Verkauft Tesla seine Bitcoin? Elon Musk sorgt für einen BTC Crash

Der Bitcoin Kurs ist jüngst um weitere 10 % eingebrochen, nachdem sich Elon Musk eine Schlacht mit verschiedenen Nutzern auf Twitter geliefert hat. Dabei ging es erneut um den Stromverbrauch und die Konzentration der Miner in China, die Bitcoin in den Augen von Elon Musk ziemlich zentralisiert aussehen lassen.

Doch hier war noch lange nicht Schluss. Nachdem die Anfeindungen von beiden Seiten ein Ende gefunden hatten, löste ein weiterer Tweet von Elon einen zusätzlichen Abverkauf im Bitcoin Kurs aus. Musk reagierte auf einen Tweet eines Nutzers, der die Vermutung aufstellte, dass Tesla seine Bitcoin nach so einem Shitstorm abverkaufen könnte, mit „indeed“, was soviel heißt wie „in der Tat“.

Ist nun mit einem Abverkauf von Bitcoin durch Tesla zu rechnen? Welche langfristigen Auswirkungen hat das aktuelle Drama um Elon Musk für den Bitcoin Kurs? Fragen über Fragen, die wir in diesem Artikel versuchen zu beantworten.

Update zu Elon Musks Äußerungen zu Bitcoin:

Elon Musk hat soeben bekanntgegeben, dass Tesla keine Bitcoin verkauft hat. Der Markt hat direkt positiv auf die Nachricht reagiert. Der Bitcoin Kurs steht nun erneut bei 45.000 USD, nachdem es heute Nacht ein Tief bei 42.200 gefunden hat.

Wer weitere Informationen zu dem aktuellen Drama erfahren will und an einer Einschätzung der Gesamtsituation interessiert ist, sollte unbedingt unser aktuelles Video auf Youtube anschauen.

Elon will Dogecoin statt Bitcoin

Alles begann am 13. Mai, als Elon Musk über einen Tweet verkündete, dass Tesla ab sofort Bitcoin als Zahlungsmittel nicht mehr akzeptiert. Diese Nachricht hat nicht nur bei vielen Investoren für Unsicherheit gesorgt und den Bitcoin Kurs um mehr als 15 % einbrechen lassen, sondern auch viele Fragen aufgeworfen.

Erst vor wenigen Monaten hat Tesla Bitcoin als Zahlungsmittel eingeführt. Seitdem hat sich am Stromverbrauch kaum bis gar nichts geändert. Woher kommt also nun der Sinneswandel bei Elon Musk? War der Druck auf das Image von Tesla zu stark? Diese Fragen kann aktuell keiner beantworten.

Laut der Erklärung von Elon, verbrauche Bitcoin zu viel Strom pro Transaktion. Deswegen wird Tesla Bitcoin als Zahlungsmittel vorerst nicht mehr unterstützen, bis das BTC Mining vollkommen mit grüner Energie versorgt wird. Nur einen Tag zuvor hat er die Twitter Community gefragt, ob Tesla Dogecoin als Zahlungsmittel akzeptieren soll.

Eine Spaß-Kryptowährung, die nicht nur auf PoW basiert wie Bitcoin, sondern weitaus unsicherer ist und zu einem Großteil in einzelnen Wallets liegt.

Elon Musk kritisiert Bitcoin für den hohen Stromverbrauch aber bewirbt gleichzeitig eine andere Kryptowährung, die in Sachen Stromverbrauch nicht unbedingt besser aufgestellt ist. Und zudem viele Tradeoffs mit sich bringt. Das hat natürlich für viel Unruhe gesorgt, die gestern auf Twitter eskaliert ist.

Lesetipp: Tesla distanziert sich von Bitcoin: Was bedeutet das für BTC?

Twitter-Kampf um BTC eskaliert

Nach einem langen Twitter-Thread von Peter McCormack, einem bekannten Bitcoin Befürworter, an Elon Musk, reagierte der Tesla CEO ziemlich trotzig. Peter versuchte Elon zu erklären, dass er mit seiner Kritik am Stromverbrauch von Bitcoin nicht ganz richtig liegt und sich mit weiteren Experten zusammensetzen soll, um seine Wissenslücken zu füllen.

Obwohl einige Argumente von Peter zutreffend waren, war der allgemeine Ton ziemlich emotional und leicht aggressiv. Elon antwortete kurz und sagte, dass ihn solche Aussagen dazu treiben würden, alles in Dogecoin investieren zu wollen. Eine knappe Stunde später löschte Elon seine Antwort wieder.

Stattdessen ging Musk auf die Miner Konzentration von Bitcoin in China ein. Weitere Nutzer schalteten sich in die Diskussion und griffen Elon Musk an und stellten seine Expertise infrage. Daraufhin antwortete Elon, dass er PayPal gegründet habe und sich mit Geld gut genug auskennen würde.

Ein schwaches Argument, was alles noch viel schlimmer gemacht hat. Denn bei einigen Aussagen von Elon Musk in Bezug auf BTC, muss man wirklich an seinem Verständnis zweifeln. Denn die Dezentralisierung von Bitcoin hängt lange nicht nur von Minern ab.

Das haben wir spätestens 2017 bei der SegWit2x Debatte gesehen, als 90 % der Miner dafür waren und das Update trotzdem nicht akzeptiert wurde. Miner sind ein wichtiger Bestandteil des Bitcoin-Ökosystems aber bei Weitem nicht der einzige.

Verkauft Tesla seine Bitcoin?

Elon Musk hat erneut bewiesen, welchen Einfluss er auf den gesamten Kryptomarkt hat. Diesmal ging es nicht um Dogecoin, eine Spaß-Kryptowährung, sondern um Bitcoin, einen ernstzunehmenden Konkurrenten für Gold und vielleicht sogar Zahlungsmittel der Zukunft.

Lesetipp: Bitcoin Kurs Prognose 2021: Wie realistisch sind 100.000 USD pro BTC?

Auf die Spitze hat es Musk getrieben, als er auf einen Tweet eines Nutzers reagiert hat, nachdem die Schlammschlacht mit Peter ein Ende gefunden hatte. Der Nutzer hat sich darüber lustig gemacht, dass Bitcoin Investoren dumm aus der Wäsche gucken, wenn Tesla im nächsten Quartal bekanntgibt, alle Bitcoin verkauft zu haben.

Elon Musk antwortete dabei nur mit „In der Tat“.

Dieser Tweet hat den Bitcoin Kurs um mindestens weitere 5 % einbrechen lassen. Zwar hatte Tesla verlauten lassen, dass sie ihre Bitcoin nicht verkaufen werden aber nach so einem Theater, kann sich niemand mehr sicher sein.

Dennoch ist aktuell nicht davon auszugehen, dass Tesla seine BTC verkaufen wird. Doch die Unsicherheit bleibt bei den Anlegern. Die nächsten Tage und Wochen werden sicherlich spannend.

Für die einen ist es eine gute Kaufmöglichkeit, für die anderen ein mögliches Ende des Bullenmarktes. Egal in welche Richtung sich nun der Markt bewegen wird, langfristig wird das aktuelle Drama ebenfalls keine Rolle mehr spielen. An den Fundamentals von Bitcoin hat sich nichts geändert. Das Herz von BTC schlägt weiter, ob nun mit Tesla oder ohne.

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