Bitcoin Blasen von Satoshi Nakamoto geplant? – Das Mysterium hinter den 21 Mio. BTC

Willkommen zu dem nächsten Artikel aus der Reihe Bitcoin in der Tiefe verstehen – Revolution und Aufstieg des digitalen Geldes. Letzte Woche haben wir unsere neue Artikelreihe ins Leben gerufen und dabei über das grundlegende Fundament von Bitcoin gesprochen – Geld. Wir haben dabei nicht nur beantwortet was Geld eigentlich ist und welchen Zweck es erfüllt, sondern wie es sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat und welche Rolle dabei Bitcoin einnimmt. Dieses grundlegende Verständnis sollte jeder mitbringen, der sich für Bitcoin oder andere Kryptowährungen interessiert. Hier geht es zum Artikel.

Heute wollen wir dich auf die Reise zu einem weiteren BTC Mysterium mitnehmen. Nein, dabei geht es nicht explizit um Satoshi Nakamoto selbst, sondern um bestimmte Eigenschaften bei seinem Geniestreich – Bitcoin. Warum hat Satoshi das Halving auf ca. 4 Jahre festgelegt? Wieso gibt es eine maximale Begrenzung bei 21 Millionen Bitcoins? Waren die bisherigen Bitcoin Kurs Blasen geplant und werden sich wiederholen? Es gibt viele ungeklärte Fragen, die wir heute mit dir versuchen zu beantworten.

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Das nächste große Mysterium bei Bitcoin

Jeder, der sich mit Bitcoin beschäftigt, weiß, dass hinter der Erfindung von BTC das Pseudonym Satoshi Nakamoto steckt. Hierzu gibt und gab es bereits unzählige Theorien und mögliche Kandidaten, die als Satoshi Nakamoto in Frage kommen. Doch letzten Endes werden wir es wohl niemals erfahren und das ist auch gut so.

Das bietet weniger Angriffsfläche und macht Bitcoin robuster gegenüber Angriffen von außen. Das BTC Protokoll hat Niemanden der mit seinem Namen dahinter steht und für irgendwas belangt werden kann. Zudem kann diese Person auch keinen Druck auf die Nutzer, Entwickler, Miner, Exchanges oder Merchants ausüben.

Es ist ein dezentrales Zahlungs-Netzwerk voller Vertrauen, ohne jemandem vertrauen zu müssen. Das ist revolutionär und wird die Welt in den nächsten 100 Jahren massiv in Bezug auf unser Verständnis von Geld beeinflussen und verändern. Kommen wir aber nach dem kurzen Exkurs wieder zurück zu dem eigentlichen Mysterium bei Bitcoin.

Die maximale Anzahl von 21 Millionen BTC

Ein weiterer Punkt auf den man stößt, wenn man sich mit Bitcoin beschäftigt, ist die maximale Begrenzung auf 21 Millionen BTC. Diese Anzahl ist für Bitcoin in Stein gemeißelt und kann niemals überschritten werden. Theoretisch könnte man jedoch die Anzahl ändern, wenn sich die Mehrheit im BTC Ökosystem dafür entscheiden würde. Doch das wird niemals passieren. In diesem Artikel kannst du nachlesen wieso das so ist und warum das bei Ethereum und vielen anderen Kryptowährungen nicht zutrifft.

Hier kommen wir also zu dem weiteren Mysterium von Bitcoin – Aus welchem Grund wurden die maximale Anzahl auf 21 Millionen BTC festgelegt? 

Das Resultat aus Block Rewards und Halvings

Zuerst solltest du verstehen, dass im Bitcoin Quellcode nirgends die natürliche Grenze von 21 Mio. festgelegt wurde. Der Algorithmus überprüft also nicht, ob bereits 21 Mio. erreicht wurden. Diese Zahl ist eher das Resultat aus den festgelegten Block Rewards und den regelmäßigen Halvings.

