Die Spatzen haben es von den Dächern gepfiffen und nun ist es offiziell. Der Milliarden-Skandal rund um Wirecard endet in der Pleite des ehemaligen DAX Unternehmens. Was uns aber interessiert ist die Frage, was nun aus Crypto.com und anderen Partnern wird, die das Payment Unternehmen als Karten Herausgeber beauftragt haben. Wir klären auf, worauf ihr nun achten solltet und ob Ängste rund um Crypto.com berechtigt sind.

WICHTIGES UPDATE: Crypto.com Karten funktionieren wieder!

Am 29. Juni 2020 erteilte die FCA eine schriftliche Zustimmung, damit Wirecard die Zahlungsdienste wieder aufnehmen kann. Die Beschränkung der Aktivitäten wurde am 30. Juni 2020 um 00:01 UTC aufgehoben. Wir haben den Betrieb aller Europa / Großbritannien-MCO-Visa-Karten wieder aufgenommen. Bitte beachten Sie, dass Sie Ihre Karte vor der Verwendung aufladen müssen, da das Guthaben der Karte letzte Woche auf die Krypto-Brieftaschen der Benutzer zurückerstattet wurde. Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Geduld. Wir werden die Entwicklungen weiterhin genau beobachten und die Auswirkungen auf unseren Kartendienst minimieren. Wenn Sie auf ein Problem stoßen, wenden Sie sich bitte per In-App- / Website-Chat an unser Support-Team.

 

Wirecard – Der Milliarden-Skandal und die Pleite

Wie in der Einleitung bereits erwähnt hat sich die Schlinge um den Hals von Wirecard zugezogen. Nachdem der CEO sich bereits vor einigen Tagen den Behörden gestellt hat und kurzzeitig in Haft war, hat das Unternehmen wie befürchtet nun Insolvenz beantragt. Der Super-Gau für alle Investoren, die nun vor einem Totalverlust stehen.

In unserem letzten Artikel hatten wir noch davor gewarnt, sich an der Zockerei zu beteiligen. Das Ergebnis ist ein tiefroter WDI Kurs, nachdem der Handel nun wieder aufgenommen wurde. Was nun aus dem Pleite-Unternehmen wird ist unklar. Ob dieses Schicksal auch die Tochterunternehmen ereilt ist laut der Ad-hoc Meldung von heute Morgen noch unklar:

„Der Vorstand der Wirecard AG hat heute entschieden, für die Wirecard AG beim zuständigen Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung zu stellen. Es wird geprüft, ob auch Insolvenzanträge für Tochtergesellschaften der Wirecard-Gruppe gestellt werden müssen.“

Dies könnte auch Konsequenzen für Crypto.com haben, dies befürchten zumindest viele Nutzer der Plattform. Wir wollen im nächsten Abschnitt für Aufklärung rund um Crypto.com und Wirecard sorgen.

Crypto.com von der Wirecard-Pleite betroffen?

Viele Crypto.com Nutzer machen sich Sorgen, welche Konsequenzen die Wirecard-Pleite nun für das Crypto Start-Up haben könnte:

Was passiert mit den bestellten Kreditkarten? Was ist mit den Guthaben auf der Plattform? Ist Crypto.com auch pleite?

Diese Fragen erreichten uns fast täglich, genauso intensiv ging es bei Twitter und in Social Media Gruppen zu. Unberechtigte Angst macht sich bei Crypto.com Investoren und Nutzern breit. Nun hat sich der CEO von Crypto.com, Kris Marszalek, wiederholt zu Wort gemeldet und für Entwarnung gesorgt:

Hier erklärt der CEO nochmals, dass die Guthaben auf Crypto.com selbstverständlich sicher sind. Denn die Guthaben der Nutzer werden nicht von Wirecard, bzw. der Tochterfirma Wirecard Card Solutions (WCS) verwaltet, sondern wickelt nur die Zahlungen ab und gibt die Karten aus. Der Crypto.com CEO kann allerdings nicht ausschließen, ob die Services in Form der Kreditkarte auch in Zukunft uneingeschränkt funktionieren.

Was wird aus den Crypto.com Kreditkarten?

Viele Nutzer von Crypto.com nutzen die Plattform auch aktiv für ihre Zahlungen. Möglich macht dies die Visa Karte, die man für das Staken von MCO Tokens ausgeliefert bekommt. Bereits in den letzten Wochen gab es lange Wartezeiten. Könnten die Karten nun komplett ausfallen, wie damals bei TenX?

Wie in dem Tweet oben beschrieben kann der CEO von Crypto.com dies nicht kategorisch ausschließen, aber wie auch in der Ad-hoc Mitteilung von Wirecard beschrieben ist es unklar ob und inwiefern auch die Tochterunternehmen der Wirecard AG von der Insolvenz betroffen sind. Crypto.com zeigt sich hier transparent und will schnellstmöglich Updates durchgeben.

Nach unserem Gespräch mit Crypto.com und einigen Usern ist klar, dass aktuell alles ganz normal weiterläuft. Dennoch ist dies für die Auslieferung der neuen Karten nicht zu gewährleisten. Wir müssen hier auf ein offizielles Update warten.

WICHTIG: Wir haben auch von Bitwala die Nachricht erhalten, dass die Karten sicher sind. Diese werden ohnehin von der solarisBank ausgestellt und sind somit nicht von der Wirecard-Pleite betroffen.

Hoffnung für Kreditkarten

Dennoch gibt es Hoffnung, dass auch in Zukunft die Karten von Wirecard kommen. Wie das geht?

Wie bereits oben beschrieben werden die Crypto.com Karten nicht von der Wirecard AG herausgegeben und abgewickelt, sondern sie gehören zur Wirecard Card Solution (WCS). Die WCS ist vollständig von der FCA reguliert und hat seinen Sitz in Newcastle, Großbritannien. Damit ist die Tochterfirma finanziell und operativ vollständig unabhängig von der Wirecard AG.

Die Tochterunternehmen müssen also wie beschrieben nicht zwingend von der Pleite betroffen sein. Im Fall von WCS ist dies sogar äußerst unwahrscheinlich, da das Unternehmen laut Companies House Filings in 2018 einen Gewinn vor Steuern in Höhe von £2,5 Millionen verzeichnete. Gute Nachrichten für alle Crypto.com Karteninhaber und Wartende.

Ein weiterer Tweet des Crypto.com CEO bestätigt unsere Einschätzung:

Ende gut, alles gut?

Am Ende sieht es für die Crypto.com Nutzer also nicht wirklich schlecht aus und die Wahrscheinlichkeit, dass es Probleme mit den Kreditkarten gibt ist nicht sehr hoch. Das die Guthaben sicher sind ist für jeden schnell ersichtlich und zeigt wiedermal, wie gefährlich FUD (Fear Uncertainty Doubt) in der Community sein kann.

Dennoch kann es durchaus sein, dass der gesamte Ärger um den Milliarden-Skandal bei Wirecard noch weite Kreise ziehen wird. Anders als die WDI Investoren haben die Crypto.com User aber keinen Totalverlust zu befürchten. Wir werden euch zu der Situation dennoch auf dem Laufenden halten. Bitte teilt diese Nachricht mit allen, die sich diesbezüglich Sorgen machen, denn die Ängste waren und sind unberechtigt. Wie Binance sagen würde: „Funds are SAFU“.

Falls du mehr über das Angebot von Crypto.com erfahren willst, kannst du auch gerne einen Blick auf unseren Test werfen, in dem wir uns den Service genauer angeschaut haben.

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