• Extrem negative Funding Rate:
    Viele Trader zahlen derzeit hohe Gebühren, um auf fallende Bitcoin-Preise zu wetten. Solch stark negative Funding Rates gehören zu den extremsten Werten der vergangenen Jahre und zeigen eine ungewöhnlich pessimistische Marktpositionierung.
  • Derivatemarkt deutlich von Short-Positionen dominiert:
    Nicht nur einzelne Tage, sondern auch mehrtägige und sogar mehrwöchige Durchschnitte der Funding Rates liegen aktuell im negativen Bereich. Das signalisiert, dass sich der Pessimismus im Markt über einen längeren Zeitraum aufgebaut hat.
  • Historisch oft Vorbote starker Gegenbewegungen:
    Phasen extrem negativer Funding Rates traten in der Vergangenheit häufig in besonders pessimistischen Marktphasen auf. Genau solche einseitigen Positionierungen können später Short Squeezes auslösen und damit starke Kursanstiege begünstigen.
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Derivatemarkt zeigt ungewöhnlich starke Short-Positionierung

Aktuelle Daten aus dem Bitcoin Derivatemarkt zeigen eine auffällige Entwicklung. Eine große Zahl von Tradern spekuliert derzeit auf einen fallenden Bitcoin-Kurs und nimmt dafür sogar zusätzliche Kosten in Kauf. Konkret zahlen Short-Trader aktuell regelmäßig Gebühren, um ihre Positionen aufrechtzuerhalten.

Der Hintergrund liegt im sogenannten Funding-Mechanismus der Perpetual Futures. Diese unbefristeten Futures-Kontrakte nutzen eine sogenannte Funding Rate, um den Preis der Bitcoin Futures möglichst nahe am tatsächlichen Spotpreis zu halten.

Ist die Funding Rate positiv, zahlen Long-Trader Gebühren an Short-Trader. Liegt sie hingegen im negativen Bereich, passiert das Gegenteil. In diesem Fall zahlen Short-Trader regelmäßig Gebühren an Marktteilnehmer mit Long-Positionen.

Genau dieses Szenario ist derzeit zu beobachten. Die Funding Rates befinden sich auf deutlich negativem Niveau. Das bedeutet, dass viele Marktteilnehmer aktiv auf fallende Preise setzen und bereit sind, kontinuierlich Gebühren zu zahlen, um ihre Short-Positionen zu halten.

Bitcoin-Kurs: Extremwerte bei Funding Rates

Ein Blick auf aktuelle Marktdaten zeigt, wie ungewöhnlich diese Situation ist. Die Funding Rates auf großen Handelsplattformen wie Binance gehören derzeit zu den negativsten Werten der vergangenen Jahre.

An einzelnen Tagen im März wurden Werte registriert, die zu den niedrigsten seit Anfang 2023 zählen. Solche extremen Ausschläge treten historisch nur selten auf und spiegeln eine besonders pessimistische Marktstimmung wider.

Noch interessanter wird das Bild, wenn man nicht nur einzelne Tage betrachtet, sondern einen Durchschnitt über mehrere Tage bildet. Auch über einen Zeitraum von sieben Tagen bleiben die Funding Rates klar negativ. Das zeigt, dass es sich nicht nur um kurzfristige Marktbewegungen handelt, sondern um eine Positionierung, die sich über mehrere Tage aufgebaut hat.

Durchschnitt bei Binance der Funding-Rate. Quelle: RobynHD auf X
Durchschnitt bei Binance der Funding-Rate. Quelle: RobynHD auf X

Pessimismus hält sich über Wochen

Noch deutlicher wird die Situation bei einem längeren Betrachtungszeitraum. Der Durchschnitt der Funding Rate über 30 Tage befindet sich mittlerweile seit rund zwei Wochen durchgehend im negativen Bereich.

Eine derart lange Phase negativer Funding Rates gab es zuletzt Ende 2022. Damals befand sich der Markt ebenfalls in einer Phase ausgeprägter Skepsis unter den Anlegern. Solche Entwicklungen sind ein klares Zeichen dafür, dass ein großer Teil der Marktteilnehmer aktuell eher mit weiter fallenden Kursen rechnet.

Durchschnitt bei Binance der 30 tägigen Funding-Rate. Quelle: RobynHD auf X
Durchschnitt bei Binance der 30 tägigen Funding-Rate. Quelle: RobynHD auf X

Warum extreme Short-Positionen interessant sein können

Historisch betrachtet sind solche Phasen jedoch besonders interessant für Marktbeobachter. Eine stark einseitige Positionierung im Derivatemarkt kann das Risiko einer sogenannten Short Squeeze erhöhen.

Dabei kommt es zu einer Situation, in der viele Trader gleichzeitig auf fallende Kurse setzen. Steigt der Preis jedoch plötzlich an, geraten diese Positionen unter Druck. Trader müssen ihre Shorts schließen, um Verluste zu begrenzen.

Dieser Prozess führt zu zusätzlichem Kaufdruck, weil das Schließen von Short-Positionen letztlich Käufe im Markt auslöst. Dadurch können sich Kursanstiege kurzfristig stark beschleunigen.

Genau deshalb gelten extrem negative Funding Rates oft als Zeichen für eine besonders pessimistische Marktphase. In mehreren Fällen folgten auf solche Situationen später deutliche Aufwärtsbewegungen.

Perioden der negativen Funding-Rate Quelle: RobynHD auf X
Perioden der negativen Funding-Rate Quelle: RobynHD auf X

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Fazit zum aktuellen Bitcoin-Kurs

Die aktuellen Daten aus dem Bitcoin-Derivatemarkt zeigen eine ungewöhnlich starke Konzentration auf Short-Positionen. Viele Trader sind derzeit bereit, Gebühren zu zahlen, um weiterhin auf fallende Kurse zu setzen.

Solch eine einseitige Marktpositionierung tritt historisch relativ selten auf. Gleichzeitig haben genau solche Situationen in der Vergangenheit häufig Phasen erhöhter Volatilität ausgelöst.

Ob sich daraus tatsächlich eine stärkere Gegenbewegung entwickelt, hängt letztlich davon ab, ob neue Impulse in den Markt kommen. Sollte der Bitcoin-Kurs beginnen zu steigen, könnte die aktuelle Short-Positionierung schnell zusätzlichen Kaufdruck erzeugen.


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