Kaum ein Bereich innerhalb des Kryptowährungssektors fasziniert institutionelle Anleger so sehr wie Decentralized Finance (DeFi). Angefangen mit Ethereum hat dieser Sektor mittlerweile riesengroße Ausmaße angenommen.

Insbesondere 2020 ist es zu einem regelrechten Boom gekommen. Die folgende Grafik von Chainanalysis am Beispiel von Ethereum verdeutlicht, wie stark der DeFi Sektor innerhalb des Ethereum-Ökosystems an Bedeutung gewonnen hat. Mittlerweile dienen zwar auch andere Ökosysteme für DeFi Produkte, Ethereum ist allerdings weiterhin klarer Marktführer.

Entwicklung des Transaktionsvolumens der einzelnen Ethereum-Segmente

Was es mit DeFi auf sich hat und welche Projekte in diesem Sektor besonders interessant sind, erfährst Du in diesem Artikel.

In diesem Artikel beantworten wir folgende Fragen
  • Was ist DeFi?
  • Wozu brauchen wir DeFi?
  • Wie dezentral ist DeFi?
  • Welche DeFi Anwendungen gibt es?
  • Wie kann ich in DeFi investieren?

Was ist DeFi? - Erklärung zu Decentralized Finance

Bevor wir auf die Frage "Was ist DeFi" eingehen und uns eine Definition von Decentralized Finance anschauen, wollen wir einen Blick auf das uns bekannte Finanzsystem werfen.

Bisher: Kontrollverlust durch zentrales Finanzsystem

Eine Welt ohne Banken und Kreditinstitute: Im ersten Moment klingt dies wahrscheinlich unmöglich. Dies Historie der Bank geht schließlich bis ins elfte Jahrhundert zurück. Die Infrastruktur und Zahlungssysteme, die Banken über Jahrzehnte bis Jahrhunderte aufgebaut haben, gehören selbstverständlich zu unserem Alltag.

Dein Gehalt erhältst Du auf Dein Girokonto. Deine monatlichen Fixkosten bezahlst Du per Dauerauftrag oder SEPA-Lastschriftmandat. Das Haus oder Auto finanzierst Du per Immobilien- und Ratenkredit. Alles abgewickelt durch Banken. Sparbücher, Depots und vieles mehr bieten Banken heutzutage an.

Grafik des zentralen Finanzsystems
Das traditionelle Finanzsystem mit zentralen Akteuren

Du verfügst zwar über Dein Konto, aber verfügst Du auch über Dein Geld? Bei Deinem Bankkonto bist Du auf die Bank angewiesen. Transaktionen werden zur den Arbeitszeiten der Bank verbucht. Die Bank kann ohne Angabe von Gründen Dein Bankkonto kündigen. Dein Konto kann eingefroren werden, so dass Du über die Gelder nicht mehr verfügst. Die Bank kann pleitegehen.

Du siehst also, Du hast bei zentral gestalteten Modellen keine Kontrolle über Dein Geld. Über die Werterhaltung des Geldes ohnehin nicht. Das hat uns vor allem die Finanzkrise 2007 gezeigt, in der Banken die Weltwirtschaft in große Probleme manövriert haben.

Dank DeFi: Kontrolle über Dein Vermögen

Der Verlust von Macht fängt also damit an, dass wir unsere Guthaben bei den Banken lagern und wir damit keine volle Kontrolle über unsere Vermögen haben. Das Angebot von Geld und die Regulierung des Marktes liegt also bei den Zentralbanken dieser Welt.

Ein Problem, das uns erst bewusst wird, wenn es zu spät ist. Schauen wir nur auf die aktuelle Situation in Venezuela, wo die Bevölkerung unter der schlechten Geldpolitik ihrer Regierung leidet und das Geld nichts mehr wert ist, als das Papier auf dem es gedruckt wurde. Inflation par excellence. Eine Herausforderung, die auch auf uns zukommen könnte, aber das ist eine andere Geschichte.

Schematischer Aufbau eines dezentralen Netzwerks
Dezentralität als Kontrast mit verschiedenen Akteuren

Als Alternative für das uns bekannte sogenannte Fiatgeld gibt es dezentrale Kryptowährungen wie Bitcoin. So können wir Zahlungen vornehmen, ohne auf andere Dienstleister angewiesen zu sein. Diese Dezentralität lässt sich auf viele weitere Anwendungsgebiete übertragen, die weit über die einfache Anwendung als Zahlungsmittel hinausgehen. Durch Smart Contracts hat sich hier unter anderem der DeFi Sektor gebildet.

