Das junge DeFi-Projekt Paraluni, das auf der Binance Smart Chain (BSC) baut, reiht sich in eine wachsende Gruppe von Plattformen der dezentralisierten Finanz ein, die durch Angriffe große Summen an Geld verloren. Nachdem die Webseite gerade einmal vier Monate online war, entwendete nun ein Hacker umgerechnet 1,7 Millionen US-Dollar.

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Was ist Paraluni?

Paraluni konnte sich bislang nur geringer Bekanntheit erfreuen. Das könnte sich nun ändern, denn bekanntlich bringen auch negative Schlagzeilen Aufmerksamkeit. Die Informationen zum chinesischen Projekt sind spärlich.

Bekannt ist, dass die Plattform die DeFi-Blockchain BNB verwendet, die als native Grundlage der Binance Smart Chain fungiert. Häufig wird Paraluni als Metaverse-Projekt bezeichnet, eine derartige Involvierung lässt sich aktuell jedoch nicht erkennen.

Am Missverständnis ist Paraluni nicht ganz unschuldig. Häufig bezeichnen dessen Entwickler ihr Projekt als “paralleles Universum” oder tatsächlich als Metaverse der Finanzwelt.

In der Realität handelt es sich vielmehr um eine dezentralisierte Handelsplattform, die es Nutzern erlaubt, mit Kryptowährungen, Token und NFTs zu handeln. Aktuell bestehen unter anderem die Handelspaare ETH/BNB und USDT/BUSD.

Zudem existiert ein eigener BSC-Token namens Paraluni mit dem Ticker T42, der sich aktuell nur auf Paraluni selbst im Tausch gegen BUSD erwerben lässt.

Der Token soll sich ungewöhnlicherweise Minen lassen. Im Vergleich zu anderen Projekten gab es bei Paraluni laut eigener Aussage also keine Schöpfung von Wertanlagen aus dem Nichts.

Da sich aktuell keine Daten zur Verteilung der T42 finden lassen, ist unklar, ob diese Behauptung wirklich der Wahrheit entspricht.

Was ist das Besondere an Paraluni?

Der chinesische DEX bezeichnet sich selbst auch als DeFi 2.0 Ökosystem. In weiteren Beiträgen deuten die Entwickler daraufhin, was mit dieser Aussage gemeint ist.

Die Macher sehen die große Schwäche der dezentralisierten Finanz in der Funktionsweise, die aktuell nicht nutzerfreundlich genug sei. Jeder Nutzer könne Paraluni mit Leichtigkeit verwenden und digitale Wertanlagen ebenso einfach erschaffen.

Neben dem Handeln mit Kryptowährungen lassen sich auch NFTs handeln und verschiedene Wertanlagen durch Staking und Liqudity Mining vermehren. Es soll ein fließender Übergang zwischen traditioneller Finanz und Kryptowährungen entstehen.

Paraluni Hack:  1,7 Millionen US-Dollar entwendet

Wie PeckShield vor einigen Stunden auf Twitter verkündete, entwendete ein unbekannter Nutzer digitale Wertanlagen von Paraluni in Höhe von 1,7 Millionen US-Dollar.

Betroffen sind unter anderem BTCB (eine Version von Wrapped Bitcoin auf BSC), BUSD (der Stablecoin der BSC) und Paralunis eigener Token T42. Nach Daten von The Bit Times verlor der Token durch den Hack praktisch seinen kompletten Wert. Laut DefiLlama verfügt T42 noch über ein Volumen von 102.000 US-Dollar.

T42 stürzt nach dem Hack ins Bodenlose

Laut PeckShield gelang der Angriff durch einen Fehler in den Smart Contracts von Paraluni, der die Verdopplung des zu beanspruchenden Vermögens zulässt.

Einige der Kryptowährungen schickte der Angreifer zu Tornado Cash, um seine Spuren zu verwischen, während ein Großteil immer noch auf öffentlichen Adressen liegt, die weiterhin von PeckShield beobachtet werden.

Paraluni versprach seinen Kunden besonders hohe Sicherheit durch ausgefeilte Smart Contracts. Der Angriff glückte nach exakt vier Monaten. Erst am 13. Dezember ging das Projekt online.

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