Ethereum 2.0 wird immer dringender – Kann es die Skalierungsprobleme lösen?

Ethereum erreicht immer wieder seine Grenzen. Das ETH Netzwerk wird durch den Hype um Decentralized Finance (DeFi) teilweise nicht mehr nutzbar. Die Gebühren für eine Transaktion oder eine Interaktion mit einem Smart Contract erreichen neue Höchststände. Das Ethereum Netzwerk hält den wellenartigen Ansturm kaum aus und macht DeFi einen Strich durch die Rechnung.

Die Transaktionsgebühren sind nicht mehr lange tragbar, vor allem wenn weitere Nutzer auf das ETH Netzwerk stürmen. Mit Ethereum 2.0 sollen diese Skalierungsprobleme gelöst werden, doch einige Analysten sind sich noch nicht einig, ob das Update langfristig reichen wird. In diesem Artikel wollen wir uns die möglichen Auswirkungen anschauen, Viel Spaß!

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Ethereum Transaktionskosten schießen in die Höhe

Der DeFi Sektor genießt einen regelrechten Hype. Egal ob Swapping, Farming, Staking oder Liquidity Mining – jeden Tag entsteht ein neues Projekt und lässt die Herzen der Profitjäger schneller schlagen. Das führt dazu, dass das Netzwerk mit Transaktionen und Interaktionen mit komplexeren Smart Contracts überladen wird und die Transaktionsgebühren in die Höhe schießen. Das freut an dieser Stelle eigentlich nur die Ethereum Miner, die aktuell so viel verdienen wie noch nie.

Für die Nutzer ist es auf der anderen Seite teilweise nicht mehr tragbar. Kleine Transaktionen sind nicht mehr möglich oder eher gesagt übersteigen die Kosten den Wert der eigentlichen Transaktion. Daher ist es kein Wunder, dass Nutzer nun sehnsüchtig auf den Start von Ethereum 2.0 warten, dass die besagten Probleme endlich lösen soll. Ob das aber ausreichen wird, um langfristig die Transaktionskosten niedrig zu halten, steht noch in den Sternen.

DeFi wird immer beliebter aber das Netzwerk stößt an seine Grenzen

Die Zahl der eindeutigen DeFi-Adressen steigt seit Anfang des Jahres extrem stark an. Zu Beginn des Jahres gab es noch ca. 100.000 DeFi-Adressen. Mittlerweile sind es über 485.000. Das ein starkes Wachstum, was vor allem durch Uniswap ausgelöst wurde, dass aktuell das Handelsvolumen von Coinbase übertrifft. Doch wenn wir die DeFi-Adressen mit den Kunden von Coinbase vergleichen, ist es noch ein langer Weg. Aktuell verzeichnet Coinbase einen Kundenstamm von ca. 32 Millionen.

Genau diesen Vergleich hat der Analyst Alex Krüger auf Twitter gemacht. Er hat versucht abzuschätzen, ob der Wechsel auf Ethereum 2.0 langfristig die Skalierungsprobleme von ETH lösen kann.

Alex Krüger geht dabei davon aus, dass die 485.000 DeFi Adressen auf ca. 114.000 Nutzer zurückzuführen sind, da jeder Nutzer in etwa 4 Ethereum Adressen nutzt. Das ist natürlich nur eine Theorie und lässt sich kaum in irgendeiner Weise belegen.

Kann Ethereum 2.0 die Skalierungsprobleme lösen?

Eine Antwort auf die Frage von Krüger, ob Ethereum es schaffen wird Millionen von Nutzern zu handhaben, wurde umgehend von David Lach mit den folgenden Worten beantwortet:

Es beginnt zunächst mit 64 Shards, so dass es in der Lage sein sollte, mindestens die 64fache Nutzung zu bewältigen (möglicherweise sogar noch mehr, wenn wir auch eine L2-Adoption erhalten).

Die Transaktionskapazität soll also um das 64-fache nach dem Update auf Ethereum 2.0 steigen. Das bedeutet, dass etwa 7,3 Millionen Nutzer unter ähnlichen Bedingungen das Ethereum Netzwerk nutzen könnten, wie es aktuell der Fall ist. Das ist natürlich noch kein Vergleich zu Coinbase. Zudem stellt Coinbase ja nur eine einzige von vielen Kryptobörsen mit Millionen von Nutzern dar.

Es gibt also keine andere Option als irgendwann auf Second Layer überzugehen, um die Skalierungsprobleme in den Griff zu kriegen. Vitalik Buterin, einer der Gründer von Ethereum hat das bereits mehrfach erwähnt und einige Lösungen wie Zk-sync, OMG und Loopring aufgezeigt, die es bereits heute gibt. Problem dabei ist nur, dass es keiner nutzt. Nach Buterins Schätzung könnte man statt 12-15 Transaktionen pro Sekunde (TPS) auf über 2.500 TPS skalieren.

Was sind Shards? Wie funktioniert Staking und was erwartet uns im Ethereum 2.0 Update? Die Antworten findet ihr im folgenden verlinkten Artikel.

Lesetipp: Ethereum 2.0: Staking, der Übergang und was ihr beachten solltet!

Second Layer haben kaum Einfluss auf Ethereum Smart Contracts

Am 17. September überschritt die Transaktionszahl von Ethereum zum ersten Mal seit ihrem Höchststand im Jahr 2018 ein Allzeithoch von 1,34 Millionen. Darüber hinaus waren zum Ende 2017 nur ca. 2% der Gesamttransaktionen Smart Contract Ausführungen. Also Interaktionen mit Smart Contracts. Am letzten Freitag sind diese Transaktionen auf über 50% angestiegen und zeigen deutlich die Richtung, in die sich das Netzwerk bewegt.

Die meisten Layer-2-Lösungen orientieren sich am einfachen Versenden von Ethereum und anderen ETH-basierten Token. Damit werden diese Lösungen auf keinen großen Einfluss auf die gesamten Transaktionsgebühren haben. Daher bleibt nach wie vor die Hoffnung bei Ethereum 2.0.

Wir sind gespannt wie schnell der DeFi Bereich wachsen wird und ob das Update von Ethereum dem Andrang gerecht werden kann. Wie immer bleiben wir dran und berichten täglich für euch!

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