Die Block Rewards sind Belohnungen für das Finden eines validen Blocks im Bitcoin Netzwerk. Sie stellen aktuell die größte Motivation der Miner dar große Summen in die Hand zu nehmen und auf die Suche nach neuen Blöcken zu gehen. Im Gegenzug verleihen sie dem Netzwerk Sicherheit. Hier ist auch die Geburtsstunde der neuen Bitcoins. Denn die maximale Anzahl von 21 Mio. haben wir noch lange nicht erreicht und es entstehen aktuell mit jedem neuen validen Block neue BTC – alle 10 Minuten. Wie ein sehr langsamer Herzschlag.

Das Bitcoin Halving reduziert alle 210.000 Blöcke die Block Rewards um die Hälfte. Somit werden ca. alle 4 Jahre die Belohnungen für die Miner und somit auch die Produktionsrate an neuen Bitcoins halbiert. Interessant ist hierbei, dass die Zahl 21 wieder auftaucht. Aber dazu später mehr.

Die ersten 209.999 Blöcke entstanden 50 BTC pro neuen Block. Das erste Halving kam im Jahr 2012 bei Block 210.000 und der Block Reward wurde auf 25 BTC halbiert. Im Jahr 2016 fand das nächste Halving bei Block 420.000 statt und halbierte die Belohnung auf 12,5 BTC. Im Mai 2020 fand das dritte Halving bei Block 630.000 statt und die Block Rewards sind auf 6,25 BTC gefallen. Diese regelmäßige und automatisch Veränderung der Produktionsrate führt uns bis ins Jahr 2140, wo die Block Rewards auf Null fallen werden und keine neuen Bitcoins mehr entstehen.

Sidefact: Durch Rundungsfehler bei der Halbierung der Block Rewards werden wir niemals genau 21 Millionen BTC erreichen, sondern knapp drunter liegen. Zudem sind weitere Bitcoins in den letzten Jahren für immer verloren gegangen. 

Was hat sich Satoshi Nakamoto dabei nur gedacht?

Genug mit den Grundlagen. Nun sollte jeder wissen, dass die Anzahl von 21 Millionen BTC nur das Resultat aus den im Vorfeld festgelegten Block Rewards und den Halvings darstellt. Das beantwortet aber nicht die Frage, warum Satoshi die einzelnen Parameter so gewählt hat, dass am Ende die Zahl von 21 Millionen Bitcoins im Raum steht.

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, blicken wir kurz in die Vergangenheit und schauen auf eine Email von Satoshi Nakamoto an einen der Hauptentwickler von Bitcoin, Mike Hearn. In dieser Email hat Satoshi Nakamoto versucht zu erklären, wie er auf die Zahl 21 gekommen ist.

Meine Wahl für die Anzahl der Coins und den Verteilungsplan war eine wohlbegründete Vermutung. Es war eine schwierige Entscheidung, denn wenn das Netzwerk erst einmal läuft, ist es festgeschrieben, und wir müssen uns damit abfinden. Ich wollte etwas auswählen, bei dem die Preise ähnlich wie bei bestehenden Währungen sind, aber ohne die Zukunft zu kennen, ist das sehr schwer. Am Ende habe ich mir etwas in der Mitte ausgesucht.

Wenn Bitcoin eine kleine Nische bleibt, wird es pro Einheit weniger wert sein als die bestehenden Währungen. Wenn Sie sich vorstellen, dass sie für einen Bruchteil des Welthandels verwendet wird, dann wird es nur 21 Millionen Coins für die ganze Welt geben, also wäre sie pro Einheit viel mehr wert. Die Werte sind 64-Bit-Ganzzahlen mit 8 Dezimalstellen, daher wird 1 Coins intern als 100.000.000 (Satoshis) dargestellt. Es gibt viel Granularität, wenn typische Preise klein werden. Wenn zum Beispiel 0,001 BTC 1 Euro wert ist, könnte es einfacher sein, die Position des Dezimalpunkts zu ändern. Wenn Sie also 1 Bitcoin hatten, wird er jetzt als 1000 angezeigt, und 0,001 wird als 1 angezeigt.

