Ethereum Update auf EIP-1559 für Juli angesetzt – ETH Transaktionsgebühren weiter steigend

Ethereum (ETH) befindet sich aktuell in einem starken Wandel. Innerhalb der nächsten 2 Jahre soll das Update auf Ethereum 2.0 und der damit einhergehende Wechsel auf Proof-of-Stake (PoS) erfolgen. Das Hauptziel ist dabei die Skalierbarkeit deutlich zu erhöhen und damit nicht nur mehr Transaktionen auf der Ethereum Blockchain abzubilden, sondern auch die Transaktionsgebühren zu reduzieren.

In Laufe der Umstrukturierung werden auch weitere Updates ihren Platz im Ethereum Protokoll finden. So auch das Ethereum Improvement Proposal (EIP) 1559. Dieses Update soll nicht nur die Transaktionskosten dynamischer und günstiger machen, sondern einen Teil der Gebühren in Form von ETH für immer verbrennen.

Die Änderung wurde für das Jahr 2022 angesetzt. Aktuell gibt es aber einige Hinweise verschiedener Ethereum Entwickler, dass das Update bereits im Juli dieses Jahres stattfinden könnte.

EIP-1559 soll Ethereum vor steigenden Transaktionsgebühren retten

Bei EIP-1559 handelt es sich um eines der wichtigsten Updates, um die aktuelle Problematik der hohen Transaktionskosten auf dem Ethereum Netzwerk kurzfristig zu lösen. Die steigende Nachfrage nach Decentralized Finance (DeFi) Anwendungen ist in den letzten Monaten in die Höhe katapultiert und hat zu astronomischen Gebühren geführt.

Die Transaktionsgebühren sind infolge dieser Entwicklung auf ein Rekordniveau angestiegen. Laut BitInfoCharts liegt die durchschnittliche Transaktionsgebühr derzeit bei 17 USD. In den letzten Monaten sind die Gebühren sogar auf bis zu 25 USD gestiegen. Bei komplexen Transaktionen sind die Kosten sogar deutlich höher und überstiegen teilweise die Marke von 100 USD.

Mit der Einführung des EIP-1559 wird ein Auktionsprozess für die Transaktionsgebühren integriert, der sich dynamisch an die aktuelle Nachfrage im Netzwerk anpasst. Die Kosten orientieren sich am niedrigsten Gebot für eine Transaktion und somit werden Nutzer durchschnittlich weniger zahlen müssen, als es aktuell der Fall ist.

Der Ethereum Entwickler Ryan Berckmans hat auf Twitter angekündigt, dass EIP-1559 bereits im Juli eingeführt werden könnte. ETH bekommt aktuell nämlich Druck durch Konkurrenten wie Polkadot und Cardano. Das könnte einer der Haupttreiber sein, warum das Update bereits in wenigen Monaten, zusammen mit der „London“ Hard Fork, anvisiert wird.

Lesetipp: Polkadot Prognose 2021: Das Potential des Ethereum Konkurrenten DOT

Update ist ein möglicher Preistreiber für den Ethereum Kurs

Während EIP-1559 keine direkte Auswirkung auf den Ethereum Kurs haben wird, hat es einen Einfluss auf das Angebot an ETH. Das Update würde die Hälfte aller ETH verbrennen, die für Transaktionsgebühren gezahlt werden.

Daraus würde eine Reduzierung des Gesamtangebots an ETH resultieren und könnte im besten Fall zu einer Deflation von Ethereum führen, was wiederum einen Einfluss auf den ETH Kurs hätte.

Berckmans fügte hinzu, dass es auch Skalierungsvorteile für Layer-2-Anbieter aus dem Upgrade geben wird:

Ein Vorteil von EIP-1559 ist, dass es hilft, Ethereum in diesem Jahr zu skalieren, indem es Arbitrum und Optimism ermöglicht, ihre Sicherheitstransaktionen zuverlässig in den nächsten Ethereum-Block zu bekommen. Da Arbitrum und Optimism entscheidend für die Skalierung von Ethereum in diesem Jahr sind, ist es EIP-1559 auch.

Das EIP-1559 Update ist aber nicht der einzige Preistreiber für den Ethereum Kurs. Durch den Wechsel auf PoS, werden Miner in Zukunft nicht mehr genötigt, ihre Rewards zu verkaufen, um ihre Kosten für Hardware, Strom und Infrastruktur zu decken. Das wird automatisch den Verkaufsdruck der Miner/Staker reduzieren. Die Folge könnte ein Nachfrageübergang sein, der zu einem steigenden Ethereum Kurs führt.

Lesetipp: Ethereum Prognose 2021: Welche Szenarien gibt es für den ETH Kurs?

ETH muss jetzt handeln

Die Problematik auf dem Ethereum Netzwerk ist aktuell mehr als präsent. Viele Nutzer meiden aktuell Interkationen mit Smart Contracts, weil es schlichtweg zu teuer ist. Darunter leiden vor allem viele DeFi Plattformen, die auf komplexen Smart Contracts basieren. Je komplexer der Smart Contract, mit dem der Nutzer interagiert, desto teurer die Transaktionsgebühr.

Wir sind gespannt, ob das EIP-1559 tatsächlich im Juli dieses Jahres durchgeführt wird und ob die Transaktionsgebühren reduziert werden können. Das würde automatisch den Druck der Konkurrenz verringern und das Wachstum von DeFi beschleunigen.

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