- Bitcoin unter 76.000 US-Dollar:
BTC fällt auf 75.120 US-Dollar, verliert 2,8 Prozent am Tag und rund 5 Prozent auf Wochensicht, die 77.000 US-Dollar-Unterstützung ist gebrochen. - 209 Millionen US-Dollar an BTC-Longs liquidiert:
Insgesamt 577,9 Millionen US-Dollar an Krypto-Positionen gelöscht, davon 209 Millionen US-Dollar Bitcoin-Longs, Shorts verlieren nur 4,7 Millionen US-Dollar. - 105 Millionen US-Dollar Abflüsse aus ETFs:
Spot Bitcoin ETFs verzeichnen deutliche Mittelabflüsse, geopolitische Spannungen und Fed-Unsicherheit erhöhen den Druck. - Technisches Bild bleibt negativ:
13 gleitende Durchschnitte signalisieren Abwärtsdruck, MACD bei minus 262, Momentum-Oszillator bei minus 4.072. - 🔑 Deine Bitcoin gehören Dir:
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Bitcoin verliert die 76.000er Marke
Der Freitagabend brachte für Bitcoin (BTC) einen weiteren Dämpfer. Der Kurs fiel zwischenzeitlich auf 75.120 US-Dollar und verlor damit 2,8 Prozent innerhalb eines Tages. Mit dem Bruch der 77.000‑US-Dollar-Unterstützung rutschte BTC unter die 76.000er Zone, die zuvor mehrfach als kurzfristiger Widerstand fungierte.
Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf rund 5 Prozent. Seit dem Allzeithoch im Oktober 2025 oberhalb von 126.000 US-Dollar wirkt der Tageschart fragil und sucht nach neuer Richtung.
Die Marktkapitalisierung liegt Coingecko zufolge bei etwa 1,5 Billionen US-Dollar, das Handelsvolumen blieb mit 31,49 Milliarden US-Dollar vergleichsweise moderat und unterstreicht die angespannte Struktur. Aktuell liegt der Bitcoin-Kurs bei rund 75.562 US-Dollar.

209 Millionen USD an BTC-Longs gelöscht
Unter der Oberfläche lief ein klarer Hebelabbau. Innerhalb von 24 Stunden wurden laut Coinglass Krypto-Positionen im Umfang von 577,9 Millionen US-Dollar liquidiert. Allein auf Bitcoin entfielen 209 Millionen US-Dollar an Long-Liquidationen, während Short-Positionen lediglich 4,7 Millionen US-Dollar verloren.
Das Ungleichgewicht zeigt, wie einseitig der Markt positioniert war. Negative Funding Raten, mehrfach gescheiterte Versuche, über 76.000 US-Dollar auszubrechen, und ein anhaltender Abbau von Terminmarkt-Engagements verstärkten den Druck zusätzlich. Das Handelsvolumen wirkte dabei deutlich verkaufsgetrieben, was die Bewegung beschleunigte.
ETF-Abflüsse und Makro-Druck
Auch auf der Spotseite fehlte Unterstützung. Für Freitag wurden Abflüsse aus Spot Bitcoin ETFs in Höhe von 105 Millionen US-Dollar ausgewiesen. Damit fehlte ein stabilisierender Kapitalstrom, der in früheren Phasen Rücksetzer abgefedert hatte.

Gleichzeitig verschärften geopolitische Spannungen im Nahen Osten und Warnungen von US Präsident Donald Trump an den Iran das Umfeld. Hinzu kommen Unsicherheiten rund um die Federal Reserve, die sich in einer neuen Führungsphase befindet und von vielen Marktteilnehmern mit einer restriktiveren Geldpolitik assoziiert wird.
Auffällig ist der Kontrast zur Wall Street, die den Handelstag auf Rekordniveau beendete, während Bitcoin weiter nachgab.
Bitcoin: Technik bleibt belastet
Das technische Bild liefert bislang kaum Entlastung. Laut den genannten Daten signalisieren 13 gleitende Durchschnitte Abwärtsbedingungen, lediglich ein Indikator spricht für Unterstützung: Der Momentum Oszillator lag bei minus 4.072 und gehört damit zu den wenigen konstruktiven Signalen unter den Oszillator Indikatoren.
Der MACD notierte bei minus 262 und bestätigt das vorherrschende Abwärtsmomentum im Intraday-Trend. Solange die Zone um 76.000 US-Dollar nicht zurückerobert wird, bleibt die 80.000 US-Dollar-Marke in weiter Ferne.
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Fazit: Bitcoin im Deleveraging-Modus
Bitcoin erlebt aktuell keinen isolierten Kursrutsch, sondern eine Bereinigung über den Derivatemarkt. 209 Millionen US-Dollar an gelöschten Long Positionen zeigen, wie schnell überhebelte Strukturen kollabieren können, wenn Widerstände nicht überwunden werden.
Ohne frische ETF-Zuflüsse und mit weiter negativem Funding bleibt die Marktmechanik defensiv. Erst wenn BTC die verlorene Zone nachhaltig zurückerobert und sich das Liquidationsgefälle normalisiert, verschiebt sich das Kräfteverhältnis wieder zugunsten der Käufer.