- Whales dominieren die Börsenzuflüsse
Die Exchange Whale Ratio steigt auf 0,64 und erreicht damit den höchsten Stand seit 2015. Große Wallets treiben den Großteil der Zuflüsse auf Handelsplattformen, was historisch häufig mit erhöhtem Verkaufsdruck einherging. - Bitcoin-Netzwerk mit anhaltender Schwäche
Seit sechs Monaten bleibt die On-Chain-Aktivität auf niedrigem Niveau. Eine vergleichbare Phase im Jahr 2024 ging einer deutlichen Korrektur voraus und spiegelte nachlassendes Marktinteresse wider. - USDT signalisiert strukturellen Liquiditätsabzug
Die 60-Tage-Marktkapitalisierungsveränderung von USDT fällt unter minus drei Milliarden US-Dollar. Dieses Signal trat zuletzt am Zyklustief 2022 auf und weist auf erheblichen Kapitalabfluss aus dem Kryptosystem hin. - Verlustrealisierungen nehmen zu
Aktuelle On-Chain-Daten zeigen verstärkte Verkäufe mit Verlust. Die Marktstruktur wirkt dadurch anfälliger, da Nachfragepuffer gleichzeitig schrumpfen. - Jetzt in Bitcoin einsteigen:
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Bitcoin-Kurs unter Druck: Liquidität wird zum Risiko
Der Bitcoin-Kurs pendelt weiterhin im Bereich zwischen 63.000 und 67.000 US-Dollar. Auf den ersten Blick wirkt die Seitwärtsbewegung stabil. Doch mehrere strukturelle Faktoren deuten darauf hin, dass der Markt derzeit anfälliger ist, als es die enge Handelsspanne vermuten lässt. Große Halter erhöhen den Verkaufsdruck, die Netzwerkaktivität bleibt ungewöhnlich schwach und gleichzeitig zieht Liquidität aus dem Kryptosystem ab. Unter der Oberfläche verdichten sich die Belastungsfaktoren.
Wale dominieren die Zuflüsse auf Börsen
Ein zentrales Warnsignal liefert die Exchange Whale Ratio. Diese Kennzahl misst, wie stark die größten Wallets die Zuflüsse auf Börsen dominieren. Aktuell liegt sie bei 0,64, der höchste Stand seit 2015. Das bedeutet, dass die zehn größten Wallets für rund 64 % aller Bitcoin Zuflüsse auf Exchanges verantwortlich sind.
Historisch ging eine derart hohe Konzentration häufig mit erhöhtem Verkaufsdruck einher. Wenn große Marktteilnehmer Coins auf Börsen transferieren, steigt die Wahrscheinlichkeit größerer Abgaben. Zwar sind die gesamten Exchange-Zuflüsse nach dem Rücksetzer in Richtung 60.000 US-Dollar wieder gesunken, doch die Struktur der Transfers bleibt kritisch. Der Verkaufsdruck ist klar bei großen Haltern konzentriert. In einer ohnehin fragilen Marktphase kann das ausreichen, um das Gleichgewicht nach unten zu verschieben.

Netzwerkaktivität bleibt ungewöhnlich niedrig
Parallel dazu zeigt die Blockchain selbst Schwäche. Bitcoin verzeichnet inzwischen sechs Monate in Folge eine niedrige Netzwerkaktivität. Eine vergleichbare Phase trat zuletzt 2024 auf, damals folgte eine Korrektur von rund 30 %.
Niedrige Aktivität wird häufig mit nachlassendem Interesse, geringerer Nutzung und Kapitalzurückhaltung in Verbindung gebracht. Gleichzeitig zeigen aktuelle Daten eine verstärkte Realisierung von Verlusten. Anleger verkaufen trotz Rückgängen und nehmen Abschläge in Kauf. Das spricht weniger für geduldiges Halten als für fortgesetzte Verunsicherung im Markt. Solche Phasen treten häufig in späten Korrekturzyklen auf, bevor sich ein Boden ausbildet, allerdings erst nach klarer Verkaufserschöpfung.
USDT signalisiert strukturellen Liquiditätsabfluss
Besonders entscheidend ist die Entwicklung bei Stablecoins. USDT gilt als zentrale Liquiditätsquelle des Kryptomarktes. Steigt die USDT Marktkapitalisierung, deutet das auf frisches Kapital hin. Fällt sie deutlich, bedeutet das Liquiditätsentzug.
Die 60-Tage-Marktkapitalisierungs von USDT ist nun unter minus drei Milliarden US-Dollar gefallen. Dieses Signal trat historisch nur zweimal auf: Ende 2022 am Bitcoin-Zyklustief bei rund 16.000 US-Dollar und jetzt erneut. Zusätzlich wurden mehrere einzelne Tage mit Abflüssen von über einer Milliarde US-Dollar registriert. Solche Bewegungen deuten meist auf institutionelle Rückzüge oder systemisches Deleveraging hin.
Stablecoins sind das „Pulver“ des Kryptomarktes. Wenn dieses Pulver schrumpft, fehlt Kaufkraft für neue Impulse. Für ein stark liquiditätssensitives Asset wie Bitcoin ist das ein zentraler Faktor.

Marktstruktur bleibt anfällig
Die Kombination aus konzentriertem Whale-Verkauf, schrumpfender Stablecoin-Liquidität und niedriger Netzwerkaktivität schwächt die Nachfragepuffer im Markt erheblich. Ohne frisches Kapital und bei gleichzeitigem Abgabedruck großer Halter steigt die Volatilitätsanfälligkeit.
Gleichzeitig zeigt die Historie auch ein anderes Bild. Extreme Liquiditätsstress-Phasen markierten in früheren Zyklen häufig späte Korrekturphasen. Entscheidend ist, ob sich die USDT-Abflüsse stabilisieren und der Verkaufsdruck nachlässt. Erst dann verschiebt sich das Risiko-Ertrags-Verhältnis wieder zugunsten der Oberseite.
Fazit zu aktuellen Bitcoin-Kurs
Die Marktbreite ist schwach, Liquidität zieht ab und große Halter dominieren die Zuflüsse auf Börsen. Gleichzeitig zeigen historische Muster, dass genau solche Konstellationen nahe bedeutender Tiefpunkte auftreten können. Ob daraus ein erneuter Rückgang oder eine mittelfristige Erholung entsteht, hängt maßgeblich davon ab, ob sich die Liquiditätslage stabilisiert. Genau diese Entwicklung dürfte die nächste größere Bewegung beim Bitcoin-Kurs bestimmen.