Bitcoin-CFDs: Das Wichtigste in Kürze
- Was sind Bitcoin-CFDs?
Bitcoin-CFDs sind Finanzderivate, mit denen du auf die Kursentwicklung von Bitcoin spekulieren kannst, ohne die Kryptowährung selbst zu besitzen. Dabei setzt du entweder auf steigende (Long) oder fallende Kurse (Short). - Wie funktionieren Bitcoin-CFDs?
Du schließt mit einem Broker gewissermaßen einen Vertrag, der die Kursdifferenz zwischen Einstieg und Ausstieg bestimmt – Gewinne und Verluste ergeben sich aus dieser Differenz. Durch Hebel kannst du mit einem kleinen Einsatz größere Positionen bewegen, aber das Risiko steigt entsprechend. - Welche Vorteile haben Bitcoin-CFDs?
Du brauchst keine Wallet und kannst flexibel auf steigende und fallende Kurse setzen. Zudem ermöglicht der Hebel größere Gewinne mit weniger Kapital – allerdings auch größere Verluste. - Welche Nachteile haben Bitcoin-CFDs?
Du besitzt keinen echten Bitcoin und kannst ihn nicht auf eine Wallet transferieren. Zudem können Gebühren wie Spreads und Übernachtkosten anfallen, und der Handel mit Hebel birgt ein hohes Verlustrisiko. - Wo kann ich Bitcoin-CFDs handeln?
Bitcoin-CFDs sind bei CFD-Brokern wie eToro, XTB oder Plus500 verfügbar. Achte auf Regulierung, Spreads und Gebühren, um den besten Anbieter für deine Strategie zu finden. Wir empfehlen eToro als besten CFD-Broker.
Was sind Bitcoin-CFDs?
Bitcoin-CFDs (Contracts for Difference) sind eine Möglichkeit, auf die Kursbewegung von Bitcoin zu spekulieren, ohne die Kryptowährung selbst zu besitzen. Statt echte Bitcoins zu kaufen und in einer Wallet zu halten, setzt man mit einem CFD darauf, ob der Preis steigt (Long) oder fällt (Short).

- Kein echter Bitcoin-Besitz
Beim Bitcoin-CFD handelt man nicht die Kryptowährung selbst, sondern spekuliert auf deren Preisentwicklung. Man braucht also keine Wallet und keinen physischen Kauf der Coins. - Gewinne bei steigenden & fallenden Kursen
Man kann sowohl auf steigende (Long) als auch auf fallende Kurse (Short) setzen. Damit lassen sich auch in Bärenmärkten Gewinne erzielen. - Handel mit Hebel
CFDs ermöglichen den Handel mit Hebelwirkung, sodass man mit wenig Kapital größere Positionen bewegen kann. Das erhöht das Gewinnpotenzial, aber auch das Risiko.
Kurz gesagt: Bitcoin-CFDs sind Finanzderivate, mit denen du auf die Preisentwicklung von Bitcoin spekulieren kannst, ohne die Kryptowährung selbst zu besitzen. Du kannst sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen und durch Hebelwirkung mit einem kleinen Einsatz größere Positionen handeln.
Wie funktioniert Bitcoin-CFD-Handel?
Bitcoin-CFDs basieren auf einem Finanzinstrument namens "Contract for Difference" (CFD). Der Vertrag (CFD) wird dabei zwischen dir und einem Broker geschlossen. Das bedeutet, dass du nicht direkt mit dem Markt interagierst, sondern mit dem Broker als Gegenpartei. Klingt kompliziert, ist aber im Kern einfach:

- CFDs sind Wetten auf Preisbewegungen
Beim CFD-Handel kaufst oder verkaufst du keinen echten Bitcoin. Stattdessen schließt du mit einem Broker eine Art „Wette“ auf den Kursverlauf ab – du spekulierst auf steigende (Long) oder fallende (Short) Preise. - Gewinne und Verluste entstehen aus der Kursdifferenz
Der Unterschied zwischen dem Kurs beim Einstieg und beim Ausstieg aus der Position bestimmt deinen Gewinn oder Verlust. Je größer die Bewegung in die richtige Richtung, desto höher der Gewinn – läuft es gegen dich, verlierst du entsprechend. - Hebelwirkung verstärkt das Ergebnis
CFDs erlauben den Handel mit Hebel, z. B. 1:2 oder 1:5. Das bedeutet, dass du mit weniger Eigenkapital eine größere Position bewegen kannst. Setzt du beispielsweise 500 Euro mit einem Hebel von 1:5 ein, handelst du effektiv mit 2.500 Euro. Achtung: Gewinne steigen dadurch schneller, aber Verluste ebenfalls. - Gebühren
Beim Handel mit Bitcoin-CFDs fallen drei Hauptkosten an: der Spread (Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis), Übernachtgebühren (wenn die Position über Nacht gehalten wird) und eventuell Kommissionen, die je nach Broker anfallen.
