- Bitcoin und Ethereum brechen zentrale Marken:
Der gleichzeitige Rückgang von BTC bis auf rund 60.000 US-Dollar und ETH bis auf etwa 1.750 US-Dollar machte aus einer Korrektur einen marktweiten Stresstest. - BitMine erleidet über 7 Milliarden US-Dollar Buchverlust:
Der Ether-Bestand wurde durch den Kursrutsch bilanziell um mehr als 7 Milliarden US-Dollar entwertet und liegt aktuell bei rund 8,67 Milliarden US-Dollar. - Trend Research verliert rund 686 Millionen US-Dollar:
Eine rund 2 Milliarden US-Dollar schwere, gehebelte Long-Position in Ethereum musste nach dem Preisverfall teilweise aufgelöst werden. - Krypto-Infrastruktur unter operativem Druck:
Ein Wintersturm führte zu einer deutlichen Drosselung der Mining-Produktion, parallel verlagern sich Rechenkapazitäten zunehmend in Richtung KI-Infrastruktur. - 📝Erstelle saubere Steuerberichte:
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Die Krypto-Welt unter Druck
Der Abverkauf der vergangenen Tage hat die Welt der Kryptowährungen mit voller Wucht erwischt. Bitcoin (BTC) fiel nicht nur unter 80.000 US-Dollar und 75.000 US-Dollar, sondern rutschte gestern zwischenzeitlich bis auf rund 60.000 US-Dollar ab.
Ethereum (ETH) folgte mit einem Bruch der 2.200-US-Dollar-Zone, verlor anschließend auch 2.000 US-Dollar und markierte im Tief etwa 1.750 US-Dollar. Damit wurde aus einer Korrektur ein Stresstest, der sich nicht mehr auf Charts beschränkte. Preisbewegungen übersetzten sich direkt in bilanziellen Druck, Fondsverluste und operative Engpässe.
BitMine: 7 Milliarden USD Verlust
Besonders sichtbar wird der Stresstest bei Treasury-getriebenen Strategien. BitMine Immersion Technologies mit seinem CEO Tom Lee hält rund 8,67 Milliarden US-Dollar in ETH und bleibt damit stark von der Entwicklung des ETH-Kurses abhängig. Als Ether unter 2.200 US-Dollar abrutschte, stiegen die nicht realisierten Verluste über die Marke von 7 Milliarden US-Dollar.
In den Beständen steckt auch ein jüngerer Zukauf von 40.302 ETH, der die Exponierung zusätzlich verdichtet.

Trend Research realisiert 686 Millionen USD Verlust
Wie schnell sich Preisbewegungen in reale Verluste übersetzen, zeigt der Fall von Trend Research. Das Trading-Unternehmen unter Leitung von Jack Yi hatte eine rund 2 Milliarden US-Dollar schwere, gehebelte Long-Position in Ethereum aufgebaut.
Grundlage war eine looped Struktur, bei der Stablecoins gegen ETH als Sicherheit geliehen und erneut in ETH investiert wurden.
Als der ETH-Preis in dieser Woche bis auf etwa 1.750 US-Dollar fiel, geriet die Konstruktion unter Druck und entfaltete eine Kettenreaktion. Die Position musste laut Angaben der Analyseplattform Bubblemaps teilweise aufgelöst werden, der daraus resultierende Verlust wird auf rund 686 Millionen US-Dollar geschätzt.
Yi bezeichnete die Verkäufe in einem X-Post als Maßnahme zur Risikokontrolle und hielt trotz des Einbruchs an langfristig bullischen Kurszielen fest.
Krypto-ETFs unter Druck
Der Druck setzte sich in der ETF-Landschaft fort. Mit dem Rückgang des Bitcoin-Kurses unter 80.000 US-Dollar drehten die aggregierten Renditen der Anleger im iShares Bitcoin Trust von BlackRock ins Negative. Der Effekt: Im Ergebnis befinden sich die durchschnittlichen Einstiegskurse der Anleger inzwischen im Minus.
Betroffen ist ein Produkt, dessen Wachstum bislang kaum Gegenwind kannte. IBIT erreichte als schnellster Fonds in der Geschichte von BlackRock ein verwaltetes Vermögen von 70 Milliarden US-Dollar. Der aktuelle Drawdown zeigt, wie schnell sich ein junges ETF-Segment von Rekordzuflüssen zu realen Verlusten bewegen kann.
The average $IBIT investor has now lost money on their bitcoin investment based on the market action since the Friday close. pic.twitter.com/BoLLMCIXp9
— Bob Elliott (@BobEUnlimited) February 1, 2026
Krypto: Infrastruktur belastet
Auch die physische Krypto-Infrastruktur blieb nicht verschont. Ein Wintersturm in den USA zwang Miner Ende Januar zu massiven Drosselungen. Die tägliche Produktion öffentlicher Mining-Unternehmen fiel von zuvor etwa 70 bis 90 BTC auf nur noch 30 bis 40 BTC. Betroffen waren unter anderem CleanSpark, MARA Holdings, Bitfarms und Iris Energy.
Daily production of publicly traded Bitcoin mining companies.
— Julio Moreno (@jjcmoreno) January 29, 2026
See the recent daily production decline as they curtailed operations amid the US winter storm.
This include CORZ, BITF, CLSK, WULF, CIPHER, RIOT, MARA, IREN and CAN. pic.twitter.com/PTjMX0ATIh
Gleichzeitig verschieben sich Rechenkapazitäten strukturell. CoreWeave gilt als Beispiel für den Übergang von Mining hin zu KI-Infrastruktur, nachdem Ethereums Wechsel von Proof of Work zu Proof of Stake den Bedarf an GPU-Mining stark reduziert hatte.
Nvidia unterstützte diesen Umbau mit einer Eigenkapitalinvestition von 2 Milliarden US-Dollar.
Fazit: Der Markt testet Tragfähigkeit, nicht Narrativ
Die aktuellen Verwerfungen zeigen, dass sich der Krypto-Markt in einer anderen Phase befindet als in früheren Zyklen. Preisrückgänge wirken nicht mehr isoliert, sondern entfalten direkte Wirkung auf Treasuries, gehebelte Handelsmodelle, ETF-Kostenstrukturen und operative Infrastruktur.
Der Einbruch von Ethereum bis auf 1.750 US-Dollar und von Bitcoin bis in den Bereich um 60.000 US-Dollar fungiert damit weniger als klassischer Volatilitätsschub, sondern als Belastungsprobe für Kapitalstrukturen. Wo Sicherheiten, Fremdfinanzierung und operative Abhängigkeiten eng verzahnt sind, werden Schwächen sichtbar.
Der Stresstest liefert damit eine klare Marktinformation: In dieser Phase entscheidet nicht Momentum, sondern die Robustheit der zugrunde liegenden Strukturen darüber, wer den nächsten Zyklus ohne dauerhafte Schäden erreicht.
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