Der Tech-Riese Google hat die Anwendungsbereiche seiner Werberichtlinien für Kryptowährungen im Bereich Krypto Börsen und Wallets überarbeitet. Nach jahrelangem hin und her endlich eine Weiterentwicklung.

Google meldete sich am 02. Juni 2021 mit einer Erklärung bzgl. Kryptowährungen zu Wort. Demnach sollen ab dem 03. August 2021 Werbetreibende, die Krypto Börsen oder Wallets betreiben/anbieten, in den USA ihre Services bewerben können. Voraussetzung dafür ist, dass sämtliche Anforderungen von Google erfüllt sind. Die Werbetreibenden müssen außerdem von dem Unternehmen zertifiziert sein.

Google bestimmt Anforderungen für Services rundum Kryptowährungen

Der neue Zertifizierungsprozess ersetzt den seit 2018 bestehenden. Um Dienstleistungen oder Produkte zu bewerben, müssen diverse Anforderungen erfüllt werden. Anderenfalls wird es von Google kein grünes Licht geben. Damit bringt Google zwar endlich Änderungen nach vielen Kritiken, doch die Gesamthaltung gegenüber Kryptowährungen scheint weiter fragwürdig.

Krypto Börsen oder Wallets müssen ordnungsgemäß beim Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) als Gelddienstleistungsunternehmen und bei mindestens einem Staat als Geldübermittler registriert sein. Eine weitere Möglichkeit zur Qualifikation ist gegeben, wenn es sich bei dem Unternehmen um eine auf Bundes- oder Staatsebene gecharterte Bankeinheit handelt.  Außerdem müssen alle relevanten gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden.

Die Anzeigen und Landingpages des Unternehmens müssen zudem mit den Google Ads – Richtlinien übereinstimmen.

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Werbung rundum Kryptowährungen findet keine klare Linie bei Google

Im März 2018 hat das Tech-Unternehmen Werbung rundum Kryptowährungen verboten. Das sorgte für Furore. Vor allem, weil Facebook Anfang 2018 eine ähnliche Richtlinienverschiebung unternahm. Im September 2018 ruderte das Unternehmen dann allerdings von den strengen Werberichtlinien zurück. Krypto Börsen bekamen die Möglichkeit zertifizierte Inserenten bei Google zu werden. Zumindest im US-amerikanischen und japanischen Raum.

Wer darf nicht werben?

Laut Googles neuer Erklärung wird es keine Werbung für Initial Coin Offerings (ICOs) und DeFi-Protokolle geben. Der Kauf, Verkauf oder Handel von Kryptowährungen oder verwandten Produkten wird nicht gefördert werden. Davon betroffen sind zum Beispiel anfängliche Angebote von dezentralen Krypto Börsen (DEXes), Token-Liquiditätspools oder prominente Befürworter von Kryptowährungen.

Außerdem bleiben Werbeziele, die die Emittenten von Kryptowährungen oder verwandten Produkten zusammenfassen oder vergleichen nicht gestattet.

Kryptowährungen und Google – eine bislang instabile Beziehung

Abschließend mahnt das Unternehmen zur Ordnung. Von Werbetreibenden werde nach wie vor erwartet, sich an die lokalen Gesetze zu halten. Das gelte weltweit. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Richtlinien bei Google oder anderen großen Tech-Unternehmen in Bezug auf Kryptowährungen verändern werden. Und ob endlich Stabilität in diese Richtlinien kommen wird.