- Bitcoin rutscht unter 79.000 US-Dollar:
BTC fiel am Freitag auf 78.600 US-Dollar und verlor damit rund 4 Prozent vom Hoch bei 82.000 US-Dollar nach den Clarity-Act-Fortschritten. - Renditesprung belastet Risiko-Assets:
Die zehnjährigen US-Staatsanleihen stiegen auf 4,58 Prozent, britische Pendants auf 5,2 Prozent. Gleichzeitig preisen Märkte wieder Zinserhöhungen ein. - 360 Millionen US-Dollar Long-Positionen liquidiert:
Laut CoinGlass wurden binnen 24 Stunden massiv gehebelte Krypto-Wetten aus dem Markt gedrückt, während das Bitcoin Open Interest deutlich zurückging. - Breiter Verkaufsdruck im Krypto-Sektor:
Altcoins verloren zwischen 5 und 8 Prozent, Krypto-Aktien wie Coinbase, Circle und Miner gaben teils bis zu 11 Prozent nach. - 💡 Krypto-Trading verstehen und von der Community profitieren:
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Makro reißt Risiko-Assets runter
Steigende Renditen am Anleihemarkt haben am Freitag eine breite Risk-off-Bewegung ausgelöst, und Bitcoin (BTC) wurde direkt mit abverkauft. Parallel nahmen Inflationssorgen wieder Raum ein, was die Zinserwartungen neu sortierte.
Laut CME FedWatch preisten Marktteilnehmer zuletzt nahezu 50 Prozent Wahrscheinlichkeit für mindestens eine Zinserhöhung bis Jahresende ein, bei gleichzeitig fast null Chance auf Zinssenkungen.
Renditeschock trifft auch Gold und Aktien
Ausgangspunkt war der Anleihemarkt. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe kletterte auf 4,58 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit über einem Jahr. Auch in Großbritannien ging es kräftig nach oben. Zehnjährige Staatsanleihen stiegen auf 5,2 Prozent, ein Niveau, das zuletzt 2008 erreicht wurde.
Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Nasdaq 100 und S&P 500 eröffneten deutlich schwächer und blieben im Verlauf im Minus. Gold gab um 2,5 Prozent auf rund 4.500 US-Dollar je Unze nach. Gleichzeitig zog WTI Rohöl um 3 Prozent an und überschritt die Marke von 100 US-Dollar.
Gewinnmitnahmen am Aktienmarkt nach bullischer Woche und wenig Neuigkeiten vom China-USA Gipfel.
— Bitcoin2Go (@bitcoin2go) May 15, 2026
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Bitcoin unter 79.000 US-Dollar
Der Bitcoin-Kurs rutschte zu Beginn der US-Session bis auf 78.600 US-Dollar. Damit lag BTC rund 4 Prozent unter dem Hoch vom Donnerstag bei 82.000 US-Dollar, das im Zuge von Fortschritten rund um den Clarity Act im Senate Banking Committee erreicht wurde.
Später stabilisierte sich der Kurs wieder leicht über 79.000 US-Dollar, blieb aber auf 24-Stunden-Sicht rund 2,8 Prozent im Minus. Die Clarity-getriebene Aufwärtsbewegung wurde damit in kurzer Zeit weitgehend zurückgedreht.

BTC-Leverage wird aus dem Markt gespült
Unter der Oberfläche verlief eine klare Deleveraging-Welle: In den vergangenen 24 Stunden wurden laut CoinGlass mehr als 360 Millionen US-Dollar an bullischen Krypto-Positionen liquidiert. Damit war dies der größte Abbau von gehebelten Long-Positionen seit Ende März.
Parallel dazu fiel das Bitcoin Open Interest laut Coinalyze von über 27 Milliarden US-Dollar auf etwa 25,5 Milliarden US-Dollar. Ein Teil des zuvor aufgebauten Futures-Hebels wurde damit in kurzer Zeit aus dem Markt gedrückt.

Druck auf Altcoins und Krypto-Aktien
Der Verkaufsdruck blieb jedoch nicht auf BTC beschränkt. Ripple (XRP), Cardano (ADA), Chainlink (LINK) und Avalanche (AVAX) lagen jeweils rund 5 Prozent im Minus, Sui (SUI) rutschte um etwa 8 Prozent ab.
Auch krypto-nahe Aktien gerieten unter Druck. Coinbase, Circle und Galaxy verloren jeweils rund 8 Prozent, Strategy fiel 5,4 Prozent. Bei Minern fielen die Abschläge teils noch deutlicher aus: MARA und Hut 8 gaben jeweils rund 7 Prozent nach, Cipher Mining verlor rund 9 Prozent und Bitdeer fast 11 Prozent.
Fazit: Bitcoin bleibt vom Zinsumfeld abhängig
Die Korrektur zeigt, wie fragil politisch getriebene Kursgewinne bleiben, wenn das makroökonomische Umfeld kippt. Fortschritte rund um den Clarity Act hatten Bitcoin zuvor bis auf 82.000 US-Dollar getragen. Doch steigende Renditen, Inflationssorgen und neu eingepreiste Zinserhöhungen reichten aus, um diese Gewinne in kurzer Zeit wieder abzuräumen.
Marktmechanisch ist das ein klares Signal. Solange Bitcoin stark über Futures und Leverage gespielt wird, wirken externe Schocks wie ein Verstärker. Politische Impulse können Momentum erzeugen, doch das Zinsumfeld bestimmt aktuell die Risikobereitschaft.
Erst wenn sich Makro stabilisiert oder die Hebelbasis dauerhaft niedriger bleibt, gewinnen regulatorische Fortschritte wieder nachhaltigere Wirkung.