Offensichtlich sind die Experten bei JPMorgan Chase bullischer in Sachen Ethereum Staking, als so manche Krypto-Enthusiasten selbst! Denn aus einem Marktanalysereport an Privatkunden geht hervor, dass die Analysten von JPMorgan einen Anstieg der Ethereum Staking Industrie auf rund 45 Mrd. USD im Jahr 2025 sehen.

Die Begründungen für die bullische Haltung ergibt sich laut den Analysten durch die ressourcensparenden Eigenschaften von Proof-of-Stake (PoS) über Proof-of-Work (PoW), die Aussichten auf ETH 2.0 allgemein und – natürlich – EIP-1559. Diese drei Hauptgründe würden Ethereum zu einer „attraktive Ertragsklasse“ machen, sogar für traditionelle Investoren.

In dem Report hieß es vonseiten der Analysten zudem, dass der aktuell „9 Mrd. USD schwere Markt“ rundum Ethereum Staking schon mit der Umstellung von ETH 1.0 auf ETH 2.0 alleine auf „rund 20 Mrd. USD“ anwachsen würde und dann 2025 rund 45 Mrd. USD erreichen könnte, sofern sich PoS als dominanter Konsensmechanismus beweist (wovon ausgegangen wird).

Ethereum Staking interessant für traditionelle Investoren?

Ethereum Staking wird zum Rückgrat der weltweit größten Plattform für Smart Contracts werden. JPMorgan Chase sieht hier den Wechsel von PoW zu PoS als „Verbesserung“ in gleich mehreren Aspekten. Allen voran steht der Energieverbrauch, die Performance/Skalierbarkeit, aber auch die einfachere Teilnahme am Netzwerk.

Hierzu wurde bereits im Dezember 2020 die Beacon Genesis Chain gestartet, welche bereits unter dem Konsensmechanismus PoS läuft und mit mehr als 6 Mio. Ether (rund 13,66 Mrd. USD) abgesichert ist. 189,975 Validatoren nehmen hier am frühen ETH 2.0 Staking teil und assistieren so dem Netzwerk.

Quelle: Glassnode

Der Umstand des geringeren Energieverbrauchs verglichen zu PoW, gepaart mit den Ertragsmöglichkeiten und EIP-1559 würde eine attraktive Ertragsklasse für traditionelle Investoren ergeben, so JPMorgan Chase. Die aktuellen Jahreserträge im ETH 2.0 Staking liegen dabei bei rund 6 %. Diese Erträge verringern sich allerdings mit mehr und mehr Coins im Staking.

Quelle: Staked

JPMorgan Chase denkt sogar schon an eine mögliche Ethereum Staking Anleihe, also eine Art Messung für digitale Ertragsgenerierung, da Ethereum als neue „Finanzaktivitätsblockchain“ angesehen wird. Das Netzwerk wickelt dabei die größten Mengen an Transaktionsvolumen ab und erzeugt mit Abstand die meisten Transaktionsgebühren. Zudem dominiert Ethereum wie kein zweites Netzwerk den DeFi-Sektor.

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Wird Staking mit ETH 2.0 der absolute Schlager?

Bei all der bullischen Stimmung darf natürlich nicht vergessen werden, dass Ethereum Staking nicht für jeden Nutzer einfach so möglich sein wird. Denn die Mindestmenge beläuft sich auf 32 ETH (rund 73.000 USD). Es sei denn, es würden Services von Drittanbietern genutzt, was dann aber wiederum Vertrauen erfordert und die Erträge schmälert.

Diejenigen, die die erforderliche Menge an ETH besitzen können so mit ihren Coins aber zur Sicherheit und den Abläufen des Netzwerks beitragen. Während es völlig passiv noch Rewards dafür gibt. Das könnte in der Tat nach einer attraktiven Grundlage klingen, welche traditionelle/institutionelle Investoren anziehen könnte.