• Stablecoin-Zahlungen wachsen rasant:
    Laut Bloomberg Intelligence könnten Stablecoin-Zahlungsströme bis 2030 auf 56,6 Billionen US-Dollar steigen. Das entspräche einem jährlichen Wachstum von rund 80 %.
  • USDT und USDC dominieren den Markt:
    Tether und USDC vereinen über 95 % des Stablecoin-Transaktionsvolumens auf sich. USDT führt bei Nutzung und Marktkapitalisierung, USDC bei DeFi-Transaktionen.
  • Adoption in Schwellenländern nimmt zu:
    Stablecoins werden zunehmend als Dollar-Ersatz in Ländern mit hoher Inflation genutzt. Das verlagert Zahlungsströme weg von DeFi hin zu realwirtschaftlichen Anwendungen.
  • Institutionen und Staaten treiben Integration:
    Zahlungsriesen wie Western Union, MoneyGram und Zelle arbeiten an Stablecoin-Lösungen. Gleichzeitig schaffen Länder wie Kanada und Großbritannien regulatorische Rahmenbedingungen.
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Stablecoins entwickeln sich zum globalen Zahlungsnetz

Stablecoins stehen vor einem strukturellen Durchbruch. Laut einer Analyse von Bloomberg Intelligence könnten die weltweiten Zahlungsströme über Stablecoins bis zum Jahr 2030 auf 56,6 Billionen US-Dollar anwachsen. Damit würden Stablecoins von einem Krypto-Nischenprodukt zu einem der wichtigsten Zahlungsinstrumente im globalen Finanzsystem aufsteigen.

Zum Vergleich: Im Jahr 2025 lag das abgewickelte Stablecoin-Volumen bei rund 2,9 Billionen US-Dollar. Sollte sich die Prognose bewahrheiten, entspräche dies einem jährlichen Wachstum von rund 80 % über fünf Jahre hinweg. Getrieben wird diese Entwicklung vor allem durch institutionelle Nutzung und den wachsenden Einsatz in Ländern mit hoher Inflation und eingeschränktem Zugang zum klassischen Bankensystem.

USDT und USDC dominieren den Markt

Der Stablecoin-Markt wird weiterhin klar von Tether (USDT) und USD Coin (USDC) geprägt. Bloomberg zufolge ist USDT der meistgenutzte Stablecoin für alltägliche Zahlungen, Geschäftstransaktionen und als digitales Wertaufbewahrungsmittel. USDC von Circle wiederum ist besonders stark im DeFi Bereich verankert.

2025 stiegen die gesamten Stablecoin-Transaktionsströme gegenüber dem Vorjahr um 81 %. Gleichzeitig sank jedoch der Anteil der Aktivitäten auf dezentralen Plattformen. Daten der Analyseplattform Artemis zeigen, dass sich die Nutzung zunehmend in Richtung realwirtschaftlicher Zahlungsanwendungen verschiebt.

Größe der Stablecoin-Zahlungen
Größe der Stablecoin-Zahlungen

Anthony Yim, Mitgründer von Artemis, führt diese Entwicklung auf die wachsende Nachfrage nach US-Dollar-Stablecoins in Schwellenländern zurück, die sich in einem zunehmend instabilen geopolitischen Umfeld befinden. Trotz dieser Verschiebung erreichte USDC 2025 ein Transaktionsvolumen von 18,3 Billionen US-Dollar, während USDT auf 13,3 Billionen US-Dollar kam.

Zusammen machten beide Stablecoins mehr als 95 % des gesamten Stablecoin-Transaktionsvolumens von rund 33 Billionen US-Dollar aus. Bewertungsseitig dominiert USDT jedoch klar mit einer Marktkapitalisierung von 186,9 Milliarden US-Dollar, gegenüber 74,9 Milliarden US-Dollar bei USDC. Der gesamte Stablecoin-Markt kommt aktuell auf ein Volumen von etwa 312 Milliarden US-Dollar.

Staaten und Institutionen treiben die Adoption voran

Auch auf regulatorischer und institutioneller Ebene nimmt die Integration von Stablecoins spürbar zu. Seit US-Präsident Donald Trump im Juli das sogenannte GENIUS-Gesetz unterzeichnet hat, haben Länder wie Kanada und Großbritannien ihre Arbeiten an klaren Stablecoin-Rahmenwerken beschleunigt. Ziel ist es, Stablecoins bereits ab 2026 stärker in das regulierte Finanzsystem einzubinden.

Parallel dazu wächst das Interesse großer Zahlungsdienstleister. Western Union plant, in der ersten Hälfte von 2026 ein Stablecoin-Abwicklungssystem auf der Solana Blockchain einzuführen. Auch MoneyGram und Zelle arbeiten an Stablecoin-Lösungen, um grenzüberschreitende Zahlungen schneller und kostengünstiger zu machen.


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Fazit: Vom Krypto-Tool zur Finanzinfrastruktur

Die Prognosen von Bloomberg Intelligence verdeutlichen, wie stark sich die Rolle von Stablecoins verändert. Was einst als Brücke zwischen Krypto- und Fiatwelt begann, entwickelt sich zunehmend zu einer eigenständigen Zahlungsschicht des globalen Finanzsystems. Institutionelle Akteure, staatliche Rahmenbedingungen und reale Zahlungsanwendungen sorgen dafür, dass Stablecoins weit über den Kryptomarkt hinaus an Bedeutung gewinnen.

Sollte sich das prognostizierte Wachstum auch nur teilweise realisieren, könnten Stablecoins bis 2030 eine ähnliche Rolle einnehmen wie klassische Zahlungsnetzwerke, jedoch schneller, günstiger und globaler.