• ETH-Kurs schwach, Fundamentaldaten stark:
    Ethereum verlor 2025 rund zehn Prozent, startet 2026 jedoch mit einer leichten Erholung über 3.100 US-Dollar.
  • Stablecoins dominieren auf Ethereum:
    Mit rund 59 Milliarden US-Dollar und über 62 Prozent Marktanteil bleibt Ethereum die wichtigste Stablecoin-Plattform.
  • Tokenisierte Vermögenswerte als Wachstumstreiber:
    Mehr als 65 Prozent aller tokenisierten Real-World-Assets liegen auf Ethereum, deutlich vor anderen Blockchains.
  • Institutionelle Kapitalflüsse sprechen für ETH:
    Zuflüsse in Ethereum haben sich 2025 verdoppelt, während Bitcoin an Dynamik verlor.
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Schwacher ETH-Kurs, aber ein besserer Jahresstart 2026

Ethereum hat das Jahr 2025 mit einer enttäuschenden Kursentwicklung abgeschlossen. Insgesamt verlor der ETH-Kurs rund 10 % und blieb vor allem im Schlussquartal deutlich hinter den Erwartungen zurück. Entsprechend verhalten fiel die Marktstimmung aus. Zum Start in das Jahr 2026 zeigt sich jedoch eine erste Stabilisierung. Zuletzt konnte Ethereum die Marke von 3.100 US-Dollar überschreiten und legte innerhalb von 24 Stunden rund 6,5 % zu.

ETH-Kurs in den letzten 7 Tagen auf Coinmarketcap
ETH-Kurs in den letzten 7 Tagen auf Coinmarketcap

Für Kevin Rusher, Gründer von RAAC, greift der Fokus auf den reinen Kurs jedoch zu kurz. Seiner Einschätzung nach könnte gerade 2026 das Jahr werden, in dem Ethereum den Markt überrascht – nicht wegen kurzfristiger Preisbewegungen, sondern aufgrund seiner wachsenden Rolle als infrastrukturelle Basis für institutionelle Anwendungen.

Institutionelle Nutzung wächst abseits der Kurse

Rusher betont, dass viele Beobachter vor allem auf den ETH-Kurs schauen und dabei übersehen, wo das eigentliche Wachstum stattfindet. Immer mehr institutionelle Akteure nutzen Ethereum für Stablecoins, Zahlungen und tokenisierte Vermögenswerte. Diese Entwicklung verläuft weitgehend unabhängig von kurzfristigen Kursbewegungen.

Ein zentrales Beispiel ist der Stablecoin-Markt. Über die Weihnachtszeit stieg das Volumen der auf Ethereum ausgegebenen Stablecoins auf rund 59 Milliarden US-Dollar. Damit entfallen mehr als 70 % des gesamten Stablecoin-Marktes auf Ethereum, deutlich mehr als auf jede andere Blockchain. Für Rusher ist das ein klarer Hinweis darauf, wo Institutionen ihre Infrastruktur aufbauen.

Stablecoin-Markt. Quelle: CoinLaw.io
Stablecoin-Markt. Quelle: CoinLaw.io

Tokenisierung stärkt Ethereums Fundament

Besonders dynamisch entwickelt sich laut Rusher der Markt für tokenisierte Vermögenswerte. Daten von RWA.xyzzeigen, dass aktuell rund 12,5 Milliarden US-Dollar an tokenisierten Real-World-Assets auf Ethereum liegen. Das entspricht mehr als 65 % des gesamten Marktes. Zum Vergleich: Die BNB Chain kommt auf rund 2 Milliarden US-Dollar, während Solana und Arbitrum jeweils unter 1 Milliarde liegen.

Ein besonders stark wachsender Bereich ist tokenisiertes Gold. Allein über die Feiertage überschritt das Volumen von tokenisiertem Gold auf Ethereum die Marke von 4 Milliarden US-Dollar, nachdem es zu Jahresbeginn noch bei etwa einer Milliarde lag. Laut Rusher findet dieser Wachstumsschub nahezu ausschließlich auf Ethereum statt. Das Interesse von institutionellen Investoren deutet darauf hin, dass sich dieser Trend fortsetzen könnte.

Einordnung: Wachstum jenseits des Charts

Ethereum hat 2025 beim Kurs enttäuscht, doch abseits des Preisgeschehens zeigen die Fundamentaldaten ein anderes Bild. Stablecoins, tokenisierte Vermögenswerte und Zahlungsinfrastruktur wachsen weiter und ziehen zunehmend institutionelles Kapital an. Ob sich dieses strukturelle Wachstum 2026 in einem nachhaltigen Kursanstieg widerspiegelt, bleibt offen.

Gleichzeitig bleibt die weitere Kursentwicklung nicht losgelöst vom makroökonomischen Umfeld. Faktoren wie Geldpolitik, Liquiditätsentwicklung und die Risikobereitschaft an den globalen Finanzmärkten dürften maßgeblich beeinflussen, wie stark sich dieses strukturelle Wachstum im Laufe des Jahres 2026 auch im ETH-Kurs widerspiegelt. 

Klar ist jedoch: Die Bedeutung von Ethereum innerhalb der digitalen Krypto-Ökonomie nimmt weiter zu und genau darin sehen Experten das Überraschungspotenzial für das kommende Jahr.