Seitdem der Bitcoin Kurs vor etwa zwei Wochen eine harte Korrektur hinnehmen musste und dabei stark an Wert verlor, ist nach einem kurzen Fall des Handelsvolumens jetzt wieder mehr Geld in den NFT-Markt geflossen. Anleger und Investoren scheinen wieder mehr Interesse an den Markt der digitalen Kunstwelt zu finden.

Non-fungible Tokens (NFT) sind zwar schon länger ein Phänomen im Kryptomarkt, haben jedoch insbesondere im letzten Jahr und im ersten Quartal 2021 einen starken Zuwachs an Aufmerksamkeit und Investitionen erlebt. Die Coronakrise mit ihren Auswirkungen kann dabei als entscheidender Faktor angesehen werden, warum die Preise für digitale Kunstwerke so stark gestiegen sind.

NFT-Markt mit starken Zuwächsen im ersten Quartal

DappRadar ist eine Plattform, die den Umsatz und die Anzahl der getätigten Transaktionen im dezentralen Finanzsystem protokolliert. Laut einem jüngsten Report dieses Portals hat der Umsatz im Markt der NFTs in den letzten beiden Wochen etwas nachgelassen.

Seit dem Crash vom 12. Mai 2021 ist das durchschnittliche Handelsvolumen von NFTs 5,8 Mio. USD pro Tag. In den ersten 11 Tagen des Monats Mai lag diese Volumen jedoch noch bei täglich etwa 14,9 Mio. USD.

Obwohl der Markt tief in den roten Bereich eingetaucht ist, haben viele Nutzer NFT verkauft und damit gehandelt. An einem durchschnittlichen Tag wurden laut dem Report von DappRadar etwa  85.000 NFTs gehandelt. Dies entsprach einem Umsatz von insgesamt 5,8 Millionen USD. Im Vergleich zum Januar 2021 entspricht dies immer noch einem Anstieg von 277 %. Damals wurden nur etwa 21.000 NFTs am Tag gehandelt.

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eBay und Binance bald mit eigenen Plattformen für NFT

Der Markt der NFT hat seit Anfang des Jahres unglaublich an Fahrt aufgenommen. Onlinehändler eBay hat ebenfalls angekündigt, NFTs bald über die eigene Plattform handelbar zu machen. Schlagzeilen machte zum Beispiel der bis jetzt teuerste Verkauf eines NFT: „Everydays: The First 5000 Days“ des Künstlers Beeple wurde im April für etwa 42.000 ETH verkauft. Dies entsprach  damals etwa 70 Millionen USD.

NFTs stellen dabei vor allem die Echtheit und die Originalität von digitalen Kunstwerken sicher. Gerade erst im April hatte auch die weltgrößte Krypto Börse Binance angekündigt, ab Juni 2021 den Handel mit NFTs via eigenen Marktplatz anzubieten. Wie der digitale Kunstmarkt sich weiter entwickelt, hängt natürlich, wie so vieles andere im Kryptomarkt, vor allem mit der Kursentwicklung der führenden Kryptowährung Bitcoin zusammen.

Quelle: DappRadar

Die obige Grafik zeigt die Zahl der Verkäufe auf den bekanntesten Handelsplattformen für NFTs. Deutlich zu erkennen ist bei allen ein Knick Anfang Mai, als Elon Musk und China mit seiner strikten Mining Politik eine große FUD im Markt verbreiteten. Zu erkennen ist jedoch auch, dass seitdem die Anzahl der Verkäufe wieder steigt.

NFT ist mehr als nur ein Hype – eine Revolution für die Kunstwelt

Der Hype und Erfolg von vielen Künstlern und Kunstwerken im NFT-Markt hatte Folgen: Mittlerweile bieten die traditionsreichen Auktionshäuser Christies NFTs bei Auktionen an. Seitdem versteigern auch vermehrt Personen des öffentlichen Lebens NFTs, die oft für einen guten Zweck unter den (digitalen) Hammer kommen.