Ripple ist aktuell dabei seine Strategie neu auszurichten. Das US-amerikanische Unternehmen versucht durch seine innovativen Zahlungslösungen neue Kunden für sich zu Gewinnen. Mittlerweile umfasst das Kunden-Portfolio von Ripple bereits hochkarätige Unternehmen wie die Santander Bank, MoneyGram und viele weitere. Doch auch bei Ripple selbst kommt wieder Bewegung rein. Einer der hochrangigen Führungskräfte von Goldman Sachs hat die Bank nun verlassen, um für Ripple zu arbeiten.

Ripple bekommt Unterstützung vom ehemaligen Goldman Sachs Executive Director

Ripple hat bereits große Meilensteine hinter sich gebracht. Das Unternehmen stellt aktuell zwei verschiedene Zahlungslösungen für Banken und Zahlungsdienstleister zur Verfügung – RippleNet und On-Demand-Liquidity (ODL). Dabei wird XRP nur bei ODL genutzt.

Da die Nachfrage der bestehenden Kunden nach ODL sich in Grenzen hielt, will man eine neue Strategie aufsetzen, um weitere wichtige Partnerschaften zu knüpfen. Hier kommt Aditya Turakhias ins Spiel. Der ehemalige Executive Director für Gobal FX und Emerging Markets Franchise Management bei Goldman Sachs hat nun das Unternehmen verlassen und wird nun als Senior Manager für den Bereich Global Institutional Markets bei Ripple arbeiten.

Turakhias war seit 2013 für mehr als sieben Jahre für Goldman Sachs tätig und wechselte innerhalb des Unternehmens mehrfach die Position. Dabei konnte er anscheinend wichtige Beziehungen zu Institutionen knüpfen, die nun Ripple zum weiteren Erfolg verhelfen sollen.

Der Blockchain Hype trifft auch die Arbeitswelt und viele wechseln ihre Jobs, um in Unternehmen zu arbeiten, die Produkte und Dienstleistungen auf der Blockchain Technologie aufbauen. Kein Wunder, denn Bitcoin und andere Kryptowährungen könnten irgendwann traditionelle Banken und Finanzdienstleister ablösen.

Ripple will weiter expandieren

Ripple befindet sich immer noch auf seinem Siegeszug. Im November 2019 gab Brad Garlinghouse, CEO von Ripple an, dass sich bereits mehr als 300 Kunden dem Ripple Netzwerk angeschlossen haben. Die meisten davon sind große Finanzinstitute.

Dennoch gibt es einen kleinen Dämpfer und zwar für die XRP Investoren. Nicht nur der XRP Kurs lässt zu wünschen übrig, sondern auch die Aussagen einiger großer Partner von Ripple. In einem kürzlich erschienenen Artikel der New York Times wurde beschrieben, dass die wichtigsten Partner von Ripple XRP für internationale Zahlungen nicht nutzen wollen – so auch der spanische Bankenriese Santander. 

Die Gründe hierfür liegen bei dem immer noch unklaren Rechtsstatus von XRP, der niedrigen Liquidität und hohen Volatilität des Token. Das kann sich somit theoretisch in Zukunft noch ändern aber aktuell wird ODL mit XRP von den großen Banken-Partnern nicht genutzt.

XRP stehen vielleicht weiterhin schwere Zeiten bevor

Ripple könnte seine Investoren mit dem Versprechen, dass Banken irgendwann XRP für internationale Zahlungen nutzen werden, in die Irre führen. Der Artikel der New York Times sieht Ripples Zukunft als reinen Zahlungsdienstleister für verschiedene Unternehmen. Dabei ist dann der XRP Token wohl auch weniger gefragt in der Zukunft.

Es ist immer noch mehr als fragwürdig, warum eine Brückenwährung überhaupt im Preis steigen sollte. Große Unternehmen sind nicht daran interessiert auf einen illiquiden und höchst volatilen Token zu spekulieren. Sie wollen Kosten und Risiko minimieren, was mit dem Halten von XRP nicht möglich wäre. Zudem verkauft Ripple regelmäßig einen Teil seiner XRP Reserven. Das Unternehmen hält immer noch über 55% aller XRP.

Wir sind gespannt wie die neue Strategie von Ripple aussehen wird und ob sich in Zukunft mehr Kunden für ODL und XRP interessieren werden. Wir halten euch wie immer auf dem Laufenden.

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[Bildquelle: Shutterstock]