheit bleibt jedoch hoch, da Miner in den vergangenen Tagen in großem Stil Bitcoin verkauft haben.

Bitcoin-Kurs der letzten 7 Tage auf Coinmarketcap
Bitcoin-Kurs der letzten 7 Tage auf Coinmarketcap

Miner-Verkäufe sorgen für Diskussionen

Laut Daten von Glassnode liquidierten Bitcoin-Miner in den zwölf Tagen bis zum 23. August rund 4.207 BTC im Gegenwert von etwa 485 Millionen US-Dollar. Damit verkauften sie so viel wie seit neun Monaten nicht mehr. Zuvor hatten Miner zwischen April und Juli noch rund 6.675 BTC zu ihren Reserven hinzugefügt. Diese Reserven belaufen sich aktuell auf 63.736 BTC, im Wert von mehr als 7,1 Milliarden US-Dollar.

Bitcoin-Miner liquidieren viele Bestände
Bitcoin-Miner liquidieren viele Bestände

Für Beobachter ist entscheidend, ob es sich bei den Verkäufen um eine Standard-Gewinnmitnahme handelt oder ob ein tieferliegendes Problem besteht. Miner stehen traditionell unter Druck, wenn On-Chain Aktivitäten und hohe Stromkosten die Margen belasten. Laut HashRateIndex ist die Profitabilität der Branche im letzten Jahr trotz eines 18-prozentigen Kursanstiegs um 10 % zurückgegangen.

Liquiditätssaldo der Bitcoin-Miner, BTC. Quelle: Glassnode
Liquiditätssaldo der Bitcoin-Miner, BTC. Quelle: Glassnod

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Fundamentale Daten zeigen Stabilität

Trotz der Verkäufe bleiben die fundamentalen Daten des Netzwerks stabil. Die Hashrate liegt mit 960 Millionen TH/s nahe einem Allzeithoch und ist allein in den letzten drei Monaten um 7 % gestiegen.

Auch der Hashprice Index, der die Einnahmen der Miner misst, zeigt sich trotz Rückgang von 59 PH/s auf aktuell 54 PH/s im Vergleich zu März deutlich erholt. Selbst ältere Mining-Hardware wie die Bitmain S19 XP-Geräte bleibt bei Strompreisen von 0,09 US-Dollar/kWh profitabel. Das deutet darauf hin, dass Miner nicht unter unmittelbarem Stress stehen, sondern eher taktisch verkaufen, um Liquidität zu sichern.

Bitcoin-Hashrate-Preisindex, PH/Sekunde. Quelle: HashRateIndex
Bitcoin-Hashrate-Preisindex, PH/Sekunde. Quelle: HashRateIndex

Konkurrenz durch Künstliche Intelligenz

Ein zusätzlicher Faktor für die Debatte ist der wachsende Wettbewerb mit der KI-Industrie. Miner wie TeraWulf oder Iren (ehemals Iris Energy) investieren zunehmend in KI-Infrastruktur. TeraWulf konnte sogar einen 3,2-Milliarden-Dollar-Deal mit Google abschließen, um ein neues Rechenzentrum in New York aufzubauen. Auch Hive expandiert in GPU-gestützte Geschäftsmodelle. Diese strategische Diversifikation zeigt, dass große Mining-Unternehmen sich breiter aufstellen, was den Druck auf Bitcoin-Verkäufe abmildern könnte.

Fazit: Was die Miner-Verkäufe bedeuten

Die jüngsten Verkäufe im Wert von fast einer halben Milliarde US-Dollar werfen Fragen auf, doch die Lage im Markt bleibt stabiler, als es auf den ersten Blick scheint. Die Hashrate erreicht Rekordwerte, und viele Miner nutzen die aktuelle Situation offenbar für Gewinnmitnahmen statt aus Not.

Auch wenn BTC kurzfristig unter 110.000 US-Dollar gefallen ist, deuten die Daten nicht auf eine strukturelle Krise im Mining hin. Stattdessen dürfte das Zusammenspiel aus Makrofaktoren und die Nachfrage nach dem Bitcoin-ETF bestimmen, wie sich der Markt in den kommenden Wochen entwickelt.