DeFi Hack: 500.000 USD bei Balancer gestohlen

Der Decentralized Finance (DeFi) Hype hat sich in den letzten Wochen extrem beschleunigt. Neue Protokolle sprießen wie Pilze aus dem Boden und ermöglichen es den Usern hohe Renditen einzufahren. Mittlerweile sind rund 1,6 Mrd. USD an Kryptowährungen in DeFi Anwendungen hinterlegt, Tendenz steigend.

Eine parabolische Entwicklung die auch immer mehr Gefahren mit sich bringt. So ist es wenig überraschend, dass es bereits mehrere Hacks in der Vergangenheit gab. Nun hat es wieder jemanden erwischt, dieses Mal das neue Balancer Protokoll, welches erst in der letzten Woche richtig an Fahrt aufgenommen hat. Ingesamt konnte sich ein Hacker durch einen Trick 500.000 USD in Kryptos sichern. Wie er es gemacht hat und was das für den DeFi Space nun bedeutet, schauen wir uns in diesem Artikel an.

Welche Gefahren hinter DeFi lauern können und worauf du als Nutzer achten solltest, haben wir hier für dich zusammengefasst. Investiere immer mit Bedacht!

DeFi Hack: 500.000 USD in Kryptowährungen gestohlen

Gestern Nachmittag verbreiteten sich Berichte, dass es wieder einen DeFi Hack gegeben hat. In einer Telegram Gruppe hat ein Admin festgestellt, dass es Probleme bei Balancer gab. Das Protokoll, was letzte Woche noch durch den rasanten BAL Anstieg auf sich aufmerksam machte und sich auf Token-Swaps fokussiert.

Unsere Freunde von 1Inch Exchange bemerkten mal wieder als eine der ersten den Hack und erklärten in einem Post, wie es zu dem 500.000 USD DeFi Hack kommen konnte.

Wenig später bestätigte Mike McDonald, einer der Mitgründer von Balancer Labs, dass 500.000 USD in Kryptowährungen entwendet wurden.

So trickste der Hacker das Protokoll aus

Der Hacker manipulierte den Smart Contract eines Pools so, dass er sich verschulden konnte:

„Diese Gelder wurden verwendet, um 24 Mal WETH gegen STA-Coins hin und her zu tauschen, wodurch der STA-Saldo aus dem Pool abgezogen wurde. […] Jedes Mal, wenn der Angreifer WETH gegen STA tauschte, erhielt der Balancer-Pool 1% weniger STA als erwartet.“

Danach nutzte der Ethereum-Benutzer eine Schwachstelle aus, um Wrapped Ethereum, Wrapped Bitcoin, Synthetix und Chainlink aus dem Pool zu entfernen. So konnte er das DeFi Protokoll bzw. die Pools um ca. 500.000 USD erleichtern.

Der Vorfall beweist, dass es jederzeit möglich ist Schwachstellen zu finden. Wir haben euch bereits über die 6 größten Gefahren hinter DeFi gewarnt und hier hat der Hacker gleich mehrere Schwachstellen ausgenutzt. Basierend aber auf der deflationären Token Ökonomie hinter STA gelang es dem Hacker Schritt für Schritt den Pool „auszutrocknen“.

Alle Details zum Hack findet ihr hier.

Fazit: DeFi lohnt sich, auch für Hacker

Der neueste Hack zeigt uns einmal mehr, dass es sich bei DeFi um Projekte handelt, die noch in einer sehr frühen und experimentellen Phase sind. Dennoch locken die Anwendungen mit hohen Renditen. Durch „Yield Farming“ sind sogar Gewinne bis zu 200% im Jahr möglich.

Renditen, die aufhorchen lassen sollten, wenn auch die extremen Renditen für den normalen Nutzer ohnehin unerreichbar sind. Viele Dinge im DeFi Space sind einfach zu komplex, wir wollen daher in unseren kommenden Artikeln noch mehr Aufklärungsarbeit leisten und euch auch zeigen, wie DeFi Protokolle funktionieren, wie ihr davon profitieren könnt und worauf ihr achten solltet.

Der jüngste 500.000 USD DeFi Hack wird aber wohl nicht der letzte bleiben: Die 1,6 Mrd. USD wecken Begehrlichkeiten. Auch wenn man zugeben muss, dass dieser neueste Hack doch auch schon sehr ausgeklügelt war, sieht man, dass es jederzeit möglich ist.

Auch die aktuellen Gebühren auf dem Ethereum Netzwerk machen DeFi zu schaffen, vielleicht die Chance für Cardano oder andere Netzwerke, hier in Zukunft etwas vom DeFi Kuchen abzubekommen. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Was denkst du? Ist DeFi die Zukunft oder nur die nächste große Blase? Schreib uns einen Kommentar oder diskutiere mit uns in unserem Telegram Chat.

[Bildquelle: Shutterstock]

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