Die maximale Anzahl von 21 Millionen spielt bei Bitcoin keine Rolle

Satoshi wollte damit grundsätzlich zum Ausdruck bringen, dass die maximale Grenze von 21 Millionen BTC keine große Rolle spielt, da jede einzelne Einheit in weitere, kleinere Einheiten unterteilt werden kann. Mittlerweile lassen sich nämlich im Lightning Netzwerk auch Milli-Satoshi darstellen und erweitern die mögliche Unterteilung um weitere drei Nachkommastellen. Bitcoin ist programmierbares Geld und kann sich Anpassen, wenn es nötig wird. Deswegen sind die Sorgen, dass 21 Mio. BTC für die Welt nicht ausreichen werden, unbegründet.

Wichtig ist hierbei zu verstehen, dass Satoshi BTC zu einem begrenzten Geld machen wollte, ähnlich wie Gold, womit er Bitcoin mehrfach in seinen Äußerungen verglichen hat. Denn auch die natürlich Menge an Gold ist auf der Erde begrenzt und muss durch einen intensiven Prozess abgebaut werden.

Wir wissen nun, dass Satoshi mit der maximalen Anzahl an BTC experimentiert und sich letztendlich auf 21 Mio. festgelegt hat. Aber wir wissen immer noch nicht, was seine letztendliche Motivation dahinter war. An dieser Stelle können wir nur noch über mögliche Zusammenhänge philosophieren. Satoshi ist es damit ein weiteres Mal gelungen ein Mysterium um Bitcoin zu erschaffen.

Mögliche Erklärungsversuche

In den letzten 11 Jahren wurde viel darüber diskutiert, warum sich Satoshi für die maximale Anzahl von 21 Mio. BTC entschieden hat. Dabei sind viele verschiedene Theorien und Erklärungsversuche entstanden, die wir dir nicht vorenthalten wollen.

M1 Geldmenge in 2008

Laut einer Theorie hat sich Satoshi an der vorhandenen Geldmenge M1 im Jahr 2008 orientiert. M1 ist die Summe aus dem umlaufenden Bargeld und den Sichteinlagen (z.B. Geld was auf deinem Bankkonto liegt). Die Geldmenge M1 lag im Jahr 2008 bei ungefähr 21 Billionen USD.

Global Money Supply Chart

Da Bitcoin als eine Alternative zu unserem bestehenden Geldsystem, welches vom US-Dollar dominiert wird, geschaffen wurde, ist ein gewisser Zusammenhang vorhanden und könnte somit zu der Entscheidung von Satoshi beigetragen haben.

Menge an Gold in 2008

Andere Theorien nehmen Bezug auf die vorhandene Menge an Gold im Jahr 2008. Diese wird nämlich oft nicht nur in Tonnen angegeben, sondern in Form eines Würfels. Der Würfel aus reinem Gold hat im Jahr 2008 eine Kantenlänge von ca. 21 Metern gehabt. Zudem hat Satoshi immer wieder Bitcoin mit Gold verglichen, was diese Theorie zusätzlich stützen würde.

Goldwürfel mit Kantenlänge

Rein mathematische Bestimmung

Die letzte Theorie in unserem Artikel stellt die rein mathematische Bestimmung der maximalen Anzahl von 21 Millionen Bitcoins dar. Wenn wir nämlich die Block Rewards, die Blockzeiten und die Halvings in mehrere Formeln einfließen lassen, kommen wir ungefähr bei 21 Millionen BTC raus. Hier der Beweis:

1 Block dauert im Durchschnitt 10 Minuten.

6 Blöcke pro Stunde * 24 Stunden pro Tag * 365 Tagen im Jahr * 4 Jahre pro Halving = 210.240 ≈ 210.000 Blöcke

Nun summieren wir alle Block Rewards.

50 + 25 + 12,5 + 6,25 + 3,125 + … = 100

Jetzt multiplizieren wir die beiden Ergebnisse miteinander und Voila.

