Geht der NFT-Hype mit Facebook, Instagram und Co. in die nächste Runde? Wie aus den Aussagen von David Marcus hervorgeht, plant der Social Media-Gigant mit der Einführung des eigenen Novi-Wallets auch eine Unterstützung für NFTs. Dies erklärte David Marcus, Finanzchef von Facebook, in einem Interview mit Bloomberg.

Entwicklung von Novi-Wallet abgeschlossen: Facebook wartet auf Regulierung

Mehrere Jahre Entwicklungsarbeit hat Facebook in das Novi-Wallet und die eigene Kryptowährung Diem gesteckt. Auch wenn die Entwicklung des Wallets weitgehend abgeschlossen sei, werde es wohl noch einige Jahre dauern bis der Markteintritt erfolgt.

Das liegt daran, dass Facebook durch die unklaren Krypto-Verhältnisse in vielen Ländern noch warten möchte, bis man diesen Schritt geht. Im Zweifel sei Facebook allerdings auch dazu bereit, das Wallet zunächst ohne Diem zu veröffentlichen. Für den Erfolg von Diem sei das Novi-Wallet allerdings unabdingbar.

Daher sei man durchaus daran interessiert, die Kryptowährung Diem und das Wallet gleichzeitig zu veröffentlichen. Im Mai kamen zudem Spekulationen über eine Bitcoin-Adoption bei Facebook auf – hierzu äußerte sich Marcus allerdings nicht.

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Marcus bringt NFTs ins Spiel

Bisher war noch nicht von NFTs bei Facebook die Rede. Nachdem das Whitepaper zum ursprünglich geplanten Stablecoin „Libre“ im Jahre 2019 veröffentlicht worden war, hatte das Projekt viele Änderungen erfahren – unter anderem der Namenswechsel vor dem Launch zu Diem.

Eher überraschend waren daher die Aussagen von Marcus im Interview mit Bloomberg. Marcus erklärte:

Es ist noch zu früh, um über unsere Pläne zu sprechen, aber wir prüfen definitiv eine Reihe von Plänen, uns in dem [NFT-]Raum zu engagieren, weil wir dafür in einer guten Position sind. Wir können einen positiven Einfluss haben, sowohl für die Künstler, als auch für die Verbraucher.

„Facebook verdient eine faire Chance“

Dass Facebook sich am Finanzsektor etablieren möchte, kommt allerdings nicht bei Jedermann gut an. So hagelte es durchaus auch Kritik, als Facebook seine Pläne veröffentlichte. Während viele am Kryptomarkt die Dezentralität sehr schätzen und dadurch Vertrauen gewinnen, ist das Vertrauen in große Online-Unternehmen wie Facebook gering.

Das liegt an der immens hohen Flut an Daten, die auf den sozialen Netzwerken vorhanden sind - so wird auch der Begriff Datenkrake sehr oft in Bezug auf Unternehmen wie Google oder Facebook genutzt.

So hatte sich David Marcus in einem Blog-Beitrag bereits zu den Bedenken anderer Leute geäußert: Er erklärte, dass Facebook "eine faire Chance" verdiene, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen.

Facebook habe seiner Meinung nach schließlich einen großen Beitrag, durch den erschaffenen Wettbewerb im Kommunikationswesen, zur Kostensenkung bei Textnachrichten und Auslandsgesprächen geleistet. So eine positive Entwicklung könnte also auch im Krypto-Sektor erfolgen.

Marcus habe dennoch „volles Verständnis für die Hinterfragung“ – er plädiert ohnehin keineswegs für blindes Vertrauen. Gleichzeitig möchte er jedoch auch nicht, dass die Leute Facebook in diesem Sektor kategorisch ablehnen.

Ich habe volles Verständnis für die Hinterfragung und die Vertrauensgespräche, aber ich plädiere nicht für blindes Vertrauen. Ich plädiere für eine Chance, das Vertrauen der Menschen über einen langen Zeitraum hinweg zu gewinnen.

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