Ripple vs. SEC: Kommt jetzt die Wende im Rechtsstreit um XRP?

Es ist der 06. April 2021, welcher Ripple womöglich noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Denn am gestrigen Dienstag genehmigte Richterin Sarah Netburn den Antrag von Ripple auf Herausgabe von internen Dokumenten bezüglich Bitcoin und Ethereum seitens der US-Börsenaufsicht. Kommt nun der gesamte Fall ins Wanken für die SEC?

Egal wie wir es drehen uns wenden wollen, Ripple konnte im Rechtsstreit mit der US-Börsenaufsicht SEC am gestrigen Dienstag einen Erfolg einfahren. Richterin Sarah Netburn genehmigte den Antrag von Ripple auf Herausgabe von internen Dokumenten bezüglich Bitcoin und Ethereum.

Warum diese Genehmigung wichtig ist? Ganz einfach: Ein gehöriger Teil der Verteidigung seitens Ripple baut darauf auf, dass eine Transaktion mit XRP in ihrer wirtschaftlichen Substanz keinen Unterschied zu einer Transaktion mit BTC oder ETH aufweise. Die beiden größten Kryptowährungen der Welt werden nicht als Wertpapiere klassifiziert.

Ripple jetzt im Vorteil: SEC muss interne Dokumente bzgl. Bitcoin und Ethereum herausgeben

Die US-Börsenaufsicht SEC hält allerdings dagegen, dass Bitcoin und Ethereum nicht von einer zentralen Entität herausgegeben werden und demnach am Markt nicht von der Performance eines Unternehmens beeinflusst werden bzw. abhängig sind. „Bei XRP sei das anders“, so der Regulator.

Wie will die SEC der Öffentlichkeit erklären, dass BTC und ETH keine Wertpapiere sind, aber XRP sei nach all den Jahren und ohne vorherige Warnungen durch die SEC plötzlich ein Wertpapier?

Genau diese Frage stellte sich offenbar auch Sarah Netburn, die vorsitzende Richterin im Fall Ripple versus SEC. Und sie genehmigte nun den Antrag von Ripple auf Herausgabe interner Dokumente bzgl. BTC und ETH seitens der SEC. Ein riesiger Gewinn für Ripple und ein erhebliches Risiko für die Aufsichtsbehörde.

Lesetipp: Ripple Prognose 2021: Welche Chancen hat der XRP Kurs?

Rechtsstreit um XRP steht womöglich vor einer Wende

Denn laut dem Anwalt Jeremy Hogan aus den USA existieren offenbar Dokumente aus dem Jahr 2016, in welchen die SEC das Unternehmen Ripple Labs als „Digitales Währungsunternehmen“ klassifiziert. Alleine schon solche Feinheiten können in den USA erhebliche Implikationen auf Gerichtsverfahren haben.

Die SEC wird dem Gericht glaubhaft erklären müssen, wie eine „digitale Währung“ sich plötzlich in ein Wertpapier verwandelt hat und warum der Regulator nicht schon wesentlich früher entsprechende Schritte eingeleitet habe.

Hogan sieht den Fall als „nicht mehr zu gewinnen“, sollten die Anwälte von Ripple auch nur Andeutungen in den Dokumenten der SEC finden. Andeutungen, welche XRP z.B. mit Bitcoin und Ethereum gleichstellen. Und sollte das vorher erwähnte Dokument existieren, wäre das wohl ebenfalls ein Türöffner für ein vorzeitiges Ende des Gerichtsverfahrens.

Schlusswort: Ripple betätigt alle Hebel

Alles gut also für Ripple und XRP ist damit aus dem Schneider? Nun, nicht ganz. Vor allem aus Investorensicht ist das Risiko einer Fortsetzung des Verfahrens oder gar eines negativen Ausgangs für Ripple immer noch gegeben. Die Aussichten auf einen positiven Ausgang für Ripple und XRP sind aber – in der Theorie – gestiegen.

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