Die Bitcoin 2022 Konferenz hatte wieder einige große Ankündigungen zu bieten. Manche Zuseher waren enttäuscht – sie hofften auf die Bitcoin-Adoption eines weiteren Gesamtstaates.

Andere Meldungen gingen in der Informationsflut der Konferenz förmlich unter. Dazu zählt wohl auch der Impervious Browser. Was kann der Underdog der diesjährigen Bitcoin-Konferenz?

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Impervious: Layer-3 Anwendungen auf Lightning

Impervious ist keine gänzlich neue Erfindung mehr. Bereits auf der Bitcoin-Konferenz des Vorjahres stellte man das Projekt erstmals vor. Damals bestand aber nur eine sehr frühe Version eines Frameworks in abstrakter Form.

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Auf der diesjährigen Konferenz, die wie gewohnt in Miami stattfand, verkündete Impervious-Geschäftsführer Chase Perkins große Fortschritte. Inzwischen nahm ein Browser konkrete Formen an, den man auf den eigenen Entwicklungen aufbaut.

Denn: Impervious ist ein Unternehmen, das Layer-3 Anwendungen für den Bitcoin baut. Da man nicht direkt auf dem Bitcoin-Mainnet, sondern auf dem Lightning Network konstruiert, handelt es sich um eine dritte Ebene, also eine Layer-3-Lösung.

Das Ziel der Firma folgt den Grundprinzipien des Bitcoin. So arbeitet man daran, die Peer-to-Peer Funktionalität des Internets auszubauen. Ein großer Teil dessen ist der Bitcoin selbst. Ebenso kann er als Grundlage für weitere Anwendungen dienen.

Durch seine Blockchain, hinter der ein starkes Netzwerk steht, ist er dafür einerseits gut geeignet. Andererseits machen bestimmte Parameter eine Verwendung als dApp-Plattform schwierig. Frühzeitig wendeten sich daher vergleichbare Entwickler vom Bitcoin ab.

Bitcoin 2022 Konferenz von Lightning Network geprägt

Das Lightning Network taugt als Layer-2 eher als Basis und findet daher eine Verwendung seitens Impervious. Auch eine weitere Meldung der Konferenz über das Lightning Network könnte mehr Potenzial birgen, als man zuerst erwartet.

Jack Mallers, Geschäftsführer des Zahlungsdienstleisters Strike, der sich ebenfalls auf das Lightning Network spezialisiert, verkündete in Miami, dass man eine Partnerschaft mit mehreren großen Firmen eingegangen sei.

Darunter befindet sich mit NCR auch ein Unternehmen, das Zahlungsterminals herstellt. Sofern kein exklusiver Vertrag mit Strike besteht, könnte ein offener Standard der Bitcoin-Massenadoption zu neuen Höhen verhelfen.

Was ist das Besondere an Impervious?

Impervious erschuf eine gleichnamige Programmierebene für das Lightning Network und baut darüber hinaus an Frameworks und darauf basierenden dezentralisierten Anwendungen, die eine Vielzahl heute gängiger zentralisierter Produkte ersetzen sollen.

Für den Nutzer ist der Vorteil groß. Er ist dadurch nicht länger der Zensur, Kontrolle und Überwachung der großen Technologiefirmen ausgesetzt.

Wir tun das, weil jeder Aspekt unseres Lebens derzeit vom Wohlwollen und den Launen Dritter abhängt.

Sagt Gründer und Geschäftsführer Perkins auf der Bühne.

Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes zu Untertanen der digitalen Tyrannei geworden, von der tyrannischen Herrschaft der Tech-Giganten abhängig.

Fährt er seine Rede fort. Von Zahlungen, über Kommunikation bis hin zur Versendung von Daten würden Nutzer inzwischen komplett durchleuchtet. Deshalb sei es wichtig, dieser Entwicklung nun ein Gegengewicht zu bieten.

Nutzeroberfläche des Impervious Browser

Die eigenen Anwendungen seien demnach allesamt frei von Überwachung und Zensur. Die einzelnen Apps baut Impervious in einen eigenen Browser ein – in den Impervious Browser.

Dieser Browser will die Branche revolutionieren. Er schwört der Verwertung von Nutzerdaten komplett ab. Einnahmen möchte man durch die Investitionen von Partnerunternehmen und Regierungsorganisationen erzielen.

Unveränderliche Systeme seien auch für Regierungen interessant. So könne man sicherstellen, dass eine Manipulation nicht stattfindet, verriet Perkins auf der Bitcoin 2021 Konferenz.

Impervious Browser erstmals vorgestellt

Am 10. April zeigte Perkins Live vor Kamera und vor den Besuchern der Konferenz die neuesten Errungenschaften seiner Entwicklung. Erstmals lässt sich der Impervious Browser sehen. Zudem zeigt er eine jüngst entstandene Aufnahme, in der man eine Videoübertragung sieht, wie man sie von Zoom oder Google Meet gewöhnt ist.

Dies ist der erste Lightning-native Webbrowser! – Chase Perkins

Diese Aufnahme läuft über das Lightning Network, statt über zentralisierte Dienste. Nutzer verbinden sich so direkt miteinander. Zur Übertragung wichtiger Informationen ist eine Transaktion nötig, die in diesem Fall 15 Satoshis kostete – ungefähr 0,006 US-Dollar.

Alle Entwicklungen liefert Impervious mit offenen Quellen an die Öffentlichkeit und stellt Grundlagen für unabhängige Entwickler bereit. Das betrifft jedoch nicht nur das Rahmenwerk, welches das Videogespräch ermöglichte, sondern auch sämtliche weitere Anwendungen.

Zoom ohne Zoom, Nachrichten ohne WhatsApp, Veröffentlichungen ohne Medium, Identität ohne Staat, Zahlungen ohne Banken.

So beschreibt Perkins das Angebot zusammenfassend. Auch weitere Ideen setzte man bereits um – etwa eine freie Alternative zu Google Docs. All das ist in einem Browser abrufbar, der die Privatsphäre des Nutzers schützt.

Der Browser ist seit dem 7. April für ausgewählte Nutzer in einer frühen Version verfügbar. Eine angekündigte Veröffentlichung blieb bisher aus.

Wird der Impervious Browser jemals erfolgreich?

Perkins machte darauf aufmerksam, dass man die Erarbeitung des Browsers erst seit sechs Monaten vorantreibt, aber bereits wesentliche Fortschritte machen konnte. Diesen Fokus könne man in Zukunft noch steigern.

Aktuell befindet sich die Browserlandschaft immer noch fest in der Hand von Google und deren Browser Chrome, der über einen Marktanteil von über 60 Prozent verfügt. Der Konkurrent Brave zeigt aber, dass schneller Wandel in der Branche durchaus möglich ist.

Von 2017 bis 2021 wuchs die Zahl dessen Nutzer von 1,7 Millionen auf 50,2 Millionen. Dabei ist Braves Rezept gar nicht sonderlich spektakulär. Man verspricht der Kundschaft einen nativen Werbeblocker und den Verzicht auf ausufernde Datensammelei wie bei Google.

Gleichzeitig bekommt man eine gewohnte Nutzeroberfläche und die Schnelligkeit des Chrome Browsers durch die Verwendung der Quelltexte des Chromium Projektes.

Auch Impervious legt Wert auf die Privatsphäre des Anwenders und bietet gleichzeitig Zugang zu einem Kontingent nützlicher Anwendungen. Dass Impervious damit einen großen Beitrag zur Bitcoin-Massenadoption und zu neuer Freiheit im Internet leistet, ist also denkbar.

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