Während Ripple einer Anklage durch die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) gegenübersteht, stellten bereits vier Krypto Börsen den Handel mit XRP zumindest vorläufig ein. Der Schaden für Ripple und die hauseigene Kryptowährung sind also jetzt schon beachtlich.

Während Weihnachten eigentlich für eine ruhige und besinnliche Zeit des friedlichen Miteinanders steht, dürfte es im Hause Ripple dieses Jahr eher stürmisch zugehen. Denn die US-Börsenaufsicht SEC hatte jüngst bekannt gegeben, dass das Unternehmen hinter XRP angeklagt wird.

Der Vorwurf heißt u.a. „illegaler Handel mit Wertpapieren“. Und nur einen Tag nach Bekanntwerden der Anklage reagierten insgesamt vier Krypto Börsen mit der – zumindest vorläufigen – Pausierung des Handels mit XRP. Der XRP Kurs brach unterdessen weiter ein.

Ripple unter Anklage durch die SEC – Garlinghouse und Larsen am Pranger

Wie wir bereits gestern berichteten, erhob die SEC schwere Vorwürfe gegen Ripple, inklusive CEO Brad Garlinghouse und Mitgründer Christian Larsen. Es soll um den illegalen Handel mit Wertpapieren durch die Veräußerung von XRP im Wert von 1,38 Mrd. USD gehen. Aber auch um den Verstoß von Gesetzen zum Schutz von Investoren.

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Weiterhin sollen sich Garlinghouse und Larsen persönlich durch den Verkauf von XRP bereichert haben und darüber keine ausreichenden Auskünfte bereitgestellt haben. Hinzu kommt dann noch die angebliche Zahlung für Listings von XRP und um Tradingvolumenmetriken zu erzeugen.

Beaxy pausiert den Handel mit XRP

Die Anklage von Ripple durch die SEC verbreitete sich wie ein Lauffeuer durch die gesamte Krypto-Branche. Und insgesamt vier Krypto Börsen haben bereits Konsequenzen gezogen und den Handel mit XRP – zumindest vorläufig – eingestellt. Darunter auch Beaxy, eine Handelsplatfform mit Standort Chicago, USA.

Quelle: Beaxy

Bereits am 22. Dezember 2020 gab die Krypto Börse die Entscheidung über das Pausieren des Handels mit XRP auf Twitter bekannt. Die Tradingaktivitäten könnten dabei wieder aufgenommen werden, sofern XRP nicht als Wertpapier gelten sollte.

Keine Kryptowährung von Ripple für die Nutzer von CrossTower

Auch die Exchange CrossTower stellte den Handel mit XRP vorläufig ein. Das gab die Handelsplattform auf der eigenen Webseite in einer Mitteilung an seine Nutzer bekannt. Interessant daran: Die Exchange entschied sich dazu, den Handel nur für seine US-Kunden einzustellen.

Am Ende eine verständliche Taktik, denn immerhin gilt die Anklage gegen Ripple auch nur in den USA und andere Aufsichtsbehörden haben bisher keinerlei Intentionen gezeigt, selbst auch Schritte gegen Ripple einzuleiten.

OSL aus Hongkong möchte mit Ripple keine Risiken eingehen

Auch OSL mit Hauptsitz in Hongkong suspendierte alle Handelsmöglichkeiten mit der XRP. Es ist unbekannt, ob hiervon auch die Auszahlungen betroffen sind. In einem Statement zu dieser Entscheidung hieß es seitens OSL:

Aufgrund der Anklage von Ripple durch die SEC, haben wir alle Handels- und Zahlungsmöglichkeiten mit und für XRP auf der OSL-Plattform eingestellt.

Die Entscheidung der Krypto Börse gilt „bis auf Weiteres“ und dürfte sich wohl erst dann ändern, wenn ein Durchbruch für die ein oder andere Seite beim Rechtsstreit zwischen Ripple und der SEC geschehen ist.

Krypto-Fondsmanager liquidiert Handelspositionen in XRP

Wie der Bitwise 10 Crypto Index Fund mitteilte, stellte auch der Krypto-Fondsmanager alle Handelsgeschäfte mit XRP ein. Der Fonds liquidierte alle seine Handelspositionen in Markt der Kryptowährung von Ripple und verlagerte Profite aus diesen Handelspositionen in andere Assets.

Quelle: Tradingview

Der XRP Kurs reagierte auf die Reaktionen der Handelsplattformen entsprechend negativ. Seit 21. Dezember 2020 verlor der Preis bereits mehr als 50 %. Der zeitweise Tiefstand lag dabei bei 0.21164 USD. Dies markierte den niedrigsten Preis seit Juli 2020.

Schlusswort

Der Schaden für Ripple und XRP ist längst angerichtet, noch bevor die ersten Gespräche zwischen dem Unternehmen und der US-Börsenaufsicht SEC laufen. Sollten sich die Vorwürfe der SEC bewahrheiten, wären diese Schäden allerdings hausgemacht. Die wirklichen Schäden tragen in solchen Fällen dann meist lediglich die Anleger.