Dass sich der Mutterkonzern Facebooks zu Meta umbenannte, lies eine Öffnung der Plattform zu Gunsten der Kryptowährungen vermuten. Nun leitet Meta erste Schritte ein. Eine de facto Sperre der Bewerbung von Kryptos ist aufgehoben.

Facebook blockiert Werbung

Der enorme Anstieg des Bitcoin im Jahr 2017 ließ die gesamte Branche wachsen. Viele bisher uninteressierte Menschen wollten sich nun beteiligen. Der starke Kursgewinn war einfach zu verlockend.

Betrüger wussten diese große Aufmerksamkeit zu nutzen. Schließlich erfasste der Wahn nicht nur den Bitcoin, sondern die gesamte Welt der Blockchain. Plötzlich entstanden viele neue Kryptowährungen. Oft mit albernen Namen.

Statt wirklichem Nutzwert hatten viele dieser Währungen jedoch nur ICOs (Initial Coin Offering) zu bieten. Sie gaben also viele Versprechungen, die nicht gehalten werden konnten, nur um Neulinge von einer Investition zu überzeugen.

Das Geschäft florierte. Die sogenannte ICO Bubble entstand. Mit übermäßigem Enthusiasmus investierten Massen von Menschen in Coins mit den verrücktesten Versprechungen. Noch im selben Jahr platzte die ICO Bubble und die meisten der Investoren verloren beträchtliche Summen.

Meta hebt die Sperre auf

Um die Kunden zu erreichen, erstellten viele der verantwortlichen Entwickler Werbung auf Facebook. Facebook bekam Sorge um seinen Ruf und sperrte seit Januar 2018 nahezu jedes Inserat, das eine Kryptowährung bewarb.

Sollten Kryptos dennoch auf Facebook beworben werden, musste mindestens eine von drei Lizenzen erbracht werden. Praktisch verbannte dieser Schritt beinahe jede Kryptowährung von Facebook. Zwar zum Schutz der Facebook-Nutzer, womöglich aber auch zum Schaden manch guter Projekte.

Nun heißt Facebooks Mutterkonzern Meta. Wie er bekannt gab, werden die bislang strikten Regeln nun ausgesetzt. Facebook will sich gegenüber Kryptowährungen also öffnen. Statt der bisherigen drei Lizenzen, akzeptiert Facebook fortan 27 verschiedene Lizenzen.

Nach Aussagen von Meta lässt die Reife des Marktes diesen Schritt nun zu. Außerdem habe die Regulierung und Stabilität des Krypto-Marktes zugenommen.

Was sind ICOs?

ICO ist eine Abkürzung für die englische Wortgruppe Initial Coin Offering. Ins Deutsche sinngemäß übersetzt handelt es sich dabei um einen Vorverkauf von Kryptowährungen. Um einem Projekt einen finanziellen Kickstart zu verpassen, setzten viele Entwickler auf diese ICOs.

Darunter befinden sich auch sehr erfolgreiche Projekte wie Ethereum oder Neo. Die Entwickler von Ether verlangten einen Stückpreis von 31 US-Dollar Cent beim ICO im Jahr 2014. 16 Millionen USD wurden eingenommen. Zuweilen hat ein einzelner Coin einen Wert von ungefähr 4500 US-Dollar.

ICOs gibt es auch heute noch. Die blinde Kaufwut, welche während der ICO Bubble herrschte, hat seitdem aber abgenommen. Wohl auch wegen der vergangenen Erfahrungen und dem schieren Angebot an neuen Kryptowährungen.

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