Wie in der Einleitung bereits erwähnt, ist DeFi die Abkürzung für Decentralized Finance. Es beschreibt die Summe aller dezentralen Anwendungen rund um das Thema dezentraler Finanzdienstleistungen.

Darunter fallen beispielsweise Stablecoins, Lending und Borrowing Services, Payment, Börsen (DEX), Derivate, Fonds und sogar Versicherungen. Das Anwendungsfeld ist schier unbegrenzt und auch, wenn Ethereum die derzeit am meisten genutzte Plattform für DeFi dApps (dezentrale Anwendungen) ist, können diese Finanz-Applikationen auch auf anderen Blockchains mit Smart Contract-Funktion gebaut werden.

Übrigens: Das klassische Finanzsystem und DeFi müssen sich nicht zwingend ausschließen. Sogar die US-Börsenaufsicht SEC sieht große Chancen in DeFi.

DeFi Apps: Anwendungen von Decentralized Finance

Nachdem wir die Bedeutung von DeFi geklärt haben, wollen wir Dir verschiedene Anwendungsgebiete von DeFi erläutern. Prinzipiell können dezentralisierte Finanzsysteme überall dort angewendet werden, wo ein Tausch von geldwerten Mitteln stattfindet. Die Anwendungsgebiete sind schier unbegrenzt. Im Folgenden findest Du eine Erklärung der spannendsten DeFi Bereiche.

DeFi Lending: Geld verdienen mit Decentralized Finance

Eines der größten Anwendungsfelder im DeFi Ökosystem bilden Lending- bzw. Borrowing-Protokolle.

Lending und Borrowing bilden dabei das einfache Modell von Kreditvergaben ab. Der Kreditgeber hinterlegt seine Coins im Protokoll und erhält durch den Verleih (Lending) Zinsen, die der Kreditnehmer (Borrowing) zahlt. Vermittelt wird das über den Smart Contract des Protokolls.

Als Alternativen zu Banken haben sich in den vergangenen Jahren beispielsweise Bondora oder Mintos auf sogenannte P2P-Kredite spezialisiert, die nach dem selben Muster funktionieren. Hierfür schaffen die Plattformen eine zentrale Schnittstelle, durch die Kreditnehmer und Kreditgeber miteinander partizipieren. Bondora und Mintos berechnen hierfür eine Gebühr, die in der Regel deutlich über der Gebühr eines Smart Contracts liegt.

Während der Kreditnehmer so sehr unkompliziert seinen Kredit erhält, erhältst Du durch das Bereitstellen Deines Kapitals Zinsen in Form von Kryptos. Führend in diesem Sektor ist Compound mit einem Marktanteil von rund 47 Prozent.

Dezentrale Börsen (DEX)

Das nächste große Kapitel im DeFi Sektor sind dezentrale Exchanges. Es ist kein Wunder, dass dezentrale Exchanges bzw. dezentrale Börsen (DEX) zu den ersten Anwendungen im DeFi Sektor gehörten.

Schließlich stehen Kryptowährungen für Dezentralität. Um Kryptowährungen zu kaufen, nutzt Du unter anderem Krypto-Börsen wie Binance oder Kraken. Bei genauerer Betrachtung macht dies jedoch wenig Sinn, denn diese Krypto-Börsen sind wiederum zentrale Instanzen, denen Du für den Handel Dein Geld oder Deine Kryptowährungen anvertraust.

Daher steigt die Beliebtheit von DEXes stark an. Die zugrundeliegende Idee ist dabei sehr simpel: Auf Basis von Smart Contracts werden Angebot und Nachfrage auf einem offenen Marktplatz zusammengebracht.

Dezentrale Börsen ermöglichen Dir dabei den Zugang zu Tausenden von interessanten ERC20-Token und Projekten.

Noch haben dezentrale Börsen jedoch den Nachteil, dass sie wesentlich langsamer und weniger liquide sind als zentrale Börsen. Zumindest die Liquidität kriegen viele Krypto-Börsen mittlerweile immer besser in den Griff. Das Handelsvolumen der dezentralen Exchange Uniswap hat sich monatlich im Bereich von rund 40 Milliarden US-Dollar eingependelt, was die Beliebtheit unterstreicht.

