Der 22. Februar 2021 ist ein Tag der herben Verluste an den Kryptomärkten. Auch der DeFi-Sektor blieb davon nicht verschont. Insgesamt wurden mehr als 24 Mio. USD an Krediten liquidiert. Die Liquidationen markieren den zweitgrößten Verlust für Investoren des noch jungen Sektors.

Wie aus Daten eines Datenaggregators hervorgeht, kam es am gestrigen 22. Februar 2021 nicht nur an den Kryptomärkten zu herben Verlusten. Offenbar markierten Liquidationen von Krediten bei Compound (COMP) und Aave (AAVE) den zweitgrößten Verlust für Investoren in DeFi.

Mehr als 24 Mio. USD sind demnach liquidiert worden. Und das bei nur zwei Lending-Protokollen. Der größte Verlust bei DeFi-Krediten kam am 26. November 2020 zustande und liquidierte rund 93 Mio. USD.

Zweitgrößter Verlust für Investoren in DeFi

Laut Daten des Datenaggregators DeBank kam es am 22. Februar 2021 alleine bei Compound (COMP) und Aave (AAVE) zu Liquidationen in Höhe von 24,1 Mio. USD. Knapp 60 Prozent der liquidierten Kredite (13,7 Mio. USD) kamen bei Compound zustande, während Investoren bei Aave 5,4 Mio. USD zu verschmerzen hatten.

Quelle: DeFi Pulse

Durch den Abverkauf an den Märkten und der zweitgrößten Welle an Liquidationen von Krediten in DeFi, fiel auch die Gesamtmenge an USD in DeFi-Protokollen von einem Allzeithoch bei 41,87 Mrd. USD auf 35,41 Mrd. USD.

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Liquidationen womöglich begünstigt durch das ETH Netzwerk

Die Liquidationen der Kredite auf den beiden Lending-Plattformen könnten durch die extremen Transaktionskosten über das ETH Netzwerk beschleunigt worden sein. Simple Token-Transfers kosteten laut mehreren Nachrichten auf Twitter zeitweise gerne bis zu 30 USD.

Wer schnellere Transaktionen erreichen wollte, musste also mehr Gebühren bezahlen. Zeitgleich hatte das Netzwerk mit der schieren Flut an Transaktionen zu kämpfen und viele Investoren in DeFi konnten ihre Positionen womöglich nicht schnell genug glattstellen.

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Schlusswort: Viel Chancen, viel Risiko

Vorfälle wie diese zeigen, wie wichtig die eigene Recherche und das Beobachten der Märkte in Zukunftsmärkten ist. Krypto und der DeFi-Sektor sind noch sehr junge Branchen und Volatilitäten können zu plötzlichen Verlusten führen.

Nichtsdestotrotz bleiben die Aussichten für 2021 weiter bullisch und Verluste sind an den Märkten normales Tagesgeschäft. Genauso normal, wie bärische Phasen während eines Bullenmarktes.