• Bitcoin Base Case 2050:
    Im VanEck-Research-Blogpost wird Bitcoin im Base Case bis 2050 bei rund 2,9 Millionen US-Dollar je Coin verortet.
  • Rendite und Volatilität:
    Das Modell rechnet mit rund 15 Prozent annualisierter Rendite und einer langfristigen Volatilität von etwa 40 bis 70 Prozent.
  • Settlement-Layer im Welthandel:
    Als zentrale Annahme gilt, dass Bitcoin fünf bis zehn Prozent der internationalen Handelsabwicklung als Settlement-Layer übernehmen könnte.
  • Bitcoin im Portfolio:
    VanEck nennt als Richtwert eine Beimischung von ein bis drei Prozent in diversifizierten Multi-Asset-Portfolios, die historisch oft die risikoadjustierte Rendite verbessert habe.
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Bitcoin: 2,9 Millionen als Modellzahl

Bitcoin (BTC) handelt aktuell bei rund 90.550 US-Dollar. Parallel dazu sorgt ein Research-Blogpost des Asset Managers VanEck für Gesprächsstoff: In dem Beitrag wird ein Base Case beschrieben, der den Bitcoin-Kurs bis 2050 bei rund 2,9 Millionen US-Dollar je Bitcoin verortet.

VanEck beschreibt die Zahl im Blogbeitrag dabei ausdrücklich nicht als Kursziel. Der Beitrag bezeichnet sie als Bewertungsübung (englisch häufig „valuation exercise“):

Gemeint ist eine modellbasierte Herleitung eines möglichen Werts, die von Annahmen zur Nutzung und Adoption ausgeht, statt klassische Bewertungskennzahlen aus dem Aktienmarkt zu übertragen.

Im selben Rahmen nennt VanEck eine langfristige annualisierte Rendite von rund 15 Prozent bis 2050 und modelliert eine langfristig annualisierte Volatilität in einer Bandbreite von rund 40 bis 70 Prozent, was im Beitrag eher mit Frontier Markets als mit traditionellen Anlageklassen verglichen wird.

Der Bitcoin-Kurs notiert derzeit bei knapp über 90.000 US-Dollar
Der Bitcoin-Kurs notiert derzeit bei knapp über 90.000 US-Dollar. Quelle: CoinMarketCap

Settlement-Layer im Welthandel

Als erster Kernbaustein wird im Blogbeitrag die Rolle von Bitcoin als Settlement-Asset im Welthandel modelliert. VanEck nimmt im Base Case (realistische Langzeitprognose) an, dass Bitcoin fünf bis zehn Prozent des Volumens internationaler Handelsabwicklung als Settlement-Layer abdecken könnte.

Gleichzeitig wird betont, dass BTC heute in der Handelsabwicklung praktisch keine Rolle spielt. Entsprechend hängt das Szenario laut VanEck an Voraussetzungen wie regulatorischer Klarheit, belastbarer operativer Infrastruktur und politischer Akzeptanz, die in dieser Form noch nicht gegeben sind.

Bitcoin als Reserve-Asset und Makrotreiber

Der zweite Pfeiler im Blogpost ist Bitcoin als potenzielles Reserve-Asset. Das Modell unterstellt, dass Zentralbanken im Laufe der Zeit einen kleinen Anteil ihrer Reserven in Bitcoin halten könnten, als Diversifikation weg von ausschließlich staatlichen Währungen.

VanEck stellt dabei ebenfalls die Gegenwart dem Szenario gegenüber: Große Zentralbanken hielten Bitcoin aktuell nicht als Reserve-Asset. Makroökonomisch führt der Beitrag zudem aus, dass Bitcoins Preis historisch stärker mit globalen Liquiditätstrends korreliert habe als mit Aktien oder Rohstoffen.

Außerdem verweist VanEck auf eine nachlassende Bindung an den US-Dollar, was im Modell als Hinweis auf zunehmend globale Treiber eingeordnet wird.

Bitcoin im Portfolio

Für die Portfolioebene wird der VanEck-Blogpost konkret: Genannt werden BTC-Beimischungen von ein bis drei Prozent in diversifizierten Multi-Asset-Portfolios, typischerweise aus Aktien, Anleihen und Liquidität, teils ergänzt um Gold oder Rohstoffe.

In historischen Auswertungen hätten solche kleinen Gewichtungen die risikoadjustierte Rendite häufig verbessert. Gleichzeitig bleibt die Einschränkung: Bitcoin wird dadurch nicht risikoarm. Die Idee ist schlicht, dass eine kleine Position Rendite liefern kann, ohne dass die volle Volatilität das Gesamtportfolio im gleichen Maß trifft.

Fazit: Base Case mit Checkliste

Der VanEck-Blogpost macht klar, dass die 2,9 Millionen US-Dollar bis 2050 keine lineare Kursprognose sind, sondern ein Modell, das an zwei Adoptionstreiber gebunden ist: Bitcoin als Settlement-Layer im Welthandel (fünf bis zehn Prozent) und Bitcoin als Reserve-Asset bei Zentralbanken.

Gleichzeitig setzt die Bandbreite von vierzig bis siebzig Prozent Volatilität den Rahmen- selbst im Base Case bleibt der Weg dorthin von heftigen Schwankungen geprägt.

Für Anleger liegt der Mehrwert deshalb in einer einfachen Übersetzung: Nicht auf die Zielzahl starren, sondern die Bedingungen tracken, die das Modell voraussetzt. Dazu zählen Fortschritte bei Regulierung und Infrastruktur für Settlement-Nutzung sowie belastbare Signale, ob Reserve-Allokationen überhaupt zum Thema werden.

Wer Bitcoin als Beimischung denkt, findet im Blogpost zudem eine konkrete Größenordnung: ein Prozent bis drei Prozent in einem diversifizierten Multi-Asset-Portfolio, statt einer Alles-oder-nichts-Positionierung.