Uniswap Handelsvolumen 1. Mai bis 22. November 2021

Auch die Performance von dezentralen Börsen dürfte sich zukünftig verbessern. Eine DEX ist auf die Blockchain der zugrundeliegenden Kryptowährung angewiesen. Die meisten dezentralen Börsen gibt es auf der Ethereum Blockchain. Mit der Umstellung auf Ethereum 2.0 sollten daher viele dezentrale Krypto Börsen performancetechnisch zulegen.

Wenn Du auf der Suche nach der richtigen dezentrale Börse bist, empfehlen wir Dir den Service von 1Inch.exchange. Das Protokoll vereint die gesamte Liquidität aller dezentralen Börsen und sucht Dir automatisch den besten Preis. Eine Alternative hierzu bildet die dezentrale Börse Uniswap.

DeFi Staking: So funktioniert es

Staking kann durchaus als eine der größten Applikationen für Decentralized Finance angesehen werden. Der einzige Unterschied zum Lending ist, dass die hinterlegten Tokens allein der Sicherheit des Netzwerks dienen und nicht verliehen oder weitergegeben werden.

Dennoch ermöglicht es Staking dem Nutzer Renditen und passives Einkommen durch das Staken seiner Coins zu erwirtschaften.

DeFi Derivate, Fonds und Versicherungen

Die Derivate sind die aufstrebenden dApps im Ökosystem. Der Wert eines Derivates basiert dabei auf dem zugrundeliegenden Vermögenswert. Damit sind die Möglichkeiten für Derivate theoretisch unbegrenzt und auch die Tokenisierung von echten Gütern ist immer wieder ein Thema.

Der bekannteste Anbieter ist hier Synthetix, welches die Erstellung von synthetischen On-Chain-Assets ermöglicht, die den Wert von Assets in der realen Welt verfolgen.

Obwohl Derivate in der „echten“ Finanzwelt meistens als Absicherung dienen, sieht die Kryptoszene diese Produkte eher als weiteres Spekulationsvehikel. Das beste Beispiel sind die Future Plattformen, die selbst bei illiquiden Assets einen Hebel von 125-150x anbieten.

Wir sehen, dass es neben den bereits erwähnten Use Cases noch eine große Vielzahl an weiteren DeFi Anwendungen gibt.

Beispielsweise ist es möglich passive Fonds über DeFi-Anwendungen aufzusetzen. Fonds, für die keine Regulierungsbehörde erst noch das „Ok“ geben muss. Auch Lotterien, Versicherungen und die Herausgabe echter Wertpapiere (Security Token) sind ein Thema.

DeFi und Dezentralisierung: Die Stufen von Dezentralität

Auch wenn Anwendungen im DeFi-Sektor suggerieren, dass sie vollkommen dezentral sind, liegt keine hundertprozentige Dezentralität vor. Dies ist nicht zwingend schlecht. Merke Dir dennoch folgenden Satz:

Ein System ist nur so dezentral wie seine zentralisierte Komponente.

Um zu verstehen, wie dezentral ein DeFi Protokoll wirklich ist, kann die Kyle Kistner Dezentralität in sieben Grade von Grad null bis sechs unterteilt. Wir fokussieren uns hierbei auf die Lending-Protokolle und deren gemeinsame Komponenten, wie z.B. Verwahrung, Preis-Feeds, Bereitstellung von Margin-Call-Liquidität, Initiierung von Margin Calls, Protokollentwicklung und Bestimmung des Zinssatzes.

Unter dem Grad null von DeFi Produkten verstehen wir Centralized Finance (CEFI)-Produkte. Charakteristisch hierfür ist die Depot-Verwahrung sowie die Bereitstellung von Liquidität oder zentrale Bestimmung der Zinssätze. Beispiele sind BlockFi, SALT, Celsius oder Nexo. Börsen nutzen oft einen dieser Services als Drittanbieter für ihr Lending.

Mit jedem Grad steigt die Dezentralität. Unter Grad sechs ist die komplette Dezentralisierung beschrieben. Bis jetzt ist noch kein DeFi Protokoll vollständig dezentralisiert. Die Komponenten von bZx sind beispielsweise zwar komplett dezentral, zentralisiert bleibt jedoch die Entwicklung der Plattform. bZx ist in diesem Modell unter Grad fünf zu führen.

DeFi Coins: Die Top 5 Token 2021

Der DeFi Sektor wächst weiterhin in einer unglaublichen Geschwindigkeit. Mittlerweile hat das von DeFi Protokollen verwaltete Kapital laut DeFiLlama die 250 Milliarden US-Dollar-Marke durchbrochen.

