- Inflationsschock belastet ETFs:
Der Core PCE Index stieg im Juli um 2,9 Prozent, der höchste Wert seit Februar. Trumps Zölle sind hier zusätzlicher Preistreiber. - Bitcoin ETFs mit Abflüssen:
Am 29. August flossen 126 Millionen US-Dollar ab. Betroffen waren FBTC mit 66 Millionen und ARKB mit 72 Millionen US-Dollar. Das Gesamt-ETF-Vermögen sank auf rund 140 Milliarden US-Dollar. - Ethereum ETFs im Minus:
ETH-Produkte verloren 164 Millionen US-Dollar. Damit endete eine Serie von Zuflüssen über 1,5 Milliarden US-Dollar. Im August stiegen die Nettozuflüsse dennoch um 44 Prozent auf knapp 14 Milliarden US-Dollar. - Politik und Zinsen im Fokus:
Ein US-Gericht erklärte die meisten Trump-Zölle für illegal. Gleichzeitig liegt die Chance für eine FED-Zinssenkung im September bei über 86 Prozent. - Jetzt BTC und ETH zu niedrigen Gebühren kaufen:
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Inflationsdaten drücken Bitcoin ETFs
Die Veröffentlichung des Core PCE Index, dem bevorzugten Inflationsmaß der FED, sorgte gestern für Nervosität am Markt. Die Kerninflation stieg im Juli um 2,9 Prozent im Jahresvergleich und erreichte damit den höchsten Wert seit Februar.
Laut Analysten tragen die von Donald Trump verhängten Importzölle zu diesem Anstieg bei, da höhere Einfuhrkosten die Preise im Dienstleistungssektor antreiben.
Für Bitcoin und Ethereum ETFs hatte das unmittelbare Folgen. Anleger reduzierten ihre Positionen im großen Stil und leiteten Kapitalabflüsse ein, die deutlich machten, wie stark das ETF-Segment auf Makrodaten reagiert.
Bitcoin ETFs: Millionen-Abflüsse
Am Freitag verzeichneten die Bitcoin ETFs laut SoSoValue zusammen 126,64 Millionen US-Dollar Abflüsse, das erste Tagesminus seit dem 22. August. Besonders betroffen war Fidelitys FBTC mit 66,2 Millionen US-Dollar, gefolgt von ARK Invest und 21Shares ARKB mit 72,07 Millionen US-Dollar.

Auch Grayscales GBTC verlor 15,3 Millionen US-Dollar. Leichte Zuflüsse gab es dagegen bei BlackRocks IBIT mit 24,63 Millionen US-Dollar sowie WisdomTrees BTCW mit 2,3 Millionen US-Dollar. Insgesamt sank das verwaltete Bitcoin ETF-Vermögen auf 139,95 Milliarden US-Dollar.
Auch Ethereum ETFs mit Gegenwind
Auch die Ethereum-Produkte gerieten nach SoSoValue unter Druck. Am selben Tag flossen 164,64 Millionen US-Dollar ab, womit eine Serie von fünf Tagen mit über 1,5 Milliarden US-Dollar Zuflüssen abrupt endete. Das ETF-Volumen reduzierte sich auf 28,58 Milliarden US-Dollar.
Trotz dieser Rückgänge zeigt sich mittelfristig ein anderes Bild: Seit dem Start im Juli 2024 verzeichneten Ether ETFs kontinuierliche Zuwächse. Allein im August stiegen die Nettozuflüsse um 44 Prozent, von 9,5 Milliarden auf 13,7 Milliarden US-Dollar.
Institutionelles Interesse an Ethereum
Parallel dazu wächst auch die Rolle von Ethereum in Unternehmensbilanzen. Laut StrategicETHReserve halten Firmen inzwischen mehr als 4,4 Millionen ETH im Wert von über 19 Milliarden US-Dollar, rund 3,7 Prozent des zirkulierenden Angebots. Für Sygnum-CIO Fabian Dori ist das ein klares Zeichen für die Trendwende:
»Nach einer längeren Phase der Underperformance gegenüber Bitcoin erlebt Ethereum aktuell eine deutliche Wiederbelebung in seiner Wahrnehmung und Nutzung.«
Trumps Zollpolitik und mögliche Zinssenkung
Zur makroökonomischen Lage kommt politische Unruhe. Ein US-Berufungsgericht hat entschieden, dass die meisten von Trump verhängten Importzölle illegal sind. Vorerst bleiben die Maßnahmen bis Mitte Oktober gültig, um eine Berufung vor dem Supreme Court zu ermöglichen.
💥US-Berufungsgericht sieht ebenfalls die meisten Zölle von Trump als illegal an. Nexter Halt Surpreme Court.
— Bitcoin2Go (@bitcoin2go) August 30, 2025
Zölle bleiben mindestens bis 15. Oktober aber in Kraft.
Ausgang offen.
Meine Meinung:
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Trump wird sich entweder beim SC durchsetzen… https://t.co/fF2hwnTLUJ
Parallel dazu rechnen Marktteilnehmer trotz der hohen Inflation mit einer ersten Zinssenkung der Federal Reserve im September. Laut CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit dafür inzwischen bei über 86 Prozent.
Fazit: Bitcoin-Anleger im Spannungsfeld von Politik und Märkten
Die jüngsten Abflüsse aus Bitcoin ETFs sind ein Signal, wie sehr der Markt auf externe Faktoren reagiert. Hohe Inflation, politische Unsicherheit durch Trumps Zölle und abrupte Kapitalabzüge aus ETFs sorgen für Nervosität. Gleichzeitig stehen die Zeichen auf einer möglichen Lockerung der Geldpolitik, die Krypto-Märkten frischen Rückenwind geben könnte.
Für Anleger bedeutet das: Volatilität einkalkulieren, die Risiken durch Makroökonomie und Politik ernst nehmen – aber auch die Chancen im Blick behalten, die sich durch sinkende Zinsen und wachsende institutionelle Adaption von Bitcoin und Ethereum eröffnen.