210.000 * 100 = 21.000.000 BTC

Viele vermuten also, dass Satoshi solange rumexperimentiert hat, bis er eine schöne mathematische Lösung bekam. Demnach könnte die Entscheidung über die maximale Anzahl von Bitcoin auch auf einer mathematischen Grundlage basieren. Satoshi musste aber die Zahl 21 im Hinterkopf gehabt haben.

Offene Fragen

Dennoch bleiben hier viele Fragen offen. Warum hat sich Satoshi für die Blockzeit von 10 Minuten und nicht für 9 Minuten entschieden? Warum hat er die ersten Block Rewards auf 50 und nicht auf 60 oder 45 BTC festgelegt? Und warum hat er die Halvings auf 4 Jahre definiert? Fragen über Fragen, auf die wir wohl niemals eine Antwort bekommen werden. Zwar gibt es einige Erklärungsversuche, die durchaus Sinn machen aber am Ende sind wohl viele Faktoren relativ willkürlich von Satoshi Nakamoto gewählt worden.

Satoshi hat schon damals eine unglaubliche Weitsicht bewiesen und ein Konstrukt geschaffen, das nach 11 Jahren immer noch funktioniert und um ein Vielfaches größer, sicherer und wichtiger geworden ist. Genau dieser Umstand bringt uns zu der letzten Frage in diesem Artikel, die wir mit dir später gerne in unserem Telegram-Chat diskutieren wollen. Du gelangst in den Chat über unseren Telegram-News Kanal.

Sind die regelmäßigen Bitcoin Kurs Blasen gewollt?

Der Bitcoin Kurs hat in den letzten Jahren einige Blasenbildungen erlebt. Dabei ist der Kurs innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums um ein Vielfaches gestiegen und hat immer wieder für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Durch die steigende Aufmerksamkeit sind immer mehr Menschen mit Bitcoin in Berührung gekommen. Das steigert langfristig die Adoption, denn viele verstehen nach etwas Recherche, dass hinter BTC nicht nur ein Spekulationsobjekt steckt, sondern eine mögliche Weiterentwicklung von unserem Geld.

Hat also Satoshi die Halvings absichtlich auf 4 Jahre festgelegt, um Blasenbildungen zu provozieren und letztendlich für mehr Aufmerksamkeit und Adoption zu sorgen? Warum hat Satoshi so eine radikale Halbierung der Block Rewards von einem Block auf den anderen festgelegt? Er hätte doch die Zeitintervalle viel kleiner halten können und die Block Rewards sogar mit jedem gefundenen Block verkleinern können.

Die Halvings und die Blasenbildung

Vielleicht wollte er, dass die Produktionsmenge an neuen Bitcoins plötzlich halbiert wird und somit ein Angebotsengpass entsteht, der langfristig zu einem Nachfrageüberhang führt und somit den Kurs in die Höhe treibt. Vielleicht wollte er auch, dass die Miner immer wieder unter Druck geraten, um die Konkurrenz zu beflügeln und das Mining so dezentral und fair wie möglich zu halten. Letztendlich wissen wir es nicht und werden es wohl auch nie erfahren.

Fakt ist, dass die regelmäßigen Halvings bis jetzt immer wieder zu starken Blasenbildungen geführt haben. Es ist also davon auszugehen, dass dieser Trend nicht nachlassen wird, wenn man bedenkt, dass die meisten Menschen vor Bitcoin immer noch zurückschrecken. Wir sind immer noch Early Adopter. Die Kurs-Anstiege von Halving zu Halving werden zwar immer kleiner aber sind dennoch exorbitant. Daher sind wir gespannt wie sich Bitcoin und der BTC Kurs bis zum nächsten Halving entwickeln werden und ob uns eine weitere Blase bevorsteht.

Wir hoffen, dass dir der Artikel gefallen hat und du ein paar Insights von Bitcoin mitnehmen konntest. Nächste Woche erwartet dich eine weitere Reise in die Tiefen von Bitcoin. Stay tuned.

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[Bildquelle: Shutterstock]

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