Der Bitcoin-Kurs befindet sich in diesem Monat bisher wieder im Aufwärtstrend. Noch sind keine Anzeichen des von Robert Kiyosaki befürchteten Crashs zu sehen. In der Zwischenzeit ist weiterhin viel Bewegung auf dem Kryptomarkt.

Am 8. Oktober findet die Texas Blockchain Summit 2021 statt. Auf dieser Konferenz kommen nicht nur viele Sprecher wie beispielsweise die Senatoren Cynthia Lummis sowie Ryan Gentry von Lightning Labs zusammen, die sich über die Blockhain-Technologie unterhalten werden. Es lässt den Blick auch wieder mehr nach Texas schweifen.

Der US-amerikanische Bundesstaat könnte in Zukunft nämlich noch wichtiger für den Kryptomarkt werden. Doch auch umgekehrt könnten Kryptowährungen zu einem wichtigen Gut in Texas werden. Wird Texas sich zu einem unausweichlichen Knotenpunkt in der Kryptobranche entwickeln?

Vor wenigen Monaten hatte Greg Abbot, Gouverneur von Texas, noch angekündigt, den US-amerikanischen Bundesstaat zur Krypto-Metropole schlechthin zu machen. Man wollte besonders vom Shutdown in China profitieren und warb als neuer Standort für Bitcoin Mining Zentren.

Besonders den Einzug von Kryptowährungen bei den H-E-B-Märkten feierte Abbot. Doch wie ist der aktuelle Stand der Dinge?

Europa hat die Nase vorn – aber nicht beim Mining

Fakt ist, dass sich der Kryptomarkt trotz immer mehr institutioneller Anleger weiterhin in der Findungsphase befindet. Das liegt vor allem daran, dass viele Regierungen erst jetzt Schritt für Schritt Gesetze verabschieden, die Tätigkeiten im Krypto-Umfeld beschreiben.

Nordamerika ist bereits seit Jahren zusammen mit dem ostasiatischen Raum ein wichtiger Markt für den Kryptowährungssektor.

Wie aus einem Bericht von Chainalysis hervorgeht, ist mittlerweile jedoch Europa die größte Krypto-Ökonomie der Welt. Besonders Großbritannien, Deutschland und Frankreich haben dazu beigetragen. Doch auch vergleichsweise kleinere Staaten wie die Schweiz beschäftigen sich intensiv mit Kryptowährungen.

Was im ersten Moment überraschend klingen mag, wird einleuchtender, wenn man den Kryptomarkt aus rein institutioneller Sicht betrachtet. Denn während es in China, aber auch in Südkorea oder Japan zuletzt keine großartig neuen Errungenschaften im Krypto-Sektor gab, sehen wir in Europa enorme Fortschritte.

Seit 2020 hat vor allem der DeFi-Sektor aus institutioneller Sicht einen Boom erlebt. Dies geht auch im aktuellen Jahr weiter. Als Beispiel kann das Fondsstandortgesetz in Deutschland genannt werden, das Spezialfonds seit dem 4. August 2021 ermöglicht, 20 Prozent ihres Kapitals in Kryptowährungen zu investieren.

Texas Blockchain Summit 2021: Mining im Vordergrund?

Während sich Europa durch institutionelle Anleger zur größten Krypto-Ökonomie gemausert hat, ist an gewerbsmäßiges Bitcoin Mining in Ländern wie Deutschland aufgrund der Strompreise nicht zu denken.

Anders dagegen in Texas: Mit rund 8,58 Cent pro Kilowattstunde beträgt der Strompreis gerade einmal ein Viertel des Preises, den Einwohner beispielsweise in Deutschland zahlen.

Damit ist Texas nicht nur im eigenen Land am günstigsten, sondern kann auch weltweit als Standort für Bitcoin Mining Zentren überzeugen. Zeitweise kam es vermehrt zu Stromausfällen in Texas – dies führte dazu, dass ein Großteil der Bitcoin Mining Zentren im Bundesstaat temporär schließen mussten. Allerdings wurden die Betriebe aufgrund des Einnahmeverlustes auch entschädigt.

Ähnliche Fälle hatte es in der Vergangenheit bereits im Iran gegeben. Auch dort kam es damals zu flächendeckenden Stromausfällen, sodass Bitcoin Mining Zentren schließen mussten, um das Stromnetz zu entlasten. Doch auch der Iran zeigte sich zuletzt kryptofreundlicher und sieht keinen Grund darin, das Bitcoin Mining Verbot in unkritischen Phasen aufrechtzuerhalten.

Auch wenn für das Bitcoin Mining auf der Texas Blockchain Summit 2021 nur 45 Minuten angesetzt sind, könnte sich dies als wichtigster Teil herauskristallisieren.

Denn gerade beim Bitcoin Mining hat Texas durch den günstigen Strom einen großen Vorteil, den man nutzen könnte, um sich als noch wichtigerer Kryptostandort zu positionieren.

Texas ist derweil nicht der einzige Ort in den USA, der sich positiv zu Kryptowährungen äußert. Auch Miami in Florida gilt als besonders Bitcoin-freundlich. In Miami hatte am 4. Juni 2021 die große Bitcoin Konferenz 2021 stattgefunden. Dort war unter anderem die Sensationsmeldung gemacht worden, dass El Salvador den Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel einführen wolle.

Rund 20 Prozent des erzeugten Stroms in Texas ist im Jahr 2020 laut eines Berichts aus erneuerbarer Energie gewonnen worden. Ähnlich wie beim Bitcoin Mining in El Salvador möchte Texas in Zukunft auch weiterhin auf erneuerbare Energie setzen.

Plötzlich neues Allzeithoch bei der Hashrate?

Noch vor rund fünf Monaten sahen die Anzeichen auf dem Kryptomarkt nicht so rosig aus. Nachdem Mitte Mai viele Altcoins ein neues Allzeithoch erreicht hatten, kam es zu einem enormen Crash im Kryptomarkt. Viele Kryptowährungen verloren binnen kurzer Zeit mehr als die Hälfte ihres Wertes.

Die Gründe dafür waren vielfältig. Einerseits war eine Korrektur nach enormen Anstiegen fällig. Zeitgleich revidierte Tesla seine Entscheidung, den Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren, da die Öko-Bilanz der größten und ältesten Kryptowährung nicht zu tragen sei.

Als wäre dies nicht genug gewesen, gingen die chinesischen Behörden verschärft gegen Bitcoin Mining Zentren vor. Neben des Kurseinbruches war damit auch der Verfall der Hashrate die Folge: zumindest temporär.

Die Hashrate konnte sich stetig erholen. Dennoch kam es etwas überraschend, als einige Medien von einem neuen Allzeithoch bei der Hashrate sprachen. Tatsächlich konnten wir vor wenigen Tagen einen stärkeren Anstieg erkennen.

Laut blockchain.com stieg die Hashrate auf bis zu 177,5 EH/s am 2. Oktober an. Das bisherige Allzeithoch war mit 198,5 EH/s am 14. April aufgestellt worden. An diesem Tag wurde auch der bisher höchste Bitcoin Kurs von rund 64.800 US-Dollar erreicht.

Wenn man bedenkt, dass mit China ein enorm wichtiger Markt für die Mining-Unternehmen entfallen ist, zeigt die rasante Erholung, dass das Bitcoin Mining auch ohne China weiterläuft. Inwiefern Texas oder El Salvador an diesem Wachstum beteiligt sind, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt leider nicht nachvollziehen.

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