Jahrelang versuchte Facebook, ein Standbein im Bereich digitaler Zahlungsmittel aufzubauen. Das Projekt scheiterte – so nahm man jedenfalls bisher an. Jüngsten Informationen zufolge, plant Meta Platforms die Schaffung einer neuen Zahlungsplattform, die unter dem Namen Meta Pay möglicherweise als Krypto-Börse fungiert.

Diem: Was Facebook ursprünglich plante

Im Juni 2019 stellte Facebook die zentralisierte Kryptowährung Libra vor. Schnell entwickelte sich ein Verband aus einer Vielzahl großer Technologieunternehmen, zu dem neben Facebook beispielsweise auch eBay, Visa und Mastercard, Uber, Coinbase und PayPal gehörten.

Das Projekt hatte enorme Pläne. So sollte es Nutzern möglich sein, die Kryptowährung bei sämtlichen Diensten zu verwenden, die Mitglied des Verbandes waren.

Obwohl die Prinzipien der Kryptowährung, die 2020 in Diem umbenannt wurde, nicht der eigentlich beabsichtigten Neutralität entsprechen – wie sie etwa der Bitcoin umsetzt – hatte das Projekt das Potenzial, die Krypto-Massenadoption in bisher ungekanntem Ausmaß voranzutreiben.

Diem scheiterte letztlich an tiefgreifenden Konflikten mit den Behörden verschiedenster Länder. Vor allem in den USA, wo Diem eine regulatorische Bestätigung erwartete, traf man auf den Widerstand der Behörden.

Meta Platforms führte einige Krypto-Projekte dennoch weiter. In verschiedenen Ländern können einige Nutzer bereits den Pax Dollar (USDP) über WhatsApp dank der Implementierung der Eigenentwicklung Novi Wallet verschicken.

Diem löste man im Januar dieses Jahres schließlich auf. Die Entwickler führen das Projekt unter dem Namen Aptos jedoch eigenständig weiter.

Meta Platforms nimmt mit Meta Pay neues Krypto-Projekt auf

Meta Platforms als Konzern hinter WhatsApp, Facebook und Instagram, kehrte der Kryptowelt jedoch nie vollständig den Rücken. Im Januar gab man schließlich bekannt, NFTs in den Diensten zu implementieren und einen eigenen NFT-Marktplatz zu entwickeln.

Josh Gerben, Anwalt für Markenrecht, machte vor Kurzem eine unerwartete Entdeckung. Meta Platforms plane die Schaffung eines Dienstes, der den Tausch von Fiat- und Kryptowährungen zulässt.

Dies belegen fünf neue Markenanträge der Firma, so teilt er auf Twitter mit. Die Anträge belegen, dass möglicherweise eine neue Plattform namens Meta Pay in der Entstehung ist.

Sie könnte als Krypto-Börse fungieren. Laut Antragsdaten sind ihre Aufgaben:

Finanztransaktionsdienste, namentlich die Bereitstellung sicherer kommerzieller Transaktionen und Zahlungsoptionen.

Außerdem:

Bereitstellung einer Finanzbörse zum Handel digitaler Währungen, virtueller Währungen, Kryptowährungen, digitaler und Blockchain-Wertanlagen.

Der gezeigte Antrag ging beim US-Patentamt USPTO ein. Stephane Kasriel, Verantwortlicher für den Bereich Finanzen der Meta Platforms, sagte, dass Facebook bereits seit 2009 aktiv im Bereich der Zahlungen ist.

Aktuell lege man einen verstärkten Fokus auf dieses Segment. Das bisher als Facebook Pay bekannte System wolle man in Meta Pay umbenennen. In 160 Ländern findet das Zahlungssystem bereits Anwendung und unterstützt 55 Währungen – eine Zahl, die schon bald wachsen soll.

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