Bitcoin-Befürworter Jack Dorsey ist zwar nicht mehr CEO von Twitter, dennoch scheint der Kurznachrichtendienst nicht vom Krypto-Weg abzukommen.

Während sich Dorsey komplett auf seinen Bezahldienst Block (ehemals Square) konzentriert, hat Twitter angekündigt, die im September für Bitcoin eingeführte Trinkgeld-Funktion nun auch für Ethereum einzuführen.

Ethereum Zahlungen über Twitter

Erst vor wenigen Wochen hatte Twitter seinen Blue-Abonnenten ermöglicht, verifizierte NFT als Profilbild zu benutzen. Damit ist allerdings noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht.

Auf dem eigenen Portal kündigte Twitter an, ab sofort auch Ethereum-Zahlungen über die Tip-Funktion zu unterstützen.

Damit setzt Twitter nun auf die zwei größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung. Bitcoin und Ethereum machen zusammen mehr als 60 Prozent des gesamten Kryptomarktes aus.

Wieso setzt Twitter auf Bitcoin und Ethereum?

Tatsächlich hatten sich in der Vergangenheit einige Kryptowährungen auf genau diese Tip-Funktion spezialisiert. So auch Reddcoin (RDD), eine Kryptowährung, die unter anderem vom mittlerweile verstorbenen Antivirus-Pionier John McAfee im Bullrun 2017 einmal zum „Coin of the day“ ernannt wurde. Mittlerweile ist RDD allerdings größtenteils in Vergessenheit geraten.

Das zeigt neben der generell voranschreitenden Krypto-Adoption vor allem, dass die Funktionen, auf die sich viele Krypto-Projekte fokussieren wollen, oftmals schon von bestehenden Kryptowährungen unterstützt werden, ohne dass es unbedingt einen neuen Coin benötigt.

So setzen Unternehmen eher auf bereits etablierte Kryptowährungen, auch wenn die Gebühren unter Umständen etwas höher sein sollten, als bei speziell auf diese Funktion ausgerichteten Projekten. Für die Implementierung könnten in Zukunft daher auch sogenannte Layer-2-Lösungen wie das Lightning-Network oder Polygon von großer Bedeutung sein.

Der Vorteil, unter anderem auch aus regulatorischer Sicht, ist für Unternehmen vor allem, dass eine solche Entscheidung von Twitter den Kurs von Ethereum oder Bitcoin weniger beeinflusst als es bei einer kleineren Währung der Fall wäre. Gleichzeitig spricht das Unternehmen so deutlich mehr Nutzer an.

Ein Beispiel, das den direkten Einfluss von Unternehmen auf Kryptowährungen aufzeigt, ist die angebliche Einführung von Litecoin als Zahlungsmittel bei Walmart. Der LTC-Kurs war binnen einer Stunde um 35 Prozent angestiegen. Nach einem Dementi seitens Walmart ist der Kurs ebenso schnell wieder zusammengebrochen.

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