Der britische Finanzminister Rishi Sunak wies die Zentralbank des Landes an, neue Wege für einen „Britcoin“ zu erkunden. Großbritannien will dadurch die Einführung und Herausgabe einer landeseigenen Kryptowährung erforschen, welche die „Herausforderungen“ durch andere Kryptowährungen wie z.B. Bitcoin auflöst.

Es ist schon eine faszinierende Sache. Einerseits soll Bitcoin (BTC) laut der britischen Zentralbank Bank of England (BoE) keinen echten Wert besitzen und die Rolle eines Wertspeichers nicht erfüllen. Zeitgleich sieht das britische Finanzministerium aber „Herausforderungen“, die durch Bitcoin entstanden wären.

Nutzlos und kein Wertspeicher und dennoch müssen Herausforderungen bewältigt werden? Kein Problem! Eine neue Taskforce aus Finanzministerium und Zentralbank soll nun erforschen, wie ein „Britcoin“ eingeführt und herausgegeben werden könnte. Bühne frei für Central Bank Digital Currency (CBDC) in England?

Großbritannien forscht am „Britcoin“

Zugegeben, „Britcoin“ ist vermutlich einfach nur ein Buzzword. Wie dem auch sei, der britische Finanzminister Rishi Sunak wies die Bank of England (BoE) an, neue Wege für eine landeseigene Kryptowährung zu erforschen, welche die Herausforderungen entstanden durch u.a. Bitcoin löse.

Wir starten eine neue Taskforce bestehend auf Finanzministerium und Zentralbank um koordinierte Erkundungen anzustellen bezüglich einer potenziellen, von der Zentralbank kontrollierten, digitalen Währung.

Kurz darauf veröffentlichte Herr Sunak auf Twitter einen Tweet mit nur einem einzigen Wort: Britcoin. Daher auch das Buzzword. Und schon alleine die Nähe des Wortes zu Bitcoin zeigt doch, wie ernst die Konkurrenz einer souveränen, dezentralen und vor allem harten Währung wie Bitcoin genommen wird.

CBDC als Lösung, da Bitcoin nichts taugt

CBDC soll das Problem „Bitcoin“ also nun lösen. Dass dieser Ansatz fragwürdig erscheint, ist kein Wunder. Denn am Ende ist nicht die Form von Fiatwährungen das Problem. Dennoch, die Bank of England hält von Bitcoin nichts. Zu volatil, keine Funktion als Wertspeicher, keine konkurrenzfähige Währung. Aber die Argumente kennen wir ja bereits.

Insgesamt steht in England noch nichts fest bzgl. des „Britcoins“. Das stellte sowohl das Finanzministerium, als auch die Zentralbank klar. Am Ende ist CBDC aber nur eine Frage der Zeit. Denn viele weitere Nationen haben ähnliche Pläne und digitale Währungen, selbst im Fiat-Format, bieten ja dann doch Vorteile.

Schlusswort

CBDC wird uns im laufenden Jahr 2021 und auch in den kommenden Jahren noch viel beschäftigen. Ebenso wie Regulationen bezüglich Kryptowährungen, wie auch immer diese aussehen mögen. Wir halten euch natürlich über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden!