Der Wert des NFT-Marktes insgesamt fällt, nachdem dieser Markt einen stark bullischen Start in das Jahr 2021 hingelegt hatte. Während die Preise fallen, fällt nun auch das Sentiment. Doch ebenso wie Kryptowährungen sind NFTs offenbar gekommen, um zu bleiben.

Die Märkte rundum Kryptowährungen sind relativ leicht zu verfolgen. Die Preisbewegungen sind recht transparent nachzuvollziehen und das Sentiment gut zu erfassen. Bei Non-Fungible Tokens (NFTs) gestaltet sich das schon schwieriger.

Aufgrund der illiquiden Beschaffenheit dieser Märkte sind weder die Preisbewegungen transparent, noch ist das Sentiment leicht zu erfassen. Daten von Datenaggregatoren zeigen nun aber, dass neben den Preisen für NFTs, auch das Sentiment der Marktteilnehmer zu fallen scheint. NFT Hype schon vorbei?

Das Ende des NFT-Hypes?

Daten des Datenaggregators Nonfungible.com zeigen einen scharfen Rückgang in den Verkaufszahlen und Preisen von NFTs. In aller Kürze übersetzt bedeutet dies nichts anderes als einen Rückgang im Preis, gepaart mit einem Rückgang im Sentiment der Marktteilnehmer. Kommt der NFT-Hype schon zu einem Ende?

Quelle: Nonfungible

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Im Durchschnitt fielen die Preise um rund 70 % seit dem Höchststand des Hypes im Februar. Der Einbruch bei den Verkäufen der Non-Fungible Tokens ist sogar noch signifikanter. Deutlich wird dies alleine schon im krassen Unterschied zwischen den „All time Sales“ und den Verkäufen der letzten 7 Tage.

NFT-Blase geplatzt im „stillen Crash“

Analysten sprechen deshalb vom „Platzen der Blase“. Der Starts ins Jahr 2021 für die NFT-Märkte war explosiv und begleitet von einer Menge Hype. Parallelen zum DeFi-Boom aus dem Sommer 2020 wurden hier schnell gezogen. Und in der Tat platzte auch die DeFi-(Preis-)Blase letztes Jahr.

Quelle: Nonfungible

In Fachkreisen wird von einem „stillen Crash“ gesprochen. Warum still? Weil in illiquiden Märkten die Marktteilnehmer oft gar nicht wissen, dass ein Crash unterwegs ist, ehe der Crash schon weiter fortgeschritten ist. Das Sentiment in den NFT-Märkten scheint nun aber zu kippen, wie u.a. die Verkaufszahlen belegen.

Quelle: Nonfungible

Von über 34.000 Verkäufen fielen die Verkaufszahlen bei NFTs alleine in 7 Tagen auf unter 28.000. Die Summe an USD fiel dadurch selbstverständlich auch. Während das Sentiment in den NFT-Märkten also zu kippen scheint, dürfte der Hype zum Erliegen kommen. Doch bedeutet das auch das Ende für NFTs?

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Non-Fungible Tokens sind gekommen, um zu bleiben

Weit gefehlt, sagt Christopher E. Wilmer von der University of Pittsburgh. Denn ja, natürlich gab es eine Blase in den NFT-Märkten und natürlich wird es auch weiterhin solche Blasen geben können. Doch diese Bildung von Extremen in den Märkten sind über alle Märkte hinweg immer wieder zu beobachten. Der Vergleich zu den Kryptomärkten liegt hier nahe.

NFTs befinden sich nicht mehr oder weniger in einer Blase, wie Kryptowährungen auch. Es wird immer wieder zu irrationalen Über- und Unterreaktionen kommen. Doch Kryptowährungen sind gekommen, um zu bleiben. NFTs höchstwahrscheinlich auch.

Anhänger der Behavioral Finance würden Wilmer hier sofort zustimmen. Extreme Anstiege und extreme Abverkäufe sind über alle Märkte hinweg immer wieder zu beobachten. Der Grund dafür: die Marktteilnehmer und ihre Emotionen bzw. daraus resultierende Verhaltensmuster.

Schlusswort

NFTs gehen nirgendwohin! Denn der Markt bestimmt den Wert, nicht den Nutzen. Und gerade hier scheint schon alleine die Gamingindustrie ein schier nicht enden wollendes Potenzial in NFTs zu sehen. Es darf also gespannt beobachtet werden, wie die Preise aktuell fallen, aber in Zukunft dann – mit Substanz statt mit Hype – wachsen könnten.