• ETH-Verluste werden realisiert, Verkaufsdruck lässt nach:
    Das Spent Output Profit Ratio (SOPR) von Ethereum liegt mit 0,92 auf dem niedrigsten Stand seit April 2025. Anleger verkaufen damit überwiegend mit Verlust. Solche Phasen traten häufig dann auf, wenn ein Großteil des Abgabedrucks bereits verarbeitet war.
  • Rückgang neuer Adressen bremst Erholung:
    Die Zahl neuer Ethereum-Adressen ist innerhalb von 48 Stunden um rund 34 Prozent gefallen und markiert ein Acht-Wochen-Tief. Weniger neue Marktteilnehmer bedeuten geringere Kapitalzuflüsse und begrenzen das kurzfristige Aufwärtspotenzial.
  • Seitwärtsphase rund um 2.000 US-Dollar bleibt entscheidend:
    Ethereum steckt weiterhin in einer engen Handelsspanne fest. On-Chain-Daten sprechen für eine mögliche Stabilisierung, doch ohne steigende Netzwerkaktivität fehlt bislang der Impuls für einen nachhaltigen Ausbruch.
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Ethereum-Kurs ringt um Stabilität rund um 2.000 US-Dollar

Ethereum-Kurs bewegt sich weiterhin in einer engen Handelsspanne rund um die Marke von 2.000 US-Dollar. Seit Wochen gelingt es Ethereum nicht, einen nachhaltigen Aufwärtstrend zu etablieren. Jeder Erholungsversuch wird bislang frühzeitig abverkauft, während gleichzeitig auch der Verkaufsdruck spürbar nachlässt. Der Markt befindet sich damit in einer typischen Übergangsphase, in der sich entscheidet, ob eine Stabilisierung gelingt oder eine weitere Abwärtsbewegung folgt.

Ethereum-Halter realisieren Verluste – Panik könnte nachlassen

Ein wichtiger On-Chain-Indikator liefert derzeit ein spannendes Signal. Das sogenannte Spent Output Profit Ratio (SOPR) von Ethereum liegt aktuell bei 0,92 und damit auf dem niedrigsten Stand seit April 2025. Werte unter 1 zeigen, dass Anleger ihre ETH mit Verlust verkaufen. Dieses Verhalten tritt häufig in Phasen erhöhter Unsicherheit auf, wenn Marktteilnehmer lieber Verluste akzeptieren, als weiter auf eine Erholung zu hoffen.

Ethereum: Spent Output Profit Ratio (SOPR). Quelle: CryptoQuant
Ethereum: Spent Output Profit Ratio (SOPR). Quelle: Glassnode

Solche Konstellationen sind jedoch nicht nur negativ zu bewerten. In der Vergangenheit markierten sehr niedrige SOPR-Werte oft Phasen, in denen ein Großteil der kurzfristigen Verkaufsbereitschaft bereits abgearbeitet war. Viele Anleger haben ihre Verluste realisiert, wodurch der Druck auf der Verkaufsseite nachlässt. Sobald diese Phase endet, sinkt die Bereitschaft weiter zu verkaufen, und erste Käufer nutzen die niedrigeren Preise. Das kann eine Grundlage für eine Stabilisierung des Ethereum-Kurses schaffen, auch wenn daraus nicht sofort ein Aufwärtstrend entsteht.

Rückgang neuer Adressen bremst frisches Kapital

Gleichzeitig zeigt die On-Chain-Analyse eine Schwäche, die nicht ignoriert werden sollte. Die Zahl neuer Ethereum-Adressen ist zuletzt deutlich zurückgegangen und befindet sich aktuell auf einem Acht-Wochen-Tief. Innerhalb von nur 48 Stunden sank die Zahl neuer Adressen um rund 34 %, von etwa 336.000 auf nur noch 221.000.

Neue Adressen gelten als ein wichtiger Indikator für frisches Interesse und neues Kapital im Netzwerk. Sie stehen häufig für neue Marktteilnehmer, neue Anwendungsfälle oder steigende Aktivität. Fällt diese Kennzahl deutlich, deutet das darauf hin, dass das Interesse außerhalb der bestehenden Community abnimmt. Auch wenn bestehende Halter weniger Verkaufsdruck ausüben, fehlt damit kurzfristig ein entscheidender Treiber für eine stärkere Kurserholung.

Diese Entwicklung zeigt eine typische Divergenz: Während der Verkaufsdruck unter bestehenden Anlegern nachlässt, bleibt die Nachfrage neuer Marktteilnehmer schwach. Solange sich daran nichts ändert, dürfte das Aufwärtspotenzial von Ethereum begrenzt bleiben.

Neue Adressen bei Ethereum. Quelle: Glassnode
Neue Adressen bei Ethereum. Quelle: Glassnode

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Fazit: Stabilisierung bei ETH ist möglich

Ethereum befindet sich aktuell in einer sensiblen Phase. On-Chain-Daten zeigen, dass viele Anleger ihre Verluste bereits realisiert haben und der Verkaufsdruck nachlässt. Gleichzeitig fehlt es an frischem Kapital, da neue Marktteilnehmer derzeit ausbleiben. Damit stehen die Zeichen eher auf Stabilisierung als auf eine schnelle Trendwende.

Ob Ethereum aus der Zone um 2.000 US-Dollar nachhaltig nach oben ausbrechen kann, hängt entscheidend davon ab, ob das Netzwerk wieder neue Aktivität und neue Nachfrage anzieht. Bis dahin bleibt ETH anfällig für weitere Seitwärtsbewegungen, mit Chancen auf eine Bodenbildung, aber ohne klare Bestätigung für einen neuen Aufwärtstrend.


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