Ripple und Jed McCaleb verkaufen Unmengen an XRP – Privatinvestoren stehen unter Druck

Ripple steht durch die regelmäßigen Verkäufe der nativen Kryptowährung XRP immer wieder in der Kritik. Das Unternehmen besitzt immer noch ca. 55% aller XRP. Dieser Umstand sorgt nicht nur für eine extreme Zentralisierung der Coin-Verteilung, sondern lässt auch monatliche Verkäufe an die Privatinvestoren durch Ripple selbst und die drei Hauptentwickler zu. Dadurch gerät der XRP Kurs zunehmend unter Druck und wird quasi durch Ripple selbst unten gehalten.

Genau diese Problematik griff Adam Back, Cypherpunk und Bitcoin Urgestein, am Freitag über Twitter auf und richtete seine Kritik direkt an den Ripple Chief Technologie Officer (CTO) David Schwartz. Dieser ging über in den Verteidigungsmodus und gab einige fragwürdige Erklärungsversuche von sich, die wir uns in diesem Artikel näher anschauen wollen.

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Ripple wird erneut kritisiert

Adam Back ist für seine Kritik an Krypto-Projekten in der Crypto-Twitter-Community bekannt. Seine Kritik an Ripple und XRP hat bereits eine lange Vorgeschichte und hat für viel Diskussionsstoff gesorgt. Dabei ging er in seinen Äußerungen immer wieder auf den hohen Grad der Zentralisierung bei Ripple ein und verurteilte die anhaltenden XRP-Verkäufe des Unternehmens.

Sie wurden immer poetischer in Bezug auf Innovation. Erklären Sie das, lol: Jeden Tag werden auf Retail-Investoren wahnsinnige Beträge abgeladen. Die einzigen rätselhaften Dinge sind a) warum die Privat-Investoren so dumm sind, weiterhin XRP zu kaufen, und b) warum die SEC das nicht bereits aufgrund von Bedenken stillgelegt hat. „Innovation“

Adam Back bezog sich in seinem Tweet auf die täglichen Verkäufe von Jed McCaleb, einer der Hauptentwickler des XRP-Ledgers und Founder von Stellar (XLM). Laut den Angaben des Crypto Youtubers „Young And Investing“ hat Jeb McCaleb in diesem Jahr täglich 1,74 Millionen XRP verkauft. Das sind zum aktuellen Preis von ca. 0,30 USD umgerechnet 522.000 USD jeden Tag.

Das war aber noch lange nicht alles. Jeb McCaleb hat noch weitere 4 Milliarden XRP und wird voraussichtlich die nächsten 2200+ Tage mit der Verkauf der restlichen XRP beschäftigt sein. Das sind umgerechnet ca. 6 Jahre. Zudem kommen auch die monatlichen Verkäufe von Ripple selbst dazu. Zwar werden diese fast ausschließlich OTC (Over-The-Counter) durchgeführt, also außerhalb der öffentlichen Börsen aber dennoch werden diese XRP früher oder später in den Markt fließen und den Verkaufsdruck erhöhen.

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David Schwartz vermeintlicher Versuch die Verkäufe zu verteidigen

Kommen wir direkt zu der fragwürdigen Erklärung von David Schwartz auf den Tweet von Adam Back. In einem mehrteiligen Tweet hat er nicht nur versucht die regelmäßigen XRP Verkäufe zu legitimieren, sondern ging in keinem Wort auf die ausstehende Entscheidung der SEC (Securities and Exchange Commission) ein, ob es sich bei XRP um ein Security handelt.

Leute, die Kryptowährungen besitzen, können diese verkaufen, wenn sie wollen. Es „Dumping“ zu nennen, ist nur ein Versuch, es mit einem negativen Wort schändlich zu machen. Wenn Miner verkaufen, nennen Sie das dann Dumping? Bitcoin muss Millionen pro Tag verkaufen, nur um sicher zu laufen.

David Schwartz verglich also die Verkäufe von Ripple selbst und den drei Hauptentwicklern, mit den täglichen Verkäufen der Bitcoin Miner. Dabei hat in keinem Wort erwähnt, dass die Bitcoin Miner für ihre Bitcoin „arbeiten“ müssen. Miner sind gezwungen im Vorfeld gewaltige Summen in Hardware, Infrastruktur, Personal usw. zu investieren und stehen unter einem gewaltigen Konkurrenzdruck. Die Verkäufe der BTC müssen also lediglich die Fixkosten der Unternehmer decken.

Bei Ripple und den drei Hauptentwicklern muss keiner mehr irgendwas tun, um an XRP zu kommen. Die 100 Milliarden XRP wurden direkt zu Beginn erschaffen und zu 80% an Ripple übergeben und zu 20% unter den drei Hauptentwicklern aufgeteilt. Somit besteht bei allen Beteiligten letztendlich kein Risiko und sie machen Gewinn solange XRP über 0,0 USD liegt. Wer aktuell XRP kauft, bereichert vor allem Ripple selbst und die drei Hauptentwickler. Es wird noch viel Zeit vergehen, bis die Verkäufe aufhören. Wer das Spiel mitmachen will, muss sich dessen bewusst sein.

Adam Back ist bis jetzt auf die Äußerungen von David Schwartz nicht mehr eingegangen. Wir sind gespannt ob es zu einem weiteren Schlagabtausch kommt und werden euch wie immer auf dem Laufenden halten.

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[Bildquelle: Shutterstock]

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