Am gestrigen 21. Dezember 2020 gab Ripple CEO Brad Garlinghouse bekannt, dass die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) offenbar eine Anklage gegen Ripple plant. Der Hintergrund ist der jahrelange Streit zwischen Ripple und den Regulatoren bezüglich XRP.

Laut mehrerer Meldungen könnte es Ripple nun an den Kragen gehen. Dem Unternehmen hinter der Kryptowährung XRP droht nämlich eine Anklage durch die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC. Hintergrund ist der bereits jahrelange Streit um XRP und dessen Klassifizierung.

Gleichzeitig kämpft Ripple schon seit Längerem mit Anklagen von XRP Investoren. Dem Unternehmen wird hierbei vorgeworfen vorsätzlich irreführende Angaben zur preislichen Entwicklung der Kryptowährung gemacht zu haben. Dieser Rechtsstreit dauert nun schon seit dem Jahr 2018 an.

Es gibt Neuigkeiten zu diesem Thema: Diese haben wir in dem unten verlinkten Artikel für euch zusammengefasst!

UPDATE: Ripple offiziell unter Anklage: XRP Absturz und CEOs bereicherten sich

SEC will Ripple Anklagen – Gesetze zum Investorenschutz seien missachtet worden

Wie mehreren Berichten zu entnehmen ist, möchte die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC offenbar eine Anklage gegen Ripple erheben. Angeklagte wären demnach die Mitgründer Chris Larsen und Brad Garlinghouse, neben dem Unternehmen selbst. Hintergrund ist offenbar der jahrelange Streit um die Klassifizierung der hauseigenen Kryptowährung XRP.

Die Anklagepunkte sind per Gesetz nichtig. Andere US-Regierungseinrichtungen haben bereits festgelegt, dass XRP eine Währung sei. Transaktionen mit XRP fallen demnach nicht unter die entsprechenden Gesetze für Wertpapiere.

Es dauerte nicht lange bis das obige Statement vom externen Anwalt von Ripple, Michael Kellogg, abgegeben wurde. Auch das Unternehmen selbst gab an, dass sie sich keiner Schuld bewusst seien. Die SEC sieht das offenbar anders und führt an, dass Ripple Gesetze zum Schutz von Investoren durch den Verkauf von XRP verletzt habe.

Ripple weist die Anschuldigungen von sich

Wie die Kolleginnen und Kollegen von CoinDesk berichten, soll sich ein Sprecher von Ripple offiziell zu Wort gemeldet haben. Das Statement per E-Mail wird dabei CEO Brad Garlinghouse selbst zugeschrieben.

Die SEC präsentiert fundamental falsche Anschuldigungen. XRP ist eine Währung und es braucht keinerlei Registrierung als Wertpapier. Dies wurde auch schon durch andere Behörden festgestellt, u.a. das Justice Department und FinCEN im Jahr 2015. Andere G20-Regulatoren folgten diesen Beispielen. XRP gilt nirgends als Wertpapier.

Die SEC selbst erlaubte XRP als Kryptowährung für acht Jahre. Wir stellen daher die Motivation hinter den Aktionen der Aufsichtsbehörde infrage, deren Administration bald wechselt. Anstelle einer klaren Regulation für Kryptowährungen in den USA, entschied sich Jay Clayton für eine Anklage gegen Ripple.

Dies ist ein Angriff auf die gesamte Krypto-Branche und US-amerikanische Innovation. Wenn künftig nur Bitcoin und Ethereum genehmigt sein werden (die beide auf die Laune der chinesischen Regierung angewiesen sind), pickt sich die SEC nur die Gewinner heraus und vernachlässigt eine ganze Industrie.

Wenn wir die Angaben über Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) mal außen vor lassen, macht es in der Tat einen seltsamen Eindruck. Warum sollte die SEC nach 8 Jahren XRP jetzt erst tätig werden? Offizielle Stellungnahmen durch die SEC fehlen bisweilen und eine Anklage ist offenbar noch nicht offiziell eingereicht.

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XRP Kurs im freien Fall?

Der XRP Kurs rutschte mit Bekanntwerden der Nachricht ab. Wenngleich der Preis der drittgrößten Kryptowährung der Welt schon über die letzten Tage nachgelassen hatte, kann alleine heute – zum Zeitpunkt dieses Artikels – ein weiteres Minus von mehr als 9 % festgehalten werden.

Quelle: Tradingview

Die weitere Kursentwicklung muss sich zeigen, auch unter Berücksichtigung der weiteren Entwicklungen im Bitcoin Kurs. Sollten sich zur Anklage selbst noch mehr negative Meldungen für XRP gesellen, könnte aber selbst unsere Ripple Prognose 2021 ins Wanken geraten.

Fazit

Im Hause Ripple ist also ganz schön was los! Wir bleiben für euch natürlich dran an den Entwicklungen und berichten, sobald es Neuigkeiten gibt. Abschließend sei auch noch angemerkt, dass sich solcherlei Gerichtsverfahren in den USA teils jahrelange hinziehen können.