Von DeFi Protokollen verwaltetes Kapital | Quelle: DefiLlama - Grafik
Von DeFi Protokollen verwaltetes Kapital | Quelle: DefiLlama

Mit dem steigenden Interesse an DeFi rücken selbstverständlich auch viele weitere Projekte in den Vordergrund. Wir möchten Dir hiermit einen Überblick zu den Top 5 DeFi Token 2021 geben.

Uniswap (UNI)

Uniswap (UNI) ist eine dezentrale Exchange (DEX) und gemessen am täglichen Handelsvolumen die größte Börse ihrer Art. Du kannst Uniswap nutzen, um Token auf Ethereum-Basis zu handeln. Der zugehörige Token UNI ist ein sogenannter Utility Token. Wenn Du Dich mehr für die Materie Uniswap interessierst, findest Du in unserer Uniswap Anleitung den idealen Ratgeber zum Einstieg.

Aave (AAVE)

Aave (AAVE), finnisch für Gespenst, ist ein Lending-Protokoll, das auf der Ethereum-Blockchain aufgebaut ist. Der Name soll dabei die Durchsichtigkeit bzw. Transparenz des Projekts widerspiegeln. Gestartet war das Projekt 2017 als ETHlend (LEND). Im Zuge eines Rebranding wurde aus LEND schließlich AAVE. Durch die Migration wurden 100 LEND-Token in 1 AAVE-Token getauscht.

Bei Aave kannst Du Dein Kapital in Form von verschiedenen auf Ethereum-basierenden Token in einen Pool legen, von dem Kreditnehmer sich im Anschluss ohne Sicherheiten bedienen können. Besonders die Flash Loans (Blitzkredite) sind interessant.

Avalanche (AVAX)

Avalanche (AVAX) ist eine Plattform für Smart Contracts und dApps. Die Besonderheit ist, dass Avalanche nicht auf eine, sondern gleich drei Blockchains setzt, um die Schwierigkeiten der Skalierbarkeit zu lösen, die beispielsweise Ethereum hat.

Jede Blockchain ist auf eine Aufgabe innerhalb des breiteren Avalanche-Ökosystems spezialisiert, anstatt alles von einer Blockchain erledigen zu lassen.

Die drei Avalanche Blockchains:
  • Exchange Chain (X-Chain): Für die Erstellung und den Handel von Avalanche-Assets verantwortlich.
  • Contract Chain (C-Chain): Führt Smart Contracts aus; ist EVM (Ethereum Virtual Machine)-kompatibel.
  • Platform Chain (P-Chain): Ermöglicht das Erstellen von Layer-1 und Layer-2-Lösungen.

Chainlink (LINK) ist ein dezentrales Oracle-Netzwerk, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, reale Daten für Smart Contracts zu liefern. Smart Contracts finden in den unterschiedlichsten Bereichen Anwendung.

Unabhängig davon, in welchem Sektor ein Smart Contract erstellt, Daten werden stets benötigt. Das können beispielsweise Wetterberichte, aber auch Sportergebnisse sein.

Chainlink fungiert als Brücke zwischen der Blockchain und den Daten aus der realen Welt.

Die Blockchain selbst kann nämlich nicht auf die Daten zugreifen, sondern ist auf Eingaben angewiesen. Gerade im DeFi-Sektor sind Daten unheimlich wichtig. Daher nimmt auch Chainlink mit dem wachsenden DeFi Sektor eine immer wichtigere Rolle ein.

Yearn Finance (YFI)

Yearn.finance (YFI) ist ein umfangreiches Produkt mit verschiedenen Facetten. Das wohl bekannteste Produkt der Plattform ist aber yEarn. Ein Liquidity-Aggregator Pool, der über das Zusammenführen verschiedener Lending Pools (Compound, Aave und dYdX) eine automatisierte Strategie zur Ertragssteigerung bietet: optimiertes Yield Farming.

Vorteile und Nachteile von DeFi

Wir haben nun geklärt, was DeFi ist, welche Anwendungsgebiete es gibt und welche DeFi-Projekte besonders populär sind. Doch was sind die Vor- und Nachteile von Decentralized Finance?

Nachteile von DeFi

Spricht man von DeFi, geht man von komplett dezentralisierten Systemen aus. Das ist tatsächlich nicht der Fall. Dieser Trugschluss kann durchaus als negativ angesehen werden, wenn man sich die komplette Unabhängigkeit von einer dritten Instanz wünscht.