Auf den ersten Blick ähneln Bitcoin-CFDs klassischen Bitcoin Futures, da beide auf die Preisbewegung setzen, ohne dass man Bitcoin selbst besitzt. Der größte Unterschied: CFDs haben keine feste Laufzeit – du kannst jederzeit ein- und aussteigen, während Futures an ein bestimmtes Ablaufdatum gebunden sind. Zudem spekulierst du bei Futures direkt gegen andere Marktteilnehmer.
Mehr über CFDs lernen? ➝ CFD Trading
Echte Bitcoins vs. Bitcoin-CFDs: Vor- und Nachteile
Bitcoin-CFDs existieren, weil sie den Handel mit Bitcoin einfacher und flexibler machen. Nicht jeder möchte sich mit Wallets, Private Keys und Sicherheitsfragen auseinandersetzen – CFDs bieten hier eine bequeme Alternative. Doch wie schneiden sie im Vergleich zum direkten Kauf von Bitcoin ab? Hier sind die wichtigsten Vor- und Nachteile im Überblick.
- Kein Wallet nötig – keine Verwahrungsrisiken
- Handel auf steigende & fallende Kurse (Long & Short)
- Hebelwirkung ermöglicht größere Positionen
- Schnelle Ausführung, keine Blockchain-Wartezeiten
- Regulierte Broker bieten Schutz vor Betrug
- Kein echter Besitz – keine Wallet-Abhebung
- Übernachtgebühren bei längeren Positionen
- Broker ist die Gegenpartei (potenzieller Interessenkonflikt)
- Hebel erhöht Verlustrisiko
- Kein Zugang zu Staking oder DeFi
Bitcoin-CFDs bieten einige Vorteile, die sie besonders für Trader attraktiv machen. Regulierte Broker sorgen für einen gewissen Schutz vor Betrug und unseriösen Plattformen – ein Vorteil gegenüber vielen Krypto-Börsen. Außerdem musst du dich nicht um die technische Verwahrung kümmern: Kein Wallet, keine Private Keys, kein Risiko durch Hackerangriffe auf deine Coins. Ein weiterer großer Pluspunkt ist die Flexibilität im Handel. Du kannst nicht nur von steigenden Kursen profitieren, sondern auch auf fallende Märkte setzen.
Der größte Nachteil von Bitcoin-CFDs ist, dass du keinen echten Besitz an Bitcoin hast. Das widerspricht dem Grundgedanken von Kryptowährungen – nämlich Eigenverantwortung und Kontrolle über dein eigenes Vermögen. Du kannst die BTC weder auf eine Wallet übertragen noch selbst verwahren oder für Zahlungen nutzen. Ein weiterer Kritikpunkt ist der oft diskutierte Interessenkonflikt. Da du bei CFDs mit dem Broker als Gegenpartei handelst, könnte es so wirken, als würde er gegen dich spielen. Tatsächlich stellen seriöse Broker den Markt aber so dar, wie er ist, und hedgen ihre Positionen.
Unsere Meinung dazu: Für Trader könnten Bitcoin-CFDs attraktiver sein. Der Kauf echter Bitcoin hat vor allem für HODLer und langfristige Anleger klare Vorteile:
- Du kannst deine Bitcoins selbst verwalten – volle Kontrolle über dein Vermögen ohne Mittelsmann.
- Du profitierst von niedrigen Gebühren beim Kauf – keine Spreads oder versteckten Kosten wie bei CFDs.
- Du hast Zugriff auf eine anfängerfreundliche Oberfläche – viele Krypto-Börsen bieten einfache Kaufprozesse.
- Du kannst nach 12 Monaten steuerfrei verkaufen – in vielen Ländern fällt nach einem Jahr Haltefrist keine Steuer auf Gewinne an.
Für langfristige Anleger und HODLer empfehlen wir den Bitcoin-Kauf über Bitvavo, da der Anbieter mit niedrigen Gebühren ab 0,20 %, einer BaFin-Lizenz und hohen Sicherheitsstandards überzeugt. Zudem bietet Bitvavo eine Sparplan-Funktion, mit der du regelmäßig Bitcoin kaufen und so Marktschwankungen ausgleichen kannst.
Vergleich: Die besten Bitcoin-CFD-Broker
Wir wissen jetzt, was Bitcoin-CFDs sind, wie sie funktionieren und welche Vorteile sie bieten. Doch eine Frage bleibt offen: Wo und wie kann man sie überhaupt handeln? Einen detaillierten Vergleich findest du in unserem großen und umfassenden CFD-Broker-Vergleich.
