Ripple CEO Brad Garlinghouse hat sich zu der Zukunft von Ripple geäußert, falls das Gerichtsverfahren zwischen seiner Firma und der Securities and Exchange Commission (SEC) bald abgeschlossen wird. Garlinghouse sagte, dass Ripple den Börsengang der Firma forcieren würde, falls das Verfahren mit der SEC beigelegt werden kann. 

Das Verfahren zwischen der SEC und Ripple ist schon länger vor einem New Yorker Gericht anhängig. Im Herbst 2020 leiteten die Vorwürfe gegen Ripple, unregulierte Aktien zu verkaufen, eine Talfahrt des XRP Kurses ein. Die Lage entspannte sich zunehmend in den letzten Wochen. Es ist jedoch noch nicht klar, wie das Gericht letztlich entscheiden wird.

Ausgang des Ripple-Verfahrens unklar

Letztlich geht es bei dem Rechtsstreit um die Frage, ob die SEC den XRP Token ebenfalls als Kryptowährung anerkennt. Bis jetzt ist der Status von XRP unklar. Der Vorwurf der SEC ist, dass Ripple ein Wertpapier einer Firma darstellt, welches diese zentral verwaltet und ausgibt. Das Verfahren sorgte für starke Kursbewegungen von XRP. Dabei sah es noch im April 2021 eigentlich ganz gut aus für Ripple: Die Firma konnte vor Gericht einige Erfolge erzielen.

Bei einem Interview für Business Insider sagte der CEO Brad Garlinghouse auf eine direkte Frage nach einem Börsengang:

Die Wahrscheinlichkeit das Ripple ein börsennotiertes Unternehmen wird ist hoch […] Allerdings während einem Verfahren mit der SEC, müssen wir da erstmal rauskommen

Die Ankündigung des Ripple CEO ist nicht das erste Mal, dass laut über einen Börsengang der Firma nachgedacht wird. Mit dem Börsengang von Coinbase wäre Ripple ein weiteres großes Unternehmen der Branche, was sein Glück bei den Anlegern sucht. Dem Kurs von XRP tat die Ankündigung von Garlinghouse gut: Er kletterte um etwa 6 % auf derzeit knapp 0,99 USD.

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Der Fall von XRP könnte Vorbild für andere Verfahren werden

Das Verfahren wird nicht nur über die Zukunft von Ripple entscheiden. Staatliche Regulierungen sind das Thema in 2021, nicht nur in den USA. Eine strenge rechtliche Basis für Kryptowährungen sind zwar von einigen Nutzern nicht immer gern gesehen, bieten jedoch langfristig die größten Chancen für eine breite Adoption von Kryptowährungen. Garlinghouse sagte dazu wörtlich:

Hier geht es mehr als nur um Ripple. Es geht um mehr als nur um XRP. Das Verfahren wird Auswirkungen für die gesamte Kryptobranche in den USA haben.

Somit wird das Verfahren von der gesamten Branche aufmerksam verfolgt. Die Regulationsbehörden müssen für eine klare Definition von digitalen Währungen sorgen. Davon sollten langfristig alle profitieren. Ob Ripple aber aus dem Verfahren als Gewinner herausgeht, bleibt weiter ungewiss.