Zudem benötigst Du eine zusätzliche Wallet, die den Anforderungen der jeweiligen DEX entspricht. Das bedeutet, dass das Handeln mit einem zusätzlichen Aufwand verbunden ist.

Ein weiterer Nachteil ergibt sich in der regulatorischen Undurchsichtigkeit. Einerseits ist zu erwarten, dass dezentrale Börsen für den Anlegerschutz in Zukunft deutlich mehr Anforderungen erfüllen müssen als heutzutage. DeFi ist ein neues Gebiet, das daher noch unbekannte Risiken bergen könnte.

Vorteile von DeFi

In erster Linie scheint der Vorteil von DeFi klar: die Dezentralität gibt Dir Kontrolle über Dein Vermögen. Durch die dezentrale Ausrichtung und der Nutzung von Smart Contracts sind Handlungen innerhalb des Ökosystems sehr transparent.

Gleichberechtigung wird bei dezentralen Börsen zudem großgeschrieben. Da es sich um ein öffentlich zugängliches Protokoll handelt, kann es jedermann nutzen. Zudem entfällt eine dritte Partei als Mittelsmann. Die Gebühren fallen in der Regel gering aus und sind von Beginn transparent einsehbar.

In DeFi investieren: So kannst Du starten

Von zentralen Finanzsystemen können Menschen wegen verschiedenster Gründe ausgeschlossen werden. DeFi Anwendungen sind hingegen frei für alle Menschen verfügbar.

Um in DeFi zu investieren, benötigst Du lediglich ein internetfähiges Gerät und eine Wallet.

Je nachdem für welche Börse Du Dich entscheidest, benötigst Du beispielsweise eine Ethereum-Wallet via Metamask oder eine andere plattformspezifische Wallet.

Entscheidest Du Dich für eine dezentrale Börse wie Uniswap, benötigst Du neben der Metamask-Wallet die Kryptowährung ETH, um mit dem Handel auf der jeweiligen Plattform zu starten.

Handelt es sich um eine dezentrale Exchange auf der Ethereum-Blockchain kannst Du selbstverständlich nur Token auf Ethereum-Basis kaufen. Eine DEX, die auf dem Solana-Netzwerk aufgebaut ist, bietet Dir hingegen den Kauf von Solana-Token an.

Fazit: Chancen und Risiken von DeFi

Wie schon in den Vor- und Nachteilen aufgezeigt, birgt der DeFi Sektor natürlich noch ungeahnte Risiken. Dennoch ist der Grundgedanke für ein weltweilt öffentlich zugängliches Finanzsystem eine Chance für Milliarden von Menschen.

Dabei ist DeFi trotz der aktuellen Skalierungsschwierigkeiten effizient und kann in vielen Bereichen dritte Parteien obsolet machen, ohne dass wir Sicherheit bei Vertragsabschlüssen und Ähnlichem einbüßen müssen.

Nicht nur institutionelle Anleger haben den Wert von DeFi erkannt. Sogar Regulierungsbehörden sehen in DeFi Vorteile, die das klassische Finanzsystem so nicht bietet.

Werden wir in Kürze auf komplett dezentralisierte Finanzsysteme zurückgreifen? Vermutlich nicht. Dennoch gibt uns DeFi die Möglichkeit, zumindest wieder wirklich über das eigene Vermögen zu verfügen.

Häufige Fragen zu Decentralized Finance (DeFi)

In diesem Abschnitt geben wir Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Decentralized Finance (DeFi).

  • Was ist DeFi?

    DeFi ist die Abkürzung für Decentralized Finanz und beschreibt die Summe aller dezentralen Anwendungen rumd um dezentralisierte Finanzdienstleistungen.
  • Welche Beispiele für DeFi gibt es?

    Zu den bekanntesten Beispielen im DeFi Bereich zählen zweifelsfrei dezentrale Exchanges bzw. Börsen (DEX) sowie Lending-Protokolle für die Abwicklung von Krediten.
  • Welche DeFi Projekte haben Potenzial?

    Unserer Meinung gehören unter anderem Uniswap (UNI), Aave (AAVE) und Chainlink (LINK) zu den DeFi Projekten mit Potenzial.
  • Wie investiere ich in DeFi?

    Um in DeFi zu investieren, benötigst Du lediglich eine geeignete Wallet wie Metamask. Verifizierungsmaßnahmen sind nicht notwendig, um die ersten Investitionen zu tätigen.