CFD-Broker | Sitz | Spread (BTC/USD) | Hebel | Regulierung | Demokonto |
---|---|---|---|---|---|
eToro | Israel | Ab 1,00% | Bis zu 1:2 | CySEC, FCA, ASIC | Ja |
XTB | Polen | Ab 0,22% | Bis zu 1:2 | KNF, FCA, CySEC | Ja |
Plus500 | Israel | Ab 0,30% | Bis zu 1:2 | FCA, CySEC, ASIC | Ja |
Libertex | Zypern | Ab 0,40% | Bis zu 1:2 | CySEC | Ja |
IG Markets | UK | Ab 0,30% | Bis zu 1:2 | FCA, BaFin | Ja |
AvaTrade | Irland | Ab 0,50% | Bis zu 1:2 | Central Bank of Ireland | Ja |
CMC Markets | UK | Ab 0,75% | Bis zu 1:2 | FCA, BaFin | Ja |
eToro
eToro ist ein Multi-Asset-Broker, der bereits 2006 gegründet wurde und mittlerweile über 30 Millionen Nutzer weltweit zählt. Ursprünglich auf traditionelle Märkte wie Aktien und Forex spezialisiert, bietet die Plattform seit 2014 auch den Handel mit Kryptowährungen und Krypto-CFDs an.

- Reguliert & sicher
eToro wird von mehreren Finanzaufsichtsbehörden reguliert, darunter die CySEC, FCA und ASIC. Das sorgt für Transparenz und erhöht die Sicherheit für Kunden. - Einfache Bedienung & Social Trading
Die Plattform ist so gestaltet, dass sich selbst Einsteiger schnell zurechtfinden. Mit der Copy-Trading-Funktion können Nutzer erfolgreiche Trader nachahmen und deren Strategien übernehmen. - Große Auswahl an Assets
Neben über 100 Kryptowährungen können Nutzer auch Aktien, ETFs, Rohstoffe und Forex handeln – alles über eine einzige Plattform.
eToro bietet eine große Auswahl an Handelsmöglichkeiten, eine benutzerfreundliche Plattform und zusätzliche Features wie Copy Trading. Die Regulierung sorgt für Sicherheit, und die Plattform ist für Anfänger leicht verständlich.
Auf der anderen Seite sind die Gebühren mit einem Spread von 1% vergleichsweise hoch, und die Auszahlung von Kryptowährungen auf eigene Krypto-Wallets ist kompliziert – insbesondere für deutsche Nutzer. Wer langfristig echte Bitcoin halten will, ist daher mit einer klassischen Krypto-Börse besser beraten. Für aktives Trading, besonders mit Bitcoin-CFDs, ist eToro jedoch eine solide Wahl.
XTB
XTB ist ein internationaler CFD- und Forex-Broker, der 2002 gegründet wurde und seinen Sitz in Polen hat. Das Unternehmen ist in mehreren Ländern reguliert und hat sich als eine der führenden Plattformen für den CFD-Handel etabliert. Neben Aktien, Rohstoffen und Devisen bietet XTB auch den Handel mit Krypto-CFDs an – allerdings ohne den Kauf echter Kryptowährungen.

- Niedrige Gebühren
XTB überzeugt mit günstigen Spreads ab 0,30 % und keiner Provision für den Handel mit Aktien-CFDs bis zu einem bestimmten Volumen. - Regulierter & sicherer Anbieter
XTB wird durch mehrere europäische Finanzaufsichtsbehörden reguliert, darunter die BaFin, CySEC und FCA. Das sorgt für eine hohe Transparenz und Kundensicherheit. - Umfangreiche Lernplattform
Für Einsteiger bietet XTB eine der detailliertesten Schulungsplattformen, die Anfängern den Handel mit CFDs näherbringt.
XTB ist besonders für Trader mit Fokus auf CFDs attraktiv, da es eine benutzerfreundliche Plattform, niedrige Spreads und eine starke Regulierung bietet. Die umfangreiche Lernplattform ist ein Pluspunkt für Anfänger.
Allerdings gibt es keine echten Kryptowährungen – das heißt, du kannst keine Bitcoin oder andere Coins kaufen und auf dein eigenes Wallet transferieren. Zudem gibt es eine Inaktivitätsgebühr von 10 € pro Monat, wenn du länger als ein Jahr nicht aktiv handelst.
Anleitung: So handelst du Bitcoin-CFDs
Bitcoin-CFDs bieten die Möglichkeit, auf die Kursbewegungen von Bitcoin zu spekulieren, ohne die Coins tatsächlich besitzen zu müssen. Der Handel ist schnell, flexibel und kann mit Hebel verstärkt werden – birgt aber auch Risiken. Damit du gut vorbereitet bist, zeigen wir dir in 5 einfachen Schritten, wie es funktioniert.

1. Konto eröffnen und verifizieren
Zunächst registrierst du dich bei einem CFD-Broker, der den Handel mit Bitcoin-CFDs anbietet (z. B. eToro oder XTB). Nach der Anmeldung musst du deine Identität verifizieren, indem du ein Ausweisdokument hochlädst – das dauert meist nur wenige Minuten.
2. Geld einzahlen und Plattform kennenlernen
Sobald dein Konto freigeschaltet ist, kannst du Geld per Banküberweisung, Kreditkarte oder PayPal einzahlen. Falls du noch keine Erfahrung mit CFDs hast, nutze Demo Trading, um dich mit der Plattform vertraut zu machen.
3. Trade vorbereiten: Bitcoin-CFD auswählen und Strategie festlegen
Suche nach Bitcoin (BTC/USD) und entscheide, ob du auf steigende (Long) oder fallende Kurse (Short) setzen willst. Optional kannst du einen Hebel nutzen, um deine Kaufkraft zu erhöhen – aber beachte, dass auch das Risiko steigt.
4. Order platzieren: Stop-Loss und Take-Profit setzen
Bevor du den Trade öffnest, solltest du Sicherheitsmechanismen setzen: Stop-Loss, um Verluste zu begrenzen, und Take-Profit, um Gewinne automatisch mitzunehmen. Danach bestätigst du die Order und startest den Handel.
5. Position überwachen und schließen
Jetzt beobachtest du die Kursentwicklung und kannst den Trade bei Bedarf anpassen oder schließen. Sobald du aussteigst, wird dein Gewinn oder Verlust automatisch auf dein Handelskonto gebucht.
Übrigens: Steuerliche Aspekte nicht vergessen! Gewinne aus dem Handel mit Bitcoin-CFDs unterliegen in Deutschland der Abgeltungssteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Anders als beim direkten Kauf von Bitcoin gibt es hier keine Steuerfreiheit nach 12 Monaten. Mehr Infos in unserem Beitrag Krypto CFD Steuern.
Fazit: Lohnt sich Bitcoin-CFD-Trading?
Bitcoin-CFDs bieten eine Möglichkeit, von den Kursbewegungen der Kryptowährung zu profitieren, ohne sie selbst besitzen zu müssen. Besonders für Trader, die kurzfristige Marktbewegungen ausnutzen wollen, bietet der Handel mit CFDs einige Vorteile: kein Wallet erforderlich, flexible Long- und Short-Positionen und die Möglichkeit, Bitcoin mit Hebel zu traden. Unsere empfohlenen Anbieter sind:
- eToro: Eine benutzerfreundliche Plattform mit Social-Trading-Funktionen und einer breiten Auswahl an handelbaren Assets. Allerdings sind die Spreads mit 1 % vergleichsweise hoch, was aktives Trading teurer machen kann.
- XTB: Bietet niedrige Spreads ab 0,30 % und eine umfangreiche Lernplattform für Anfänger. Dafür gibt es keine echten Kryptowährungen, und eine Inaktivitätsgebühr fällt an, wenn man lange nicht handelt.
Allerdings gibt es auch klare Nachteile: Du besitzt keinen echten Bitcoin, es fallen Gebühren wie Spreads und Übernachtkosten an, und der Hebel kann Verluste genauso stark vergrößern wie Gewinne. Daher eignen sich Bitcoin-CFDs vor allem für aktive Trader, die kurzfristig spekulieren wollen und mit den Risiken von gehebeltem Trading vertraut sind.
Häufige Fragen (FAQ) zu Bitcoin-CFDs
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Sind Bitcoin-CFDs reguliert?
Ja, viele Broker, die Bitcoin-CFDs anbieten, sind von Finanzaufsichtsbehörden wie der BaFin, FCA oder CySEC reguliert. Die Regulierung sorgt für Transparenz und Schutz, jedoch bleibt der Handel mit CFDs hochriskant. -
Welche Gebühren fallen beim Handel mit Bitcoin-CFDs an?
Hauptsächlich entstehen Kosten durch den Spread (Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis) sowie mögliche Übernachtgebühren. Einige Broker verlangen zudem Kommissionen, daher sollte man die Konditionen genau vergleichen. -
Was ist der Unterschied zwischen Bitcoin-CFDs und echten Bitcoins?
Bei Bitcoin-CFDs besitzt man keinen echten Bitcoin, sondern spekuliert lediglich auf die Kursbewegung. Echte Bitcoins kann man auf eine Wallet übertragen und selbst verwahren, während CFDs ausschließlich auf der Broker-Plattform